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Fachausschüsse

Fachausschuss Rodentizidresistenz

(Expert Committee on Pesticide Resistance - Working Group Rodenticides, ECPR - R)

Im Fachausschuss Rodentizidresistenz wirken auch Behörden und Fachleute aus dem Biozidbereich mit. Bei der Anwendung von Rodentiziden können Resistenzvermeidungsstrategien nur wirksam werden, wenn neben dem im Pflanzenschutzgesetz geregelten Vorratsschutzbereich auch der von der Biozidrichtlinie abgedeckte Rechtsbereich mit einbezogen wird, da die Aktivität der Nager beide Rechtsbereiche berührt.

Wenn Bekämpfungsmittel häufig angewendet werden, kann es zur Selektion resistenter Schadorganismen kommen. Die hohen Qualitätsanforderungen in der Lebensmittelproduktion erfordern eine häufige Anwendung von Bekämpfungsmitteln, so dass die Gefahr der Resistenzentwicklung relativ hoch ist, insbesondere bei unzureichender Wirksamkeit oder schlechter Annahme der Mittel. Bei der Bekämpfung kommensaler Schadnager (Ratten, Hausmäuse) steht zudem mit den Antikoagulantien im Wesentlichen nur eine Wirkstoffgruppe für die Bekämpfung zur Verfügung, sodass beim Auftreten von Resistenz nicht auf eine andere Wirkstoffgruppe ausgewichen werden kann. Deshalb ist es im Rodentizidbereich besonders wichtig, Verfahrensweisen und Strategien zur Resistenzvermeidung, zur Aufdeckung von Resistenz sowie zum Umgang mit resistenten Populationen zu entwickeln.

Vertreter von Bundes- und Landesbehörden, Fachverbänden sowie der Industrie haben bei einem Expertentreffen am 22./23. Juni 2006 im Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde der Biologischen Bundesanstalt (BBA) (jetzt: Julius Kühn-Institut, JKI) in Münster die Resistenzsituation intensiv diskutiert (Tagungsprogramm). Für bestimmte rodentizide Wirkstoffe wurden regional erhebliche Wirksamkeitseinbußen auf Grund von Resistenz konstatiert. Als Ergebnis der Beratungen wurde ein Fachausschuss Rodentizidresistenz gegründet (Protokoll der Tagung 2006).

Der Ausschuss verfolgt folgende Ziele:

  • Identifizierung von Gebieten, in denen rodentizidresistente Nager auftreten, Beobachtung der Resistenzausbreitung (Resistenzmonitoring)
  • Bereitstellung von Informationen über Häufigkeit und Verbreitung von Resistenz bei Nagetieren sowie die zugrunde liegenden Wirkungsmechanismen
  • Bewertung der Resistenz in ihren praktischen Auswirkungen
  • Entwicklung und Umsetzung von Strategien zum effektiven Resistenzmanagement unter Integration der verschiedenen Rechtsbereiche, in denen die Nagetierbekämpfung geregelt ist. Abstimmung des Vorgehens zwischen Behörden, Beratung und Herstellerfirmen
  • Aufzeigen des Forschungsbedarfs zur Resistenzproblematik, Koordination von Forschungsaktivitäten

7. Expertentreffen 28. Februar 2013:

6. Expertentreffen 22. März 2012:

4. Expertentreffen 2. März 2010:

3. Expertentreffen 5. März 2009:

2. Expertentreffen am 19./20. November 2007:

1. Expertentreffen am 22./23. Juni 2006: