Biologische Sicherheitsforschung zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO)
Den Chancen neuer Technologien stehen mögliche Risiken gegenüber. Die biologische Sicherheitsforschung muss im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes und einer nachhaltigen Landwirtschaft noch stärker auf die möglicherweise von der Gentechnik ausgehenden Risiken ausgerichtet werden. Mit der Erfassung und Bewertung der möglichen Risiken, die nur auf der Grundlage einer international konkurrenzfähigen biologischen Sicherheitsforschung erfolgen kann, wird das JKI einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer für den Verbraucher und die Kulturlandschaft sicheren Agrar-Biotechnologie leisten.
Das JKI untersucht im Rahmen von Sicherheitsforschungen mit gentechnisch veränderten Organismen, freisetzungsbegleitenden Forschungsarbeiten und Anbau begleitendem Monitoring Sicherheitsaspekte und mögliche Auswirkungen auf die Kulturlandschaft. Im Rahmen von Labor-, Gewächshaus- und Freilandversuchen werden transgen- und kulturpflanzenspezifische wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet.
Die Forschung in diesem Bereich wird künftig noch enger mit den anderen Aktionsfeldern des JKI verknüpft, z. B. mit den Bemühungen zur Nutzung der Methoden der Gentechnik im Bereich der Züchtungsforschung. Die Untersuchungen zu den Chancen und Risiken und zur Abschätzung langfristiger Folgen des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen werden weitergeführt. Untersucht werden beispielsweise die Eignung und die Folgen des Anbaus von Herbizid resistentem Raps, Bt-Mais oder auch Kartoffeln mit veränderten Produkteigenschaften auf den Pflanzenbau und den Pflanzenschutz. Ein aktuelles Forschungsfeld sind die Arbeiten zur Koexistenz von konventionell gezüchteten und gentechnisch veränderten Sorten.
Die Untersuchungen sind Grundvoraussetzung dafür, dass die durch das Gentechnikgesetz zugewiesenen Mitwirkungsrechte und -pflichten bei der Freisetzung und dem Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten Organismen sachgerecht erfüllt werden können. Das JKI wirkt umfassend mit am Genehmigungsverfahren für die Freisetzung und das Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten Organismen.
