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Bodenkunde

Der Boden stellt die Basis für die Produktion von Pflanzen, insbesondere von Nahrungs- und Futterpflanzen dar. Böden brauchen eine sehr lange Zeit zur Entwicklung einer guten Fruchtbarkeit, und sind daher nicht beliebig vermehrbar.
 
Vor dem Hintergrund einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung, kommt es immer wieder zu Nutzungskonflikten. Einerseits müssen auf den existierenden landwirtschaftlichen Flächen immer höhere Erträge erwirtschaftet werden, anderseits führen Städtewachstum und der Ausbau von  Verkehrsinfrastruktur zu einem unwiederbringlichen Verlust von Böden, was den Produktionsdruck auf die bestehenden Flächen noch erhöht.

Im Arbeitsgebiet Bodenkunde werden die Grundlagen der Bodenfruchtbarkeit und Standortbewertung bearbeitet. Die Forschung konzentriert sich dabei auf Fragen der Analyse, Bewertung und Erhaltung pedologischer Prozesse und auf die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen. Dabei arbeitet die Bodenkunde eng mit den Teildisziplinen Pflanzenbau und Pflanzenernährung zusammen.

Im JKI bearbeitet das Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde den Themenkomplex Boden.

  • Entwicklung und Bewertung von Methoden, pflanzenbaulichen Indikatoren und Gütekriterien zur Bestimmung der Fruchtbarkeit und Funktionalität landwirtschaftlicher Böden
  • Transportdynamik, Raum/Zeit-Variabilität und Bilanzierung von Nähr- und Schadstoffen in Agrarökosystemen
  • Bewertung von produktionstechnischen Einflussfaktoren auf Humusgehalt und -qualität
  • Bewertung des Einflusses von Düngung und Humuswirtschaft auf die Biodiversität von Bodenlebewesen
  • Bewertung des Einflusses von GvO auf Fruchtbarkeit und Funktionalität von Böden