Institut für Rebenzüchtung
Leiter: Dr. Reinhard Töpfer
Das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof verfolgt das Ziel, neue Rebsorten mit hoher Resistenz gegenüber Schaderregern der Rebe, witterungsbedingten Stressfaktoren und gleichzeitig hoher Weinqualität zu züchten. Rebsorten, die diesen Zielen entsprechen erfordern deutlich geringere Pflanzenschutzmaßnahmen und werden durch Kreuzung geeigneter Elternsorten und anschließender Selektion auf gewünschte Merkmalskombinationen in der Nachkommenschaft gewonnen. Flankierend unterstützt werden diese Selektionsarbeiten durch die Erforschung der Gen-Merkmalsbeziehungen. Daraus abgeleitete neue bzw. weiterentwickelte Selektionsverfahren auf der Genom-Ebene können zu einer erheblichen Beschleunigung des Züchtungsprozesses führen. Geeignete Sortenkandidaten werden vor der Sortenanmeldung in mehrjährigen Anbauversuchen geprüft.
Arbeitsschwerpunkte:
- Züchtung pilzwiderstandsfähiger und qualitätsbetonter neuer Rebsorten
- Genetische Kartierung von Resistenzen und qualitätsbestimmender Parameter
- Entwicklung genetischer Marker zur vereinfachten Selektion resistenter Rebsorten
- Erhaltung und Ausbau eines Rebensortiments sowie Koordination der „Deutschen Genbank Reben“
- Redaktionelle Bearbeitung internationaler Datenbanken zu Rebsorten und Weinbauliteratur sowie Herausgabe der wissenschaftlichen Fachzeitschrift VITIS
Aufgabenfelder und Forschungsgebiete:
Genetische Ressourcen, Genbank
- Sammlung, Erhaltung und Evaluierung der genetischen Ressourcen der Rebe
- Internationale Harmonisierung von Beschreibungskriterien zur Identifikation von Rebsorten
- Datenbanken/Informationssystem rebengenetische Vielfalt
- Erweiterung der genetischen Basis für die Rebenzüchtung
- Koordinierung des Genbanknetzwerkes Deutsche Genbank Reben
- Informationsmanagement zur effizienten Wissensnutzung und Beratung
Züchtung
- Züchtung von widerstandsfähigen Rebsorten mit hoher Weinqualität
- Methoden zur Frühselektion (Entwicklung genetischer Fingerabdrücke = molekulare Marker sowie phänotypischer Marker)
- Genomanalyse der Weinrebe zur Klärung von Gen-Merkmalsbeziehungen
- Identifikation neuer Resistenzquellen in Reben
- Erhaltungszüchtung
- Bewertung von Inhaltsstoffen
