Suche::

Loading

Listen, Verfahren & Prüfung

Pflanzenschutzgeräte

Die gesetzlichen Grundlagen für das Inverkehrbringen und das Verwenden von Pflanzenschutzgeräten haben sich mit dem Gesetz zur Neuordnung des Pflanzenschutzrechts vom 6.2.2012 (PflSchG, 06.02.2012, BGBL. I S. 148, 1281) geändert. Die Ingebrauchnahme von Pflanzenschutzgeräten wird seitdem durch die Richtlinie 2009/127/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.10.2009 zur Änderung der Richtlinie 2006/42/EG betreffend Maschinen zur Ausbringung von Pestiziden geregelt. Der Hersteller garantiert durch die Vergabe des CE-Zertifikates inkl. einer Konformitätserklärung, dass die gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden. Das Institut bietet als freiwillige Erklärung (nach §16 Abs. 1 PflSchG) eine Überprüfung der Geräte als Dokumentenprüfung an. Erweitert werden kann die Dokumenten- um eine Sichtprüfung. Alle positiv geprüften und damit gebrauchsfähigen Geräte werden im Rahmen der Veröffentlichung der Beschreibenden Liste bekannt gemacht.

Weiterhin gibt es eine freiwillige Prüfung (JKI-Anerkennungsprüfung), in der die Hersteller die Eignung ihrer Geräte für den Pflanzenschutz prüfen lassen können. Im Rahmen der Prüfung werden sowohl Prüfstandsmessungen als auch Praxiseinsätze durchgeführt, welche von Dienststellen in den Bundesländern begleitet werden. Die Prüfung bezieht sich nicht nur auf Geräte sondern auch auf Geräteteile, wie z.B. die Düsen. Außerdem wird im JKI noch im Rahmen des Europäischen Netzwerks zum Testen Landwirtschaftlicher (Agrikultureller) Maschinen (ENTAM) geprüft, allerdings ohne einen Praxiseinsatz. Zudem führt das JKI Prüfungen zur Beurteilung der verlustmindernden Eigenschaften von Geräten hinsichtlich Abdriftminderung und Einsparung von Pflanzenschutzmitteln durch.

Ähnlich wie die Halter von Kraftfahrzeugen müssen auch die Halter von Pflanzenschutzgeräten ihre Geräte in regelmäßigen Abständen von Fachleuten in Kontrollwerkstätten überprüfen lassen (Kontrolle), damit sie weiter damit arbeiten dürfen.