Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik
Leiter: Professor Dr. rer. nat. habil. Günther Deml und Direktor und Dr. rer. nat. habil. Thomas Kühne
Das Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik untersucht Krankheitsbilder landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturpflanzen und klärt deren Ursachen auf. Es erforscht die Eigenschaften von aktuell und potentiell wirtschaftlich bedeutsamen Schadorganismen (Viren, Bakterien, Pilze, Nematoden), auch unter den Gesichtpunkten der Epidemiologie und Pathogenese. Das Institut entwickelt und optimiert Methoden zur Diagnose von Pflanzenkrankheiten sowie zur Identifizierung, Differenzierung und zum Nachweis von Schaderregern. Es ist verantwortlich für die Herstellung von Immunreagenzien (Antikörper) und führt die Pathogenbanken des JKI.
Arbeitsschwerpunkte
Epidemiologische Aspekte des Befalls von Kulturpflanzen mit Viren, Bakterien und Pilzen sowie pflanzenparasitäre Nematoden
- Überwachung des Auftretens wirtschaftlich bedeutsamer Schaderreger in Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzdienst und weiteren Partnern
- Erforschung des Beziehungsgefüges zwischen Schadorganismen und ihren Wirtspflanzen, unter Berücksichtigung potentieller Vektoren
- Erforschung von Interaktionen zwischen Pflanzenpathogenen und Mikroorganismen im Habitat
- Untersuchungen zum Einfluss des Klimawandels sowie veränderter Produktionsbedingungen auf das aktuelle Pathogenspektrum, die Entwicklung von Pathogenpopulationen sowie den Krankheitsverlauf an wirtschaftlich wichtigen Kulturen.
Pathogendiagnostik – Nachweis, Identifizierung, Differenzierung und Charakterisierung
- Erforschung der Ursachen neuer Schadbilder
- Charakterisierung der morphologischen und biologischen Eigenschaften sowie der strukturellen und funktionellen Genetik von Schaderregern
- Erfassung der artspezifischen genetischen Diversität von Schaderregern in Form ihrer Stämmen, Rassen, Pathotypen u.ä.
- Entwicklung und zweckbestimmte Anpassung biologischer, morphologischer, serologischer und molekularbiologischer Methoden zum sicheren, empfindlichen und spezifischen Nachweis und zur Charakterisierung von Schaderregern
- Entwicklung computergestützter Bestimmungssysteme
- Standardisierung und Qualitätssicherung von Diagnoseverfahren für Pflanzenpathogene im Rahmen der Zertifizierung und Akkreditierung.
