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Adresse

Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Pillnitzer Platz 3a
01326 Dresden
Tel:
0351 26162-0
0351 26162-11 Katrin Hänel (Verwaltung)
0351 26162-14 Martina Tanner (Sekretariat)
Fax: 0351 26162-13
zo@we dont want spamjki.bund.de 

Kongress

22.-23.09.2015

Deutsche Obstsortenvielfalt – Neue Wege für Erhaltung und Nutzung (PDF)

Ort: Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden
Veranstalter: BMEL und JKI

Informativ:

Flyer

Materialabgabe

Institut für Züchtungsforschung an Obst

Leiterin: Professorin Dr. Magda-Viola Hanke

Das Institut befasst sich mit der Sammlung, Erhaltung und Evaluierung obstgenetischer Ressourcen und der Entwicklung von Obstsorten und –unterlagen für einen nachhaltigen und umweltschonenden Obstbau sowohl mit kontrollierter integrierter als auch mit ökologischer Produktion. Im Vordergrund der Obstzüchtung steht dabei die Resistenzzüchtung, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Obstpflanzen zu verbessern und den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln im Sinne eines nachhaltigen Naturschutzes zu reduzieren. Wichtige Zuchtziele sind außerdem die Verbesserung der Fruchtqualität für den Frischmarkt und die Verarbeitungsindustrie sowie die Gewährleistung einer hohen und stabilen Ertragssicherheit. Die praktische Sortenzüchtung umfasst die vegetativ vermehrbaren Baumobstarten Apfel, Sauer- und Süßkirsche und die Beerenobstarten Erdbeere und Himbeere.

Die Züchtung neuer Sorten beginnt bei allen Obstarten mit der Schaffung genetischer Variabilität durch gezielte Kreuzungen von zwei Elternsorten mit spezifischen Eigenschaften, die in einer neuen Sorte kombiniert werden sollen. Im weiteren Zuchtprozess werden die Nachkommen aus diesen Kreuzungen bewertet und aussichtsreiche Sortenkandidaten (Zuchtklone) selektiert, welche die gewünschten Eigenschaften in sich vereinigen.
Neue Sorten werden sortenrechtlich geschützt. Die Verwertung der Sorten aus der Pillnitzer Züchtung erfolgt über die Deutsche Saatgutgesellschaft m.b.H. Berlin.

In den Aufgabenbereich des Instituts gehört ebenfalls die Entwicklung innovativer Züchtungsmethoden, die es erlauben, die Effizienz der Selektion zu erhöhen, die Resistenz des Zuchtmaterials gegenüber biotischen und abiotischen Schadfaktoren sowie den Nährwert der Frucht zu erfassen und zu verbessern.

In Dresden-Pillnitz befindet sich die Koordinationsstelle der Deutschen Genbank Obst. Die Etablierung der Deutschen Genbank Obst sowie die Arbeiten in der Obstgenbank Dresden-Pillnitz leisten einen entscheidenden Beitrag zur Erfüllung des „Nationalen Fachprogramms für Genetische Ressourcen landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturpflanzen“ und zur Verwirklichung der internationalen Arbeiten im Rahmen der European Cooperative Programme for Plant Genetic Ressources (ECPGR), Arbeitsgruppen Malus/Pyrus sowie Prunus.

Arbeitsschwerpunkte 

  • Phänotypische und genotypische Evaluierung obstgenetischer Ressourcen
  • Kombination von dauerhafter Krankheitsresistenz und ausgezeichneter Fruchtqualität in neuen leistungsfähigen Obstsorten
  • Entwicklung molekularbiologischer, biotechnologischer und phytopathologischer Methoden im Rahmen der Züchtungsforschung
  • Anwendung molekularer Marker für die Selektion im Zuchtprozess (Smart Breeding, Marker Assisted Selection)
  • Identifikation, molekulare Charakterisierung, Isolierung und Übertragung züchterisch nutzbarer Gene