Arbeitsgruppe Weinanalytik
Für die Entwicklung neuer Rebsorten und deren Verbraucherakzeptanz ist die Kombination von Widerstandsfähigkeit mit einer hohen Qualitätsbewertung besonders wichtig. Hierfür werden vor allem amerikanische und asiatische Wildarten als Resistenzquellen mit europäischen Qualitätssorten gekreuzt. Zur Qualitätsbewertung neuer Sorten werden vor allem die wesentlichen Most- und Weininhaltsstoffe (Alkohol, Zucker, Säuren, Stickstoffverbindungen), deren Farbstoffe und Aromen bestimmt.
Qualitätsmerkmale können durch Einkreuzen von resistenten Elternsorten maßgeblich beeinflusst werden. Zum einen ist die ausgeprägte Farbintensität der pilzwiderstandsfähigen Sorte ’Regent’ auf deren resistente Elternsorte zurückzuführen. Am Institut konnte die genetische Verbindung von Biosyntheseenzymen mit den entsprechenden Farbstoffen (Anthocyanen) nachgewiesen werden. Zum anderen können jedoch im Aroma dieser neuen, resistenten Trauben zahlreiche Fehlaromen ausgeprägt sein, die eine Qualitätsminderung darstellen. Die Arbeiten der AG „Weinanalytik“ zielen auf die Entwicklung effizienter Methoden zur Verbesserung der Qualität und der Beschleunigung des Zuchtfortschrittes ab. Dies soll durch die Kombination von analytischen Verfahren und genetischen Markern, die z.B. mit Aromen oder Farbstoffen eng korreliert sind, erreicht werden. Diese merkmalskorrelierenden Marker sind wertvolle Mittel zur Effizienzsteigerung und Beschleunigung moderner Züchtung. Sie erlauben eine Qualitätsprüfung auf genetischer Ebene unabhängig vom Entwicklungsstand, d.h. auch vor dem Erscheinen der ersten Trauben.
Arbeitsschwerpunkte:
- akkreditiertes Weinlabor
- Nachweis von Mostinhaltsstoffen mit FTIR-Analytik
- Aminosäurenachweis in Most (Hefevergärbarkeit)
- Anthocyanbestimmung mittels HPLC
- Untersuchungen zur Aromazusammensetzung mit Hilfe von GC und GC-MS
