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Adresse

Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
Sekretariat: Simone Wittke
Tel: 0531 299-3371
Fax: 0531 299-3007
ag@we dont want spamjki.bund.de

Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow  
Sekretariat
Tel: 033203 48-274
Fax: 033203 48-385
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Flyer

Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit

Leiter: Dr. Jens-Georg Unger

hier weiter zum: Themenportal Pflanzengesundheit

Durch die zunehmende Globalisierung der Produktion und des Handels mit Pflanzen und Pflanzenprodukten und dem weltweiten Tourismus wächst das Risiko der Ein- und Verschleppung von Pflanzenkrankheiten und –schädlingen. Diese können erhebliche wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen entfalten, sobald sie sich unter den neuen Gegebenheiten erst etabliert haben.

Daher ist es unser Ziel, die Einschleppung von Quarantäneschadorganismen (und invasiven gebietsfremden Arten) aus befallenen Gebieten zu verhindern oder nach einer unerwünschten Einschleppung Gegenmaßnahmen zur Tilgung oder Begrenzung eines Befalls zu ergreifen. Auch der Schutz der Gesundheit von Pflanzgut und Vermehrungsmaterial vor qualitätsmindernden Schadorganismen fällt in unser Aufgabengebiet. Um unsere Ziele zu erreichen sind wir auf verschiedenen Ebenen aktiv:

  • Wir wirken mit bei der Erarbeitung von pflanzengesundheitlichen Maßnahmen und Regelungen auf nationaler und internationaler Ebene (Normensetzung). Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beraten und informieren wir bei politischen Entscheidungen und zu Rechtsvorschriften über die fachlichen Aspekte der Pflanzenquarantäne und der pflanzengesundheitlichen Qualität.
  • Mit unserer  Forschung ermitteln wir spezifische Daten, die für die Politikberatung und die Erarbeitung von Regelungen und Standards unerlässlich sind.
  • Wir führen Risikoanalysen durch, mit deren Hilfe das Schadenspotenzial eines Organismus nach einer möglichen Einschleppung ermittelt wird und leiten daraus Maßnahmen zum Schutz vor diesem Schadorganismus ab.
  • National haben wir eine koordinierende Funktion bei der Durchführung von pflanzengesundheitlichen Maßnahmen durch die Bundesländer. Im Rahmen des europäischen Frühwarnsystems informieren wir die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission über das Auftreten von gefährlichen Schadorganismen in Deutschland und warnen vor befallenen Sendungen, die eingeführt werden sollten.

Im Einzelnen sind die Aufgabenfelder und Forschungsgebiete durch das Ressortforschungsprogramm des BMELV wie folgt festgelegt:

Aufgabenfelder und Forschungsgebiete:

Koordinierung EU / Bund / Länder

  • Koordination phytosanitärer Maßnahmen in Deutschland und Informationsaustausch mit den Pflanzenschutzdiensten der Bundesländer, den EU-Mitgliedsstaaten, der EU-Kommission und der EPPO
  • Nationale Stelle für Koordinierung und Kontakte für Deutschland und in der EU im Bereich der Pflanzenquarantäne gemäß Artikel 1.4 der RL 2000/29/EG und anderer pflanzengesundheitlicher EU-Standards für Obst- und Zierpflanzen
  •  Mitwirkung bei Bekämpfungs- und Überwachungsprogrammen sowie sonstigen Maßnahmen der Bundesländer und der EG zur Verhinderung der Ein- und Verschleppung von Schadorganismen einschließlich diagnostischer Untersuchungen und Sicherstellung von Referenzfunktionen (z. B. Referenzlabor für Clavibacter, Ralstonia, Gehölznematoden, Anoplophora, Diabrotica)

Phytosanitäre Normen und Standards

  • Erarbeitung und Weiterentwicklung nationaler und internationaler Regelungen, Leitlinien und Normen zu pflanzengesundheitlichen Maßnahmen einschließlich Mitwirkung in den zuständigen Gremien (EG, EFSA, EPPO, IPPC)

Invasive gebietsfremde Arten, Quarantäneorganismen

  • Untersuchungen von neuen und Quarantäneschadorganismen /invasiven Arten als wissenschaftliche Grundlage für Pflanzengesundheitliche Risikoanalysen und phytosanitare Maßnahmen (phytosanitäre Forschung)
  • Wissenschaftliche Untersuchungen zu Vorkommen, Identität, Verbreitung und Nachweis von neuen und Quarantäneschadorganismen/invasiven Arten und den Übertragungswegen (z. B. Quarantänebakterien und -nematoden, Diabrotica, Ambrosia)
  • Wissenschaftliche Arbeiten zur Entwicklung phytosanitärer Verfahren zur Vermeidung der Einschleppung und Verbreitung von Schadorganismen

Risikoanalysen

  • Erarbeitung und Bewertung von Risikoanalysen auf EG- und internationaler Ebene; einschließlich Arbeiten hinsichtlich der Risiken für andere Staaten bei der Ausfuhr von Pflanzen und Pflanzenprodukten aus Deutschland
  • Identifizierung und Bewertung pflanzengesundheitlicher Risiken, einschließlich der Aufklärung z. B. der Warenströme, der Identität der Organismen, ihres Etablierungs- und Ausbreitungspotenzials, der möglichen Schäden und der ökonomischen sowie ökologischen Konsequenzen auch unter Berücksichtigung des Klimawandels
  • Identifizierung und Bewertung phytosanitärer Maßnahmen, wie Verbote und Beschränkungen von Einfuhr, Handel und Produktion sowie Behandlungsverfahren

Frühwarnsystem / Monitoring

  • Frühwarnstelle für das Auftreten von neuen und Quarantäneschadorganismen/ invasiven Arten sowie für befallene Warensendungen und Bereitstellung relevanter Informationen und Ausweisung befallsfreier Gebiete