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Verbreitung des EPS

Die vom Julius Kühn-Institut (JKI) aktualisierte Verbreitungskarte zeigt die Regionen in der Bundesrepublik Deutschland, in denen mit Problemen durch die Raupen des Eichenprozessionsspinners (kurz EPS) gerechnet werden muss. Unter Federführung des JKI-Instituts für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst ist die Karte auf Landkreisebene in enger Zusammenarbeit mit den Forstlichen Versuchsanstalten bzw. den Wald- und Pflanzenschutzdiensten der Bundesländer erarbeitet worden. Auch bestätigte Pressemeldungen wurden berücksichtigt. In den markierten Gebieten wurde mindestens einmal ein Befall mit EPS gemeldet. Allerdings kann es sich in den markierten Landkreisen z. T. um ein lokales Auftreten handeln.

Die Prozessionsspinner zählen zur Familie der Zahnspinner (Notodontidae), zu denen mehrere 1000 Arten gehören. In Europa und Nordafrika sind insgesamt sechs Arten der Gattung Thaumetopoea verbreitet. Für Mitteleuropa sind nur drei Arten relevant, zu denen der Eichenprozessionsspinner (Th. processionea), der Kiefernprozessionsspinner (Th. pinivora) und der Pinienprozessionsspinner (Th. pityocampa) gehören.

Die in Europa (http://www.faunaeur.org) und Deutschland weit verbreitete Art ist der EPS. Einst galt er als nahezu ausgerottet und war für Mitteleuropa zur Aufnahme in die Bundesartenschutzverordnung empfohlen worden. Seit den 1990er Jahren breitet sich diese Schmetterlingsart im Bundesgebiet aus. Ein Zusammenbruch der zum Teil hohen Populationsdichten blieb bislang aus. Der EPS ist in ganz Europa vom Flachland bis ins Hügelland verbreitet.

Besiedelt werden alle Arten der Gattung Quercus (Eiche). Im Notfall werden auch andere Laubhölzer angenommen, vereinzelt sogar Nadelhölzer. Als ausgesprochener Baumbewohner bevorzugt er vor allem Waldgebiete (z.B. besonnte Waldränder) als Lebensraum. Mit Bäumen bestandene Alleen, Parkanlagen und Gärten zählen ebenfalls dazu.