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Adresse

Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg 
Sekretariat: Maren Fischer
Tel: 03946 47-508
Fax: 03946 47-500
sb@we dont want spamjki.bund.de

Messeweg 11 – 12
38104 Braunschweig 
Sekretariat: Ilse-Marie Jungkurth
Tel: 0531 299-38 01
Fax: 0531 299-30 13
sb@we dont want spamjki.bund.de

Flyer

Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen

Komm. Leiter: Dr. Jörg Landsmann

Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen
Die Aufgaben des Instituts leiten sich aus dem Gentechnikgesetz, dem Pflanzenschutzgesetz, hierzu erlassenen Rechtsverordnungen und den im Forschungsplan des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) festgeschriebenen Forschungsaufgaben ab. Das Institut wirkt am Genehmigungsverfahren für die Freisetzung und das Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) mit. Im Rahmen von biologischer Sicherheitsforschung und anbaubegleitenden Forschungsarbeiten werden Sicherheitsaspekte und mögliche Auswirkungen neuer biotechnologischer Verfahren  auf den Naturhaushalt und die nachhaltige Landbewirtschaftung sowie Kriterien und Maßnahmen für ein Monitoring gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) untersucht. Das Institut engagiert sich in nationalen und internationalen Gremien zur Sicherheitsbewertung von GVO. Wissenschaftler des Institutes kommen Lehraufträgen an Universitäten in Lüneburg, Göttingen, Bernburg und Halle nach und nehmen Mitgliedschaften in Editorial Boards mehrerer internationaler Zeitschriften wahr.

Arbeitsgebiete und Forschungsinhalte

  • Die Beratung der Bundesregierung und die Erfüllung der gesetzlich begründeten Aufgaben bilden den Schwerpunkt der Institutsarbeiten. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben ist eigene Forschung zwingend erforderlich, die primär auf Sicherheitsbewertung, Management und Folgenabschätzung biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen ausgerichtet ist. Die besondere Stärke des Institutes besteht in der Verknüpfung der gesetzlich begründeten Aufgaben mit eigenen Forschungsarbeiten und einer intensiven Forschungskooperation auf nationaler und internationaler Ebene.

Gesetzlich begründete Aufgaben

Forschung

Strategische Forschungsziele

Verbesserung der Bewertung von Sicherheit und Nachhaltigkeit neuer biotechnologischer Verfahren in Pflanzenzüchtung und -anbau.

  • Untersuchungen zu sequenzspezifischen Veränderungen von Pflanzengenomen mit neuen Züchtungstechnologien.
  • Untersuchungen zu epigenetischen Veränderungen von Pflanzen.
  • Instituts-übergreifende Erarbeitung von Kompetenz in der Bioinformatik.
  • Etablierung und Pflege einer zentralen Datenbank für die Folgenabschätzung der Anwendung neuer Methoden der Biotechnologie in Pflanzenzüchtung und -anbau.
  • Entwicklung einer guten landwirtschaftlichen Praxis einschließlich Monitoring und Folgenabschätzung für die Einführung neuer Kulturarten (z.B. Russischer Löwenzahn zur Herstellung von Kautschuk, Latex und Inulin).
  • Vergleichende Untersuchungen zur Erzeugung von Krankheitsresistenz mit konventionellen und biotechnologischen Methoden (z.B. Kartoffeln mit Potato virus Y- und Phytophthora infestans–Resistenz, Weizen mit Wheat dwarf virus-Resistenz) unter Aspekten der biologischen Sicherheit.
  • Sicherheitsaspekte bei der Nutzung von Sequenzen aus Pflanzenviren für die transiente Genexpression.

Entwicklung effizienter und transparenter Verfahren zur Risikobewertung und Folgenabschätzung des Anbaus von GVP.

  • Risikobewertung der Freisetzung und des Inverkehrbringens von GVP in Zusammenarbeit mit nationalen, europäischen und internationalen Behörden.
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung und Bewertung von Risikoanalysen von GVP auf EU- und internationaler Ebene, u. a. in Gremien wie EFSA und OECD.
  • Risikobewertung neuer Eigenschaften von GVP (z. B. zur Nutzung als Energiepflanzen, industrielle Rohstoffe oder zur Herstellung von Pharmazeutika) einschließlich ihrer Umweltauswirkungen.
  • Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für Empfehlungen zum nachbarschaftlichen Anbau von GVP und herkömmlichen Kulturpflanzen zur Vermeidung von ökonomischen Risiken.
  • Erarbeitung und Bewertung sicherheitsrelevanter Kriterien für das Monitoring langfristiger Auswirkungen von GVP auf Agrarökosysteme.
  • Mitwirkung an der Erarbeitung von Methoden zu Nachweis und Rückverfolgbarkeit von GVO in der Umwelt.
  • Biologische Sicherheitsforschung zur genetischen Stabilität und Spezifität der Ausprägung von Fremdgenen in GVP sowie zur Sicherheit von Transformationsvektoren.
  • Untersuchungen zu gentechnischen Veränderungen bei Kulturpflanzen unter Aspekten der Ausbreitung und Persistenz sowie der Reduzierung regulatorischer Hürden.