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Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst

Leiter: Dr. Martin Hommes

Die Forschungsarbeiten des Instituts für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst erstrecken sich auf Schadorganismen, die im Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie an urbanen und forstlichen Gehölzen auftreten. Untersuchungen zur Biologie der Schädlinge und zur Pathogenese der Krankheitserreger werden mit dem Ziel durchgeführt, Beiträge für einen gezielten, umweltverträglichen, integrierten Pflanzenschutz in den genannten Kulturbereichen zu leisten. Dem Institut ist eine (derzeit noch in Münster angesiedelte) Arbeitsgruppe für Wirbeltierforschung angegliedert. Deren Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits bei der Entwicklung von Methoden zur Abwehr von Pflanzenschäden durch Wirbeltiere, andererseits beim Schutz von Wirbeltieren in der Kulturlandschaft. Das Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst hat neben den wissenschaftlichen auch administrative, hoheitliche Aufgaben. Insbesondere obliegt ihm die Bewertung der Wirksamkeit und Phytotoxizität von Pflanzenschutzmitteln im Zulassungsverfahren für den dargelegten Arbeitsbereich und sowie für den Wein-, Obst- und Hopfenanbau.

Aufgabenfelder und Forschungsgebiete:

Bewertung von Pflanzenschutzmitteln (allgemein)

  • Wissenschaftliche Bewertung des Wirksamkeitsbereichs von Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen im Rahmen der nationalen Zulassung und der EU-Wirkstoffprüfung einschließlich der Erarbeitung von Benehmenserklärungen für gartenbauliche Kulturen und Forst
  • Erarbeitung von Prüfrichtlinien zur Bewertung von Pflanzenschutzmitteln und Mitwirkung bei der Erstellung von Wirkstoff-Monografien
  • Entwicklung von Strategien und Monitoringsystemen zur frühzeitigen Erkennung und Vermeidung von Pflanzenschutzmittelresistenzen
  • Bewertung des Nutzens von Pflanzenschutzmitteln und vergleichende Bewertung von Pflanzenschutzverfahren im Gartenbau und Forst  

Krankheiten und Schädlinge und Schadursachen

… im Gartenbau

  • Untersuchungen zu Schadorganismen an Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen, Zierpflanzen, Ziergehölzen und im urbanen Grün
  • Forschung zu abiotischen Schadensursachen und den Folgen der Klimaänderung

Forstentomologie und -pathologie

  • Untersuchungen zu Schadorganismen im Forst
  • Entwicklung und Erarbeitung von Verfahren und Methoden für integrierte Pflanzenschutzsysteme im  Forst
  • Erhaltung der Waldfunktionen und Verbesserung der Gesundheit sowie der Leistungsfähigkeit der Waldökosysteme
  • Forschung zu abiotischen Schadensursachen und den Folgen der Klimaänderung

Wirbeltierkunde

  • Wissenschaftliche Bewertung des Wirksamkeitsbereichs von Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen im Rahmen der nationalen Zulassung und der EU-Wirkstoffprüfung einschließlich der Erarbeitung von Benehmenserklärungen
  • Schutz von Wirbeltieren vor unerwünschten Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln
  • Entwicklung umweltgerechter und gesundheitlich unbedenklicher Methoden zur Abwehr von Wirbeltierschäden
  • Entwicklung und Etablierung von Monitoring- und Prognosesystemen zur Vorhersage von Wirbeltierkalamitäten

Pflanzenschutzverfahren  (allgemein)

  • Entwicklung von Konzepten und Erarbeitung von Methoden und Verfahren zur nachhaltigen Bekämpfung von Schadorganismen an Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen, Zierpflanzen, Ziergehölzen, im urbanen Grün und im Haus- und Kleingartenbereich
  • Mitwirkung beim Schließen von Bekämpfungslücken
  • Untersuchungen zur Nutzung und Förderung des natürlichen Regulationsvermögens im Gemüse- und Zierpflanzenbau
  • Entwicklung von Kriterien für die Risikominderung im Pflanzenschutz und ihre Anwendung zur Erhöhung der Qualität und Anbautransparenz

Widerstandsfähigkeit im Gartenbau und Forst

  • Prüfung von gartenbaulichen Kulturpflanzen (Gemüse, Zierpflanzen, Heil- und Gewürzpflanzen) auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schadorganismen; Entwicklung spezifischer Methoden der Resistenzprüfung und Untersuchungen zu Pathotypen