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Wissenschaftler/innen

Arbeitsgruppe Genetik

Die AG Genetik studiert die Vererbung züchterisch wichtiger Eigenschaften der Weinrebe in großen Kreuzungsnachkommenschaften. Hierbei werden zunächst mit molekularen Markern genetische Karten der Kreuzungseltern erstellt. Im zweiten Schritt werden in diesen Karten Faktoren lokalisiert, die die Ausprägung der untersuchten Merkmale in der Nachkommen-schaft beeinflusst haben. Zu diesen Faktoren benachbart liegende molekulare Marker dienen dann der Züchtung zur Selektion auf genetischer Ebene. Die zu Grunde liegenden Gene können durch weitere Untersuchungen näher eingegrenzt werden.

Zudem werden Gene in ihrer Aktivität unter bestimmten Bedingungen untersucht. Dies erfolgt v.a. mit Hilfe der hochempfindlichen Echt-Zeit PCR Methode. Gene, die z.B. unter Pilzattacke bei einer resistenten Rebsorte hoch aktiv werden, bei einer pilzanfälligen Sorte aber kaum Aktivität zeigen, können wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Pathogenabwehr sein. Ihre Struktur (DNA Sequenz) und Unterschiede in ihren regulatorischen (Promotor-) bereichen werden analysiert, um die differenzielle Genregulation zu verstehen und die Resistenzmechanismen aufzuklären.

Unterschiede in solchen Kandidatengenen und ihren regulatorischen Bereichen werden weiterhin in größeren Gruppen ausgewählter Rebsorten mit verschiedenartiger Merkmalsausprägung analysiert, um einzelne genetische Varianten mit der Merkmalsausprägung zu korrelieren. Dazu wird umfangreiches Material aus den genetischen Ressourcen verwendet. Bezüglich der Widerstandsfähigkeit gegen den Echten und den Falschen Mehltau wurde zu diesem Zweck eine speziell genetisch diverse Kernkollektion pilzwiderstandsfähiger Reben geschaffen, die mit nur 96 Proben fast 93% der in der Sammlung gegebenen genetischen Diversität repräsentiert (2004-2007, Drittmittelprojekt "CoreGrapeGene", GABI Trilat. 0313 153).