Unkräuter auf Wegen und Plätzen
Fachtagung vom 13. bis 14. September 2011
Veranstalter: Julius Kühn-Institut, unterstützt durch den Arbeitskreis Wasser- und Pflanzenschutz
Programm und Teilnehmerliste der Fachtagung
An der zweitägigen Veranstaltung informierten sich 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet über Neuerungen auf dem Gebiet der Unkrautregulierung auf Wegen und Plätzen. Die Tagung richtete sich vor allem an Verantwortliche im kommunalen und gewerblichen Bereich, an Dienstleister sowie an Vertreter des Pflanzenschutzdienstes und relevanter Verbände.
In 20 Vorträgen wurde über den aktuellen rechtlichen, wissenschaftlichen und technischen Stand der Vegetationskontrolle auf Wegen und Plätzen berichtet. So wurde z.B. der aktuelle Stand zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm vorgestellt und über Maßnahmen zum Risikomanagement glyphosathaltiger Herbizide berichtet. Ein weiterer Vortrag erläuterte, wie sich Biozide von Herbiziden abgrenzen und unter welchen Bedingungen sie auf Wegen und Plätzen einzusetzen sind.
Eine Sektion widmete sich Erfahrungsberichten zur Vegetationskontrolle in den Städten Berlin, Köln, Kleve und Münster. Letztere verzichtet seit 20 Jahren völlig auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf öffentlichen Flächen. Insgesamt wurde deutlich, wie unterschiedlichste Bekämpfungsmaßnahmen je nach rechtlichen und wirtschaftlichen Vorgaben in den Kommunen und Städten entwickelt und umgesetzt werden. Langfristige Pflegekonzepte fehlen häufig und der vorbeugende Wegebau als Instrument der indirekten Vegetationskontrolle wird oft nur unzureichend genutzt. Hier gibt es enge Verknüpfungen zu den Leitlinien zum Integrierten Pflanzenschutz, die auch für den Bereich Nichtkulturland entwickelt werden sollen.
Auf großes Interesse stieß bei den Teilnehmern die Ausstellung und Vorführung innovativer und kommerziell vertriebener Geräte zur thermischen, mechanischen und chemischen Unkrautbekämpfung.
Die große Resonanz und hohe Zufriedenheit der Teilnehmer macht die Bedeutung der Fachtagung klar, über aktuelle Entwicklungen zu informieren und den Erfahrungsaustausch zu verbessern. Neben gelungener Organisation wurde vor allem die enge Verbindung von Fachinformationen und Geräte-Präsentationen gelobt.
Mögliche Themen für weitere Veranstaltungen in ähnlicher Form:
- physikalische Bekämpfungsverfahren
- Art und Umfang der Information von Anwendern zu Risiken und den zulässigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, vor allem von glyphosathaltigen Herbiziden, für sensible Bereiche wie Nichtkulturland sowie Haus- und Kleingarten.
Anfang 2012 werden umfassendere Textbeiträge im Journal für Kulturpflanzen veröffentlicht.
Kontaktperson:
Dr. Arnd Verschwele
Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland
Julius Kühn-Institut
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
Tel.: 0531 299 3909
E-Mail: arnd.verschwele@jki.bund.de
