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Adresse

Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg 
Sekretariat: Elke Rehwald
Tel: 03946 47-402
Fax: 03946 47-400
zgoq@we dont want spamjki.bund.de
 
Pillnitzer Platz 3a
01326 Dresden
Tel:
0351 26162-0
0351 26162-11 Katrin Hänel (Verwaltung)
0351 26162-14 Martina Tanner (Sekretariat)
Fax: 0351 26162-13
zgod@we dont want spamjki.bund.de 

Flyer

Materialabgabe

Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst

Das Institut arbeitet an zwei Standorten mit unterschiedlichen Kulturpflanzen. In Quedlinburg steht die Züchtungsforschung an Gemüse, Zierpflanzen, Arznei- und Gewürzpflanzen im Mittelpunkt. In Dresden-Pillnitz besteht die Aufgabe in der Züchtung und Züchtungsforschung bei Obst, vor allem bei Apfel, Erdbeere und Kirschen.

Standort Quedlinburg

Leiter: Dr. Günter Schumann

Der Institutsteil in Quedlinburg hat die Aufgabe, Züchtungsforschung durchzuführen, um Wissen und neue Methoden zur Verbesserung von Pflanzen zu erhalten. Damit können wissenschaftlich begründete Entscheidungshilfen für legislative und administrative Maßnahmen in der Ernährungs-, Landwirtschafts- und Verbraucherpolitik bereitgestellt werden. Die Ziele sind auf einen ökologisch verträglichen Gartenbau mit gesunden und qualitativ hochwertigen Pflanzen fokussiert, deren Anbau den schonenden Umgang mit der Umwelt ermöglicht. Das Teilinstitut entwickelt Methoden und Strategien, welche genetische Ressourcen für gartenbauliche Kulturpflanzen erschließen, die biologische Vielfalt im Gartenbau erhöhen und auf verbraucherrelevante Züchtungsziele orientiert sind.

Arbeitsschwerpunkte in Quedlinburg

  • Evaluierung pflanzengenetischer Ressourcen (PGR)
  • Genetische Charakterisierung von züchterisch relevanten Eigenschaften
  • Entwicklung von Methoden zur Selektion auf wichtige Merkmalsgene
  • Erarbeitung von Verfahren für die Übertragung und Integration züchterisch bedeutsamer Eigenschaften in gartenbauliche Kulturarten
  • Erstellung adaptierter Genotypen mit wertvollen Merkmalsgenen

Standort Dresden-Pillnitz

Leiterin: Professorin Dr. Magda-Viola Hanke

Der Institutsteil in Dresden befasst sich mit der Sammlung, Erhaltung und Evaluierung obstgenetischer Ressourcen und der Entwicklung von Obstsorten und –unterlagen für einen nachhaltigen und umweltschonenden Obstbau sowohl mit kontrollierter integrierter als auch mit ökologischer Produktion. Im Vordergrund der Obstzüchtung steht dabei die Resistenzzüchtung, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Obstpflanzen zu verbessern und den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln im Sinne eines nachhaltigen Naturschutzes zu reduzieren. Wichtige Zuchtziele sind außerdem die Verbesserung der Fruchtqualität für den Frischmarkt und die Verarbeitungsindustrie sowie die Gewährleistung einer hohen und stabilen Ertragssicherheit. Die praktische Sortenzüchtung umfasst die vegetativ vermehrbaren Baumobstarten Apfel, Sauer- und Süßkirsche und die Beerenobstart Erdbeere. Die Züchtung neuer Sorten beginnt bei allen Obstarten mit der Schaffung genetischer Variabilität durch gezielte Kreuzungen von zwei Elternsorten mit spezifischen Eigenschaften, die in einer neuen Sorte kombiniert werden sollen. Im weiteren Zuchtprozess werden die Nachkommen aus diesen Kreuzungen bewertet und aussichtsreiche Sortenkandidaten (Zuchtklone) selektiert, welche die gewünschten Eigenschaften in sich vereinigen

Neue Sorten werden sortenrechtlich geschützt. Die Verwertung der Sorten aus der Pillnitzer Züchtung erfolgt über die Deutschen Saatgutgesellschaft m.b.H. Berlin.

In den Aufgabenbereich des Institutsteils in Dresden gehört ebenfalls die Entwicklung und Kombination traditioneller und innovativer Züchtungsmethoden, die es erlauben, die Effizienz der Selektion zu erhöhen, die Resistenz des Zuchtmaterials gegenüber biotischen und abiotischen Schadfaktoren sowie den Nährwert der Frucht zu erfassen und zu verbessern.
In Dresden-Pillnitz befindet sich die Koordinationsstelle der Deutschen Genbank Obst. Die Etablierung der Deutschen Genbank Obst sowie die Arbeiten in der Obstgenbank Dresden-Pillnitz leisten einen entscheidenden Beitrag zur Erfüllung des „Nationalen Fachprogramms für Genetische Ressourcen landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturpflanzen“ und zur Verwirklichung der internationalen Arbeiten im Rahmen der European Cooperative Programme for Plant Genetic Ressources (ECPGR), Arbeitsgruppen Malus/Pyrus sowie Prunus.

Arbeitsschwerpunkte in Dresden-Pillnitz

  • Phänotypische und genotypische Evaluierung obstgenetischer Ressourcen
  • Kombination von dauerhafter Krankheitsresistenz und ausgezeichneter Fruchtqualität in neuen leistungsfähigen Obstsorten
  • Entwicklung molekularbiologischer und biotechnologischer Methoden im Rahmen der Züchtungsforschung
  • Anwendung molekularer Marker für die Selektion im Zuchtprozess (Smart Breeding, Marker Assisted Selection)
  • Identifikation, molekulare Charakterisierung, Isolierung und Übertragung züchterisch nutzbarer Gene
  • Entwicklung von Methoden zur Beschleunigung des Zuchtfortschritts im Rahmen des Fast Breeding