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Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde

Klimaschutz durch den Anbau von Rohrkolben in niedersächsischen Mooren

Das JKI-Projekt RoNNi wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium über neun Jahre gefördert. Minister Cem Özdemir überreichte den Förderbescheid.

(Braunschweig/Stuttgart) In Niedersachen sollen künftig großflächig Rohrkolben angebaut werden. Die Landkreise Emsland und Cuxhaven wurden als Modellregionen für die Umsetzung eines vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) mit insgesamt rund elf Millionen Euro geförderten Forschungsprojekts ausgewählt, weil sie „Hot Spots“ für Treibhausgasemissionen aus trockengelegten Moorböden sind. Das auf neun Jahre (2023-2032) angelegte Projekt „RoNNi“ (Nachhaltige Erzeugung und Verwertung von Rohrkolben auf Niedermoorstandorten in Niedersachsen) soll aufzeigen, wie sich für die Landwirtschaft entwässerte Niedermoorflächen klimaschonend nutzen lassen. Künftig werden dort auf Pilotflächen Rohrkolben angebaut. Dazu werden die Flächen wiedervernässt und so bewirtschaftet, dass der Moorboden erhalten bleibt. Die geernteten Rohrkolben (Typha angustifolia und Typha latifolia) sollen als Baustoff und zur Herstellung von Gartenbausubstrat genutzt werden. Am Freitag (27. Oktober) übergab Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, in Stuttgart den Förderbescheid über 390.000 Euro an das Julius Kühn-Institut, vertreten durch Dr. Lorenz Kottmann vom JKI-Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde in Braunschweig.

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Moorschutz und damit zum Klimaschutz. Kern des Vorhabens ist der Aufbau von regionalen Wertschöpfungsketten und neuen Geschäftsmodellen zur Erzeugung von Torfersatzstoffen für den Gartenbau sowie von Typha-Baustoffen. Dazu gilt es, regionale Kooperationen mit Verarbeitungsfirmen und Baustoffanwendern aufzubauen. Am Beispiel von zwei besonders geeigneten Niedermoorregionen soll die Machbarkeit demonstriert und Verwertungsketten etabliert werden. Die ökologischen wie auch die ökonomischen und sozioökonomischen Effekte werden bewertet.

JKI koordiniert Teilprojekt

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des JKI untersuchen im Arbeitspaket 3.3 ab 2026 die Biomassenerträge und -qualitäten in Abhängigkeit von der Rohrkolbenart, Nährstoffversorgung und Ernte, um daraus Anpassungsstrategien abzuleiten. Zudem wird ein Auswertungs- und Handlungstool entwickelt, um mit Hilfe einer Drohne mit optischer Kamera einschätzen zu können, wie sich der Rohrkolbenbestand entwickelt. Kooperationspartner im vom JKI koordinierten Teilprojekt 7 sind das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V. sowie die Klasmann-Deilmann GmbH.

Hintergrundinformation zum Projekt

Titel: RoNNi: Nachhaltige Erzeugung und Verwertung von Rohrkolben auf Niedermoorstandorten in Niedersachsen.

Fördersumme: Rund elf Millionen Euro, aufgeteilt auf zwölf Teilprojekte. Das vom JKI koordinierte Teilvorhaben 7 (Flächenbetreuung und begleitende wissenschaftliche Untersuchungen) erhält 390.486 Euro durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Förderkennzeichen: 2222MT006G

Laufzeit: 01.10.2023 bis 30.09.2032

Kooperationspartner des Teilvorhabens:

  • Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen mit dem Fachinstitut für Pflanzenbau und Bodenkunde, Standort Braunschweig-Bundesallee
  • 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V.
  • Klasmann-Deilmann GmbH

Weitere Kooperationspartner im Gesamtprojekt:

  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Hochschule Osnabrück
  • Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
  • Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven
  • Stadt Geestland
  • Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe
  • Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Wissenschaftliche Ansprechpartner

Dr. Maren Langhof
Julius Kühn-Institut, Fachinstitut für Pflanzenbau und Bodenkunde
Bundesallee 58, 38116 Braunschweig
Telefon: 0531 596 2335
E-Mail: maren.langhof@  julius-kuehn.  de

Prof. Jörg Michael Greef
Julius Kühn-Institut, Fachinstitut für Pflanzenbau und Bodenkunde
Bundesallee 58, 38116 Braunschweig
Telefon: 0531 596 2301
E-Mail: joerg-michael.greef@julius-kuehn.de

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