<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0"><channel><title>Press</title><link>http://www.jki.bund.de/</link><description>Press</description>
		<language>de</language><pubDate>Tue, 21 May 2013 11:45:07</pubDate><generator>BLE Content 1.0</generator><item><title>Mehr Schlagkraft für Forschung zur Kulturpflanze in der Region</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/mehr-schlagkraft-fuer-forschung-zur-kulturpflanze-in-der-region.html</link><description><p><strong>Quedlinburg</strong> (08.12.2010) Nicht allen ist bewusst, dass sich im Zentrum Sachsen-Anhalts – auch als „Wiege der deutschen Pflanzenzüchtung“ bezeichnet – die wissenschaftliche Expertise rund um unsere Kultur- und Nutzpflanzen ballt. Mehrere Bundes- sowie Landeseinrichtungen, aber auch Universitäten und Fachhochschulen und seit kurzem ein DLG-Forschungszentrum sind hier angesiedelt. Zwei der Akteure, das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben, kurz IPK genannt, und das in Quedlinburg angesiedelte Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) unterzeichnen heute (08.12.) einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel, die bestehende wissenschaftliche Zusammenarbeit fortzuführen und zu intensivieren. Beide Einrichtungen arbeiten auf dem Gebiet der Kulturpflanzenforschung und der Charakterisierung pflanzengenetischer Ressourcen. „Die Zusammenarbeit zwischen den <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Züchtungsforschern und den IPK-Kollegen, die in ihren Genbanken wertvolles Ausgangsmaterial für die Züchtungsforschung erhalten und charakterisieren, hat Tradition“, sagte der Präsident des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>, Dr. Georg F. Backhaus anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Die zwischen den beiden Einrichtungen geschlossene Vereinbarung stellt eine wichtige Voraussetzung für die dauerhafte Zusammenführung der über weite Strecken komplementären Expertisen beider Institute dar“, bestätigte der Geschäftsführende Direktor des IPK, Prof. Dr. Andreas Graner.</p>
<p>Beide Einrichtungen sind zudem Partner im Interdisziplinären Zentrum für Nutzpflanzenforschung (IZN), das an der Martin-Luther-Universität in Halle angesiedelt ist. Das IZN bündelt die in der Region entwickelten beachtlichen Ressourcen von Agrar- und pflanzlichen Biowissenschaften. Der bilaterale Vertrag zwischen IPK und <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> schafft nun die Grundlage dafür, dass die Kooperationspartner noch stärker als bislang die Entwicklung und Durchführung von Verbundprojekten vorantreiben. Damit verbunden sind der Austausch von Wissenschaftlern und Doktoranden sowie die gemeinsame Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse. Derzeit arbeiten IPK und <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> bereits in über 15 Forschungsprojekten zusammen. Gemeinsame Seminare und Tagungen – auch für die breite Öffentlichkeit – runden die Zusammenarbeit ab. Erst im Sommer dieses Jahres hatten <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> und IPK gemeinsam mit weiteren Partnern zu einer populärwissenschaftlichen Veranstaltung anlässlich des Jahres der Artenvielfalt nach Quedlinburg eingeladen.</p>
<p>Das Interdisziplinäre Zentrum für Nutzpflanzenforschung (<a href="http://www.uni-halle.de/izn" title="Neues Fenster zu http://www.uni-halle.de/izn" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.uni-halle.de/izn</a>) ist ein Forschungsverbund von agrar- und biowissenschaftlichen Arbeitsgruppen der Universität Halle und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt. Dazu gehören zwei Leibniz-Institute, IPK Gatersleben und IPB Halle sowie das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> in Quedlinburg. <br /><br /><strong>Ansprechpartner beim IPK:</strong><br />Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)<br />Öffentlichkeitsarbeit Roland Schnee<br />Tel: 039482/5427<br />E-Mail: <a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#115;&#99;&#104;&#110;&#101;&#101;&#64;&#105;&#112;&#107;&#45;&#103;&#97;&#116;&#101;&#114;&#115;&#108;&#101;&#98;&#101;&#110;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an schnee@ipk-gatersleben.de" class="mail" >schnee@<span style="display:none">we dont want spam</span>ipk-gatersleben.de</a><br /><br /></p></description><pubDate>Wed, 08 Dec 2010 10:04:13</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/mehr-schlagkraft-fuer-forschung-zur-kulturpflanze-in-der-region.html</guid></item><item><title>Blühende Lupinenlandschaften an der Mecklenburger Seenplatte</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/bluehende-lupinenlandschaften-an-der-mecklenburger-seenplatte.html</link><description><p><strong>Groß Lüsewitz</strong> (07.12.2010) Jetzt haben es die Partner von „PlantsProFood – Lebensmittelzutaten aus Blauer Süßlupine“ schriftlich, ihr regionaler Wachstumskern mit Projektkosten in Höhe von 6,1 Mio. Euro wird vom Bundesforschungsministerium (BMBF) für die nächsten drei Jahre mit 4.2 Mio Euro gefördert. Der Bewilligungsbescheid im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „Unternehmen Region“ liegt vor. Nach Abschluss des Wachstumskernvorhabens wird so mancher die blau blühende Süßlupine mit etwas anderen Augen sehen. Die vergessene und züchterisch stiefmütterlich behandelte Eiweißpflanze soll mit Hilfe des Wachstumskerns Karriere machen. „Die Voraussetzungen dafür sind in der Region ideal“, sagt Dr. Peter Wehling vom Julius Kühn-Institut am Standort Groß Lüsewitz. „Mit seinen leichten Ackerböden ist der Nordosten Lupinenland“, so der Züchtungsforscher. Besonders die 365.000 ha Grenzertragsböden in Mecklenburg-Vorpommern bieten sich für den Blaulupinenanbau an. Hier machen die genügsameren Eiweißpflanzen anspruchsvolleren Fruchtarten nicht den Platz streitig.<br /><br />Die Lupine ist hierzulande als Gründüngungs- und Futterpflanze bekannt. „PlantsProFood“ soll nun neue Verwendungspotenziale im Lebensmittelbereich erschließen. Ziel ist es, aus den Samen der Blauen Süßlupine Eiweiße und Ballaststoffe zu gewinnen, um daraus Lebensmittel herzustellen. Diese Lebensmittel sollen anstelle der bisher verwendeten tierischen Bestandteile wie Eiklar, Kasein, Milch, Fleisch oder auch dem häufig eigesetzten Sojaprotein heimische Lupinen-Eiweiße enthalten. Solche Produkte hätten klare Vorteile insbesondere mit Blick auf die Diskussion um gentechnisch verändertes Soja und der Zerstörung von Lebensräumen zugunsten neuer Soja-Felder in Südamerika. Natürlich sollen die Produkte geschmacklich an die bisherigen heranreichen. Dazu wurden Partner wie Backwaren-, Teigwaren-, Wurst- und Feinkosthersteller mit ins Boot geholt. Um jedoch neue Wege zu beschreiten, ist die Förderung im Rahmen des Wachstumskerns nötig.</p>
<p>„Unsere heimischen Körnerleguminosen verdienen Unterstützung“, so Wehling. Die Gründe liegen für den <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Wissenschaftler auf der Hand. Die stickstofffixierenden Körnerleguminosen helfen Dünger einzusparen und klimarelevante Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren. „Der nun geschaffene Wachstumskern hilft uns, der Blauen Lupine im Lebensmittelsektor einen völlig neuen Markt zu erschließen“, freut sich Wehling. Steigt der Bedarf an Lupineneiweiß, lohnt sich auch der Anbau dieser agrarökologisch und ernährungsphysiologisch wertvollen Pflanze wieder. Der Wachstumskern will durch züchterische und verfahrenstechnologische Innovationen in Mecklenburg-Vorpommern die Voraussetzungen dafür schaffen, dass im Jahr 2015 900 t, ab 2018 3.000 t und ab 2023 9.000 t Proteinisolat aus Blaulupinen produziert werden können. Die damit hergestellten Lebensmittel, die unter anderem auch für Personen mit Milcheiweißunverträglichkeiten geeignet sind, sollen unter der Dachmarke ProLupin vermarktet werden.<br /><br /><strong>Die Partner:</strong><br />In der Kompetenzregion Mecklenburgische Seenplatte sind 10 Unternehmen angesiedelt. Ihre Expertise reicht von der Lupinenzüchtung über den Anlagenbau bis zur Verarbeitung durch Backwaren-, Teigwaren-, Wurst- und Feinkostherstellern.<br /><br />Die 4 Forschungseinrichtungen sind:</p><ul><li>Julius Kühn-Institut in Groß Lüsewitz (Züchtungsforschung)</li><li>Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (Verfahrenstechnik)</li><li>Universität Rostock (Sensorik) </li><li>Universitätsfrauenklinik Rostock (gesundheitliche Aspekte).</li></ul><p><strong>Hintergrundinfo:<br /></strong>PlantsProFood ist eines von 33 Initiativen bundesweit, die es bis in das BMBF-Assessment Center geschafft haben <a href="http://(http//www.unternehmen-region.de/de/424.php" title="Neues Fenster zu (http://www.unternehmen-region.de/de/424.php" target="_blank" class="external-link-new-window" >(http://www.unternehmen-region.de/de/424.php</a>). Koordiniert wird PlantsProFood durch BioCon Valley®, Friedrich Barnewitz Str. 8, 18119 Rostock, Kontakt: Katrin Petersen, kp@bcv.org, Tel. +49 381/5196 4957.Internetseite: <a href="http://www.bcv.org" target="_blank" >www.bcv.org</a> </p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br /><a href="http://www.hightech-strategie.de/de/1613.php" title="Neues Fenster zu http://www.hightech-strategie.de/de/1613.php" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.hightech-strategie.de/de/1613.php</a><br /><a href="http://www.unternehmen-region.de/de/4569.php" title="Neues Fenster zu http://www.unternehmen-region.de/de/4569.php" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.unternehmen-region.de/de/4569.php</a></p>
<p><a href="../fileadmin/dam_uploads/_veroeff/faltblaetter/Lupinen.pdf" title="TEXT, Lupinen bringen Vielfalt auf Acker und  Teller, Lupinen.pdf, 274 KB" target="_blank" class="internal-link" >Flyer: Lupinen bringen Vielfalt auf Acker und Teller</a></p>
<h4>&nbsp;</h4>
<h4>KORREKTUR 17.3.2011:</h4>
<p>Koordiniert wird PlantsProFood durch die ProLupin GmbH, Neubrandenburg; </p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <br />Katrin Petersen<br />Tel. +49 38450 /22 869<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#107;&#112;&#64;&#112;&#114;&#111;&#108;&#117;&#112;&#105;&#110;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an kp@prolupin.de" class="mail" >kp@<span style="display:none">we dont want spam</span>prolupin.de</a><br />Internetseite: www.plantsprofood.eu [im Aufbau]<br /><br /><strong>Kontakt <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>:<br /></strong>Dr. Peter Wehling<br />Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen<br />Rudolf-Schick-Platz 3a, OT Groß Lüsewitz<br />18190 Sanitz<br />Tel. +49 38209/45200<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#122;&#108;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an zl@jki.bund.de" class="mail" >zl@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a></p></description><pubDate>Tue, 07 Dec 2010 00:00:00</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/bluehende-lupinenlandschaften-an-der-mecklenburger-seenplatte.html</guid></item><item><title>Asiatischer Marienkäfer ist Einwanderer mit außergewöhnlichem Krankheits- Schutzschild</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/asiatischer-marienkaefer-ist-einwanderer-mit-aussergewoehnlichem-krankheits-schutzschild.html</link><description><p><strong>Dossenheim</strong> (25.11.2010). Der Asiatische Marienkäfer trotzt Krankheitserregern wesentlich besser als der einheimische Siebenpunkt-Marienkäfer. Das Blut (Hämolymphe) des Einwanderers aus Asien entfaltet eine bis zu 1000-fach stärkere Wirkung gegen Bakterien und Pilze als das unseres Glücksbringers. Das haben vergleichende Untersuchungen mit beiden Arten am Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) in Dossenheim ergeben. Die Ergebnisse sind jetzt im Journal of Chemical Ecology erschienen (DOI 10.1007/s10886-010-9867-2). Sie untermauern einen aktuellen Trend, den Wissenschaftler mit Sorge beobachten: Der invasive Asiatische Marienkäfer breitet sich immer weiter aus, denn er vermehrt sich schneller als unsere einheimischen Arten und hat durch die gute Abwehr von Krankheitserregern auch bessere Überlebenschancen.</p>
<p>„Das Überleben der Käferlarven, also ihre Fähigkeit Kinderkrankheiten zu überstehen, ist ein Schlüsselfaktor dafür, dass sich nicht heimische Käferarten in unseren Breiten etablieren können“, sagt Dr. Jürgen Gross. Der Wissenschaftler vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> untersucht, welche schützenden Substanzen die Käfer in die Wiege gelegt bekommen und wie ihr Immunsystem auf verschiedene Krankheitserreger reagiert. Das Forscherteam brachte dazu Käfer und deren Larven mit Bakterien und Pilzen in Kontakt und entnahm ihnen dann geringe Mengen ihres Blut. Dieses wurde auf seine antimikrobielle Wirkung auf die Mikroorganismen untersucht.<br /><br />Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Blut der asiatischen Marienkäfer und ihrer Larven das Bakterien- und Pilzwachstum hemmte. „Zu Beginn wollte ich meinen Augen nicht trauen“, berichtet Gross. „Die antibakterielle Wirkung des Käferblutes war ähnlich stark wie das eines bekannten Antibiotikums, das wir als Kontrolle benutzten“, so Gross. Die antimikrobielle Wirkung des Blutes des Asiaten war immer gleich stark, unabhängig davon, ob die Käfer vorher infiziert worden waren oder nicht. Im Vergleich dazu wirkte das Blut einheimischer Siebenpunkte (<em>Coccinella septempunctata</em>) nur gegen einige der Erreger.<br /><br />Außerdem war beim Siebenpunkt nur dann eine antimikrobielle Wirkung zu beobachten, wenn die Tiere zuvor mit einem abgetöteten Krankheitserreger in Berührung gekommen waren, das Immunsystem also wie bei einer Impfung einen Impuls erhalten hatte. Neben der antimikrobiellen Aktivität der Körpersäfte der Käfer untersuchten die Forscher vom Julius Kühn-Institut auch die Wirkung der Duftwolke, die die Tiere umgibt. Drei der flüchtigen Substanzen aus der Duftwolke von erwachsenen Asiatischen Marienkäfern hemmten in den Tests ebenfalls das Wachstum von Bakterien und Pilzen. „Diese natürlichen Substanzen sind auch vor dem Hintergrund von zunehmenden Antibiotikaresistenzen von Bedeutung“, so der Wissenschaftler vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. Für ihn als chemischen Ökologen bleibt jedoch erklärtes Ziel zu verstehen, wie sich bestimmte Insektenarten durch Substanzen, die sie produzieren, einen evolutionären Vorteil verschaffen. Im Fall des Marienkäfer-Einwanderers aus Asien ist nun ein weiteres Puzzleteil hinzugekommen, das hilft zu verstehen, warum er sich in Deutschland so gut etablieren konnte.<br /><br /><strong>Originalarbeit:<br /></strong>J. Gross, A. Eben, I. Müller, A. Wensing: “A well protected intruder: The effective antimicrobial defense of the invasive Ladybird Harmonia axyridis”, Journal of Chemical Ecology (2010), Vol. 36/Nr.11. S. 1180-1188 (DOI 10.1007/s10886-010-9867-2).</p>
<h3>Hintergrundinformation zum Asiatischen Marienkäfer:</h3>
<p>Ursprünglich war der Asiatische Marienkäfer Harmonia axyridis nur in Ostasien verbreitet. Zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen wurde er in Europa erstmals 1982 in Süd-Frankreich eingesetzt. Seit 2002 kommt es in Deutschland verbreitet zu Massenvermehrungen, wo die Käfer in und an Häusern vor allem im Herbst Schlagzeilen machen. Inzwischen ist der Asiatische Marienkäfer in ganz Deutschland und nahezu ganz Europa vertreten und gewinnt in pflanzenbaulichen Kulturen immer mehr an Bedeutung. Manche Kulturen profitieren von dem nützlichen Schädlingsvertilger. Für andere stellt die Art eine potenzielle Bedrohung dar. So kann es im Weinbau zu wirtschaftlichen Schäden kommen, wenn eine größere Zahl an Tieren bei der Ernte mit ins Lesegut geraten. Darüber informiert ein <strong>Faltblatt des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr></strong> (PDF), welches auch&nbsp;über die Pressestelle (pressestelle@jki.bund.de) bestellt werden kann.</p>
</description><pubDate>Thu, 25 Nov 2010 12:45:53</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/asiatischer-marienkaefer-ist-einwanderer-mit-aussergewoehnlichem-krankheits-schutzschild.html</guid></item><item><title>Insekt des Jahres 2011</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/insekt-des-jahres-2011.html</link><description><p>Berlin (<strong>8. November 2010</strong>) Die Große Kerbameise ist das Insekt des Jahres 2011. Das 7 bis 8 mm große Tier tritt nie einzeln auf und ist alleine auch gar nicht überlebensfähig, denn wie alle Ameisen bildet die Große Kerbameise Staaten, die bei ihr riesig sind mit mehreren hunderttausend Individuen. Mit der Wahl dieser Ameise will das Kuratorium Insekt des Jahres auf eine besonders geschützte Art aufmerksam machen, die gefährdet ist und deren Ameisenhaufen nicht gestört werden dürfen. <br /><br />Die Große Kerbameisen (lateinisch wissenschaftlich <em>Formica exsecta</em>) und alle anderen Waldameisen stechen nicht; sie haben keinen Stachel. Feinde werden mit den kräftigen, gezähnten Mundwerkzeugen gebissen. Dann wird aus einer Giftblase am Hinterleib Ameisensäure in die Wunde zu spritzen. Das wirkt wie ein Stich.<br /><br />Kopf und Hinterleib der Großen Kerbameise sind braun schwarz gefärbt. Die für Ameisen so typische Taille ist auffallend rot und durch das stielartige erste Segment des Hinterleibs besonders lang. Hier befindet sich eine aufrechte Schuppe, die eingekerbt ist, daher der Name der Ameise. Aber auch der Kopf hat hinten eine Delle, an dem die Kerbameise gut zu erkennen ist. Man sieht in der Regel die flügellosen Arbeiterinnen. Die männlichen Tiere leben sehr kurz und haben ausschließlich die Aufgabe, die Königinnen auf einem Hochzeitsflug zu befruchten, was nur einmal in deren Leben passiert. Fliegen die Königinnen nicht zum Nest zurück, sondern gründen einen neuen Staat, so ziehen sie in Nester weniger aggressiver Ameisenarten ein und versklaven sie. Die fremden Arbeiterinnen ziehen die erste Brut auf. <br /><br />Königinnen können zwanzig Jahre alt werden. Deren spezieller Duft markiert alle Mitglieder eines Ameisenstaates und hält ihn zusammen. Mit Geruchstoffen werden auch die Ameisenwege markiert, sodass der Weg zum Bau oder zur Nahrungsquelle leichter zu finden ist. Ameisen betasten sich, wenn sie aufeinanderstoßen und riechen dann, ob sie zum gleichen Staat gehören. Mit Tausenden Sinneszellen auf den Fühlern riechen, schmecken und fühlen die Ameisen und messen die Temperatur sowie den Kohlendioxidgehalt der Luft. <br /><br />Den Winter verbringt die Große Kerbameise in ihrem Bau, der tief in die Erde reicht und oberirdisch meistens aus einem Haufen von Grashalmen besteht. Bei anderen Ameisen besteht er aus Baumnadeln. Er kann eine Höhe von 1,5 m erreichen. Die Brut wird nur in den Sommermonaten aufgezogen. Dabei werden die Puppen und die madenförmigen Larven, die keine Beine und Augen haben, in Kammern mit der richtigen Temperatur gebracht, je nach Wetter und Sonneneinstrahlung. Die großen, gelblich weißen Puppen werden fälschlicherweise häufig als Ameiseneier bezeichnet. Die Eier selbst sind sehr klein, aber mit bloßem Auge noch zu sehen. Sie werden aber meistens in Paketen zusammengeklebt.<br /><br />Die Nahrung aller Waldameisen ist zum großen Teil der Honigtau von Blattläusen; Honigtau ist deren zuckerhaltiger Kot. Außerdem fressen sie Aas, sowie Insekten, entweder tote oder Raupen, die leicht zu überwältigen sind. <br /><br />Waldameisen kennt jeder, leider häufig nur dem Namen nach. Auf ihre faszinierende Lebensweise soll mit der Wahl zum Insekt des Jahres 2011 hingewiesen werden. Das Kuratorium Insekt des Jahres hat ganz logisch gewählt: 2010 war der Ameisenlöwe das Insekt des Jahres, 2011 ist es seine Beute, eine Ameise. Die Große Kerbameise ist stellvertretend für alle Waldameisen ausgewählt worden. (WW)</p>
<p><strong><a href="fileadmin/dam_uploads/_presse/insekt_jahres/2011/Flyer IDJ 2011.pdf" title="Flyer IDJ 2011.pdf (1.9 MB)" >Flyer zum Insekt des Jahres 2011</a></strong></p>
<p><a href="en/startseite/presse/insekt-des-jahres.html" target="_blank" class="internal-link" >Insekt des Jahres</a></p></description><pubDate>Mon, 08 Nov 2010 00:00:00</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/insekt-des-jahres-2011.html</guid></item><item><title>Thaer-Medaille für Präsidenten des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>)</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/thaer-medaille-fuer-praesidenten-des-julius-kuehn-instituts-jki.html</link><description><p>Berlin/Quedlinburg (<strong>18.10.2010</strong>) Auf der Eröffnungsveranstaltung zum Wintersemester der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität wurde dem Präsidenten des Julius Kühn-Instituts Dr. Georg Backhaus am 18.10.2010 die Thaer-Medaille verliehen. „Die Fakultät ehrt damit sein Engagement für die intensive Kooperation in Forschung und Lehre und bedankt sich für die großzügige Unterstützung bei der Beherbergung des Fachgebiets Phytomedizin während der Großbaumaßnahmen in den Gebäuden der Humboldt-Universität“, sagte der Dekan Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Ellmer. Zwischen der Fakultät und dem Julius Kühn-Institut beziehungsweise seiner Vorgängereinrichtung, der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, bestehen langjährige enge wissenschaftliche Beziehungen, die sich sowohl in gemeinsamen Forschungsprojekten als auch im Austausch von Wissenschaftlern sowie in der Ausrichtung von Lehrveranstaltungen niederschlagen. Seit April 2010 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Humboldt-Universität und dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, das den Namen des Agrarwissenschaftlers Julius Kühn trägt. Erst im September hatten die beiden Einrichtungen gemeinsam die 57. Deutsche Pflanzenschutztagung mit rund 1300 Teilnehmern in den Räumen der Humboldt-Universität ausgerichtet.<br /><br />Dr. Backhaus hielt auch die Thaer-Vorlesung, mit der die Fakultät traditionell das neue Semester einläutet und die Studienanfänger begrüßt. Der Titel des Vortrags lautete „Phytomedizin im Wandel der Zeit“. Backhaus gab darin einen Exkurs über die Bemühungen der Menschen, ihre wertvollen Kulturpflanzen und Nahrungsmittel vor Ertragseinbußen und Krankheitserregern zu schützen und damit ihre Ernährung zu sichern. Ausgehend von der Historie schlug er den Bogen zu aktuellen Arbeiten am Julius Kühn-Institut.<br /><br /><strong>Hintergrundinformation zu Albrecht Thaer (1752-1828) und der Thaer-Medaille:</strong><br />Die modernen Agrarwissenschaften in Deutschland sind auf das engste mit dem Wirken Albrecht Daniel THAERs verbunden, der Mitbegründer der Berliner Universität war. Der 1752 in Celle Geborene hatte 1804 in Möglin ein Versuchsgut errichtet und dort auch seine bedeutendsten landwirtschaftlichen Schriften verfasst. Mit der Medaille werden seit 1998 Persönlichkeiten geehrt, die sich besondere Verdienste um die Entwicklung der Agrar- und Gartenbauwissenschaften sowie der Berliner Fakultät erworben haben.<br /><br /></p></description><pubDate>Mon, 18 Oct 2010 09:30:00</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/thaer-medaille-fuer-praesidenten-des-julius-kuehn-instituts-jki.html</guid></item><item><title>Deutsch-niederländisches Netzwerk zur Bekämpfung von Nematoden in Gemüsekulturen startet</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/deutsch-niederlaendisches-netzwerk-zur-bekaempfung-von-nematoden-in-gemuesekulturen-startet.html</link><description><p>Münster/NL-Vredepeel (<strong>12.10.2010</strong>) Im deutsch-niederländischen Grenzraum ist der Anbau und die industrielle Verarbeitung von Möhren, Spinat, Sellerie, Zwiebeln, Bohnen und Erbsen ein lukrativer Wachstumsmarkt. Verschiedene, im Boden lebende Nematoden (Fadenwürmer) verursachen jedoch große wirtschaftliche Schäden. Um diese Produktionsstandorte langfristig zu sichern, unterzeichnen die Projektpartner heute, am 12.10.2010, am PPO in Vredepeel ein Kooperationsvertrag. Damit geben sie den Startschuss für das Projekt ProGemüse, das im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt und durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Nordrhein-Westfalen und die Provinz Limburg kofinanziert wird. ProGemüse wird begleitet durch das Programmmanagement bei der euregio rhein-maas-nord. Die Koordination des dreijährigen Projektes erfolgt am Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) als Lead Partner. Fünf weitere Partner aus Wissenschaft, Beratung und Industrie bringen ihre Kompetenzen ein. Ziel ist, die Nematoden zu verringern, um auch künftig in der Region hochwertiges und frisches Gemüse mit kurzen Transportwegen zu den verarbeitenden Unternehmen produzieren zu können.<br /><br />Durch den Entzug von Nährstoffen und Wasser schwächen Nematoden das Wachstum von Pflanzen und schädigen deren Wurzeln. Geringe Erträge und deformierte Ernteorgane (z. B. beinige Möhren) sind die Folge. Sind Gemüseflächen mit Nematoden verseucht, werden sie für den Anbau ungeeignet. Landwirte, die Gemüse produzieren, müssen auf andere Flächen ausweichen, häufig in größerer Entfernung zum verarbeitenden Unternehmen. Bei steigendem Nematodenbefall werden zudem vermehrt Dünger und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. All dies führt zu Kostensteigerungen, ist wenig umweltfreundlich und kann dazu führen, dass sich ein Anbau nicht mehr lohnt. Die Folge wäre, dass der Standort in der Grenzregion D/NL für Landwirtschaft und verarbeitende Industrie die jetzigen guten Entwicklungs- und Wachstumschancen verliert. <br /><br />Insgesamt findet in der Region ein intensiver grenzüberschreitender Austausch von Pachtflächen sowie Gemüse in beide Richtungen statt. Derzeit werden in beiden Ländern jedoch unterschiedliche Strategien verfolgt, wie pflanzenparasitäre Nematoden erfasst und bekämpft werden. Da Nematoden durch Acker- oder Landesgrenzen nicht gestoppt werden, ist das jetzt begründete deutsch-niederländische Netzwerk „Nematodenprobleme in Gemüsekulturen“ ein wichtiger nachhaltiger Schritt, Erfahrungen auszutauschen und durch gemeinsame Anstrengungen den Gemüseanbau in der Region in seiner Produktivität zu sichern und auszubauen. So entsprechen derzeit bei Möhren rund 30 % der Pflanzen nicht den erforderlichen einwandfreien Qualitätsstandards. Ein Projektziel ist, diesen Anteil auf 10 % zu reduzieren. <br /><br />Mehrere Wege sollen dabei zum Ziel führen. Zum einen werden alternative Anbauverfahren wie resistente Zwischenfrüchte und Fangpflanzen untersucht. Erfolg versprechend ist der Ansatz Saat- und Erntetermine bzw. Saat- bzw. Pflanzdichte zu optimieren, um den Befall mit Nematoden niedrig zu halten. Bei einigen Partnern laufende Forschungen z. B. zur Biofumigation werden ebenfalls erprobt. Dabei werden Kreuzblüter angebaut und zum Zeitpunkt der Blüte in den Boden eingearbeitet. Die dann freigesetzten nematizid wirkenden Substanzen sollen die Nematoden von ihren Wirtspflanzen fernhalten. Ungeachtet dessen, welche Maßnahmen schließlich zum Einsatz kommen, ist es wichtig, dass Gemüseproduzenten und Berater umfassend informiert und ausgebildet werden, damit dieser „hidden enemy“ nicht die Oberhand gewinnt.<br /><br /><strong>Ihr wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p><strong></strong>Dr. Johannes Hallmann<br />Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>)<br />Toppheideweg 88<br />48161 Münster, Germany<br />Tel.: +49 251 87106-25<br />E-Mail: johannes.hallman[at]jki.bund.de <br /><br /><br /><strong>Projekt und Projektpartner:</strong></p>
<p>Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), Institut EP, Münster, D (Lead partner)<br />Proktijkonderzoek Plant &amp; Om,gevin B.V., locatie Vredepeel (PPO), Vredepeel, NL<br />Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn, D<br />Laarakker Groenteverwerkung B.V., ES Well, NL<br />De Schakel Contraactteelt BV (Brabant), Helmond, NL<br />Hans Brocker KG, Willich, D<br /><a href="http://www.euregio-rmn.de/euregio-foerderungen/interreg-iv-a/projekte/massnahmenbereich-2.html#c1003" title="Neues Fenster zu euregio" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.euregio-rmn.de/euregio-foerderungen/interreg-iv-a/projekte/massnahmenbereich-2.html#c1003</a><br /><br />euregio rhein-maas-nord - rijn-maas-noord:<br /><a href="http://www.euregio-rmn.de/" title="Neues Fenster zu euregio" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.euregio-rmn.de/</a><br /><a href="http://www.deutschland-nederland.eu/" title="Neues Fenster zu www.deutschland-nederland.eu" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.deutschland-nederland.eu</a><br /><br /></p></description><pubDate>Tue, 12 Oct 2010 09:01:49</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/deutsch-niederlaendisches-netzwerk-zur-bekaempfung-von-nematoden-in-gemuesekulturen-startet.html</guid></item><item><title>Brasilien und Braunschweig enger verbinden | Brasilianische Agrarforscher loten Kooperationsmöglichkeiten aus</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/brasilien-und-braunschweig-enger-verbinden-brasilianische-agrarforscher-loten-kooperationsmoeglich.html</link><description><p>Eine fünfköpfige Delegation der brasilianischen Agrarforschungs-Organisation Embrapa hat für zwei Tage das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in der Bundesallee und das Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) am Messeweg besucht, um sich über den Agrarforschungsstandort Braunschweig zu informieren. Hintergrund des Besuches sind Pläne der Embrapa, ihr Forschungskontakt-Netzwerk LABEX („Laboratórios Virtuais da Embrapa no Exterior“) auf Deutschland auszudehnen. LABEX-Wissenschaftler forschen in ausgewählten Ländern an einem Partnerinstitut vor Ort, knüpfen gleichzeitig aber auch Verbindungen zwischen Forschungseinrichtungen Brasiliens und ihres Gastlandes. Ab 2011 soll ein brasilianischer Forscher in Deutschland diese Aufgaben wahrnehmen und helfen, deutsch-brasilianische Kooperationen in der Agrar- und Ernährungsforschung zu vertiefen.<br /><br />Die beiden Besuchstage gaben den Gästen einen Einblick in die thematische Breite, die das vTI und das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> wissenschaftlich abdecken. Abgerundet wurde das Informationsangebot durch Präsentationen des ebenfalls in Braunschweig ansässigen Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sowie des Karlsruher Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel. Großes Interesse der brasilianischen Gäste fand auch die neu ins Leben gerufene Deutschen Agrarforschungsallianz (dafa), deren Geschäftsstelle am vTI angesiedelt ist. <br /><br />Die brasilianische Delegation zeigte sich vom Niveau und der Vielfalt der Forschungsarbeiten und Kontaktmöglichkeiten beeindruckt. Sie betonte, dass über das LABEX-Programm hinaus auch weitere Kooperationen zwischen Embrapa und den deutschen Bundesforschungsinstituten möglich seien. Während des Besuchs wurde auch die Idee entwickelt, ein LABEX der deutschen Agrarforschung an einem brasilianischen Forschungsstandort einzurichten. <br /><br />Eine engere Verbindung zwischen der Embrapa und dem Agrarforschungsstandort Braunschweig böte auch für die deutsche Seite große Chancen, betonte vTI-Präsident Prof. Folkhard Isermeyer: „Brasilien ist inzwischen nicht nur in der Agrarwirtschaft, sondern auch in der Agrarforschung ein global player. Die Embrapa verfügt über eine Ressourcenausstattung von rund 1 Milliarde US-$ pro Jahr. Sie ist auch für deutsche Forschungseinrichtungen ein sehr attraktiver Partner.“</p>
<p>&nbsp;<strong>Es existieren zwei Bildmotive, die unter <a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#112;&#114;&#101;&#115;&#115;&#101;&#115;&#116;&#101;&#108;&#108;&#101;&#64;&#118;&#116;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an pressestelle@vti.bund.de" class="mail" >pressestelle@<span style="display:none">we dont want spam</span>vti.bund.de</a> angefordert werden können.</strong></p>
<p><strong>Pressesprecher Dr. Michael Welling</strong><br />Tel: 0531-596 1016<br />pressestelle@vti.bund.de<br /><em>Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI)&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />Bundesallee 50, 38116 Braunschweig</em><strong><br /></strong><em></em></p></description><pubDate>Mon, 11 Oct 2010 17:12:07</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/brasilien-und-braunschweig-enger-verbinden-brasilianische-agrarforscher-loten-kooperationsmoeglich.html</guid></item><item><title>6. Pillnitzer Apfeltag am 9. Oktober 2010, 10 - 17 Uhr</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/6-pillnitzer-apfeltag-am-9-oktober-2010-10-17-uhr.html</link><description><p>Dresden (<strong>05.10.2010</strong>) Sie heißen ‚Rebella‘ und ‚Regia‘ oder hören auf die Namen ‚Hortensia‘ und ‚Isolda‘. Sie alle sind echte Sächsinnen: prall und saftig. Die Rede ist von Apfel- und Birnensorten, die in Dresden am Julius Kühn-Institut bzw. seiner Vorgängerinstitution gezüchtet wurden. Am Samstag den 9. Oktober haben Besucher von 10 bis 17 Uhr die Gelegenheit, sich von den geschmacklichen Qualitäten dieser und anderer Äpfel und Birnen ein Bild zu machen. Das Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) und das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie laden ein zum 6. Pillnitzer Apfeltag auf dem Gelände Lohmener Str. 10 in Dresden Pillnitz.<br /><br />Die Mitarbeiter bieten neben der Verkostung Führungen im Versuchsfeld an, informieren über Methoden der Fruchtanalyse und Reifebestimmung und geben Tipps zum Pflanzenschutz im Garten. Erstmals in diesem Jahr haben Besucher die Möglichkeit, vor Ort aus ihren mitgebrachten Äpfeln Saft pressen zu lassen. Damit die „Mobile Kelterei“ arbeitsfähig ist, sollten mindestens 100 kg Früchte mitgebracht werden. Der gewonnene Saft kann dann in 5 Liter-Kartons zu 5,50 Euro oder 10-Liter Kartons zu 9,50 Euro mit nach Hause genommen werden.<br /><br />Der Apfeltag ist eine günstige und kurzweilige Gelegenheit, um mit den Wissenschaftlern des Bundesforschungsinstituts, des Landesamtes und ihren Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Forschungen zum heimischen Obst zu informieren. Erfahren Sie mehr über das Wildapfelprojekt im Erzgebirge, die Genbank Obst und warum der Blick auf die Gene von wilden Vorfahren und alten Sorten so wichtig ist, um neue krankheitsresistente Sorten zu züchten. Das haben nämlich die anfänglich genannten Sächsischen Schönheiten mit der Vorsilbe ‚Re‘ im Namen gemein: Sie wurden gezüchtet, mit dem Ziel, dass sie weniger anfällig für Krankheiten sind und daher weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen.<br /><br />Für Getränke und heiße Würstchen sorgt die Freiwillige Feuerwehr Pillnitz<br /><br />Eckdaten in Kürze:<br /></p><ul><li><strong>Was</strong>: 6. Pillnitzer Apfeltag, Wann: Samstag, 9. Oktober 2010, 10 – 17 Uhr</li><li><strong>Wo:</strong> Gewächshaus des Julius Kühn-Instituts, Lohmener Str. 10, Dresden-Pillnitz</li><li><strong>Wie:</strong> Bus 63, Haltestelle Lohmener Straße</li></ul><p><br /><strong>Kontakt vor Ort:<br /></strong>Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Pillnitzer Platz 3a, 01326 Dresden<br />Tel.: 0351 / 26162-14<br />E-Mail: <a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#122;&#103;&#111;&#100;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an zgod@jki.bund.de" class="mail" ><strong>zgod@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</strong></a></p></description><pubDate>Tue, 05 Oct 2010 13:53:15</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/6-pillnitzer-apfeltag-am-9-oktober-2010-10-17-uhr.html</guid></item><item><title>Verlust der Artenvielfalt gefährdet langfristig die Ernährungssicherheit</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/verlust-der-artenvielfalt-gefaehrdet-langfristig-die-ernaehrungssicherheit.html</link><description><p>Quedlinburg/Funchal (<strong>30.9.2010</strong>) Die genetische Vielfalt unserer Kulturpflanzen und mit ihnen verwandter Wildarten ist für die Ernährungssicherung von essenzieller Bedeutung. Kürzlich ging an der Universität Madeira ein Symposium zu Ende, bei dem europäische Agrarwissenschaftler und Artenschützer neue Schutzkonzepte und Forschungsergebnisse diskutierten. Im Zentrum des Interesses stand das Projekt AEGRO. In ihm entwickeln Wissenschaftler aus acht EU-Ländern unter Koordination des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) Strategien, Methoden und Werkzeuge, um gefährdete Wildpflanzenarten sowie Landsorten zu erhalten, die mit unseren Kulturpflanzen wie Hafer, Raps, Rüben oder Kirschen verwandt sind. „Als besonderen Erfolg werten wir als Projektteam die Teilnahme von renommierten Wissenschaftlern aus den USA und China, Vertretern internationaler Agrarforschungszentren sowie eines Repräsentanten der Europäischen Kommission“, sagte Koordinator Dr. Lothar Frese vom Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>). <br /><br />Bereits im Jahr 2001 beschloss die EU beim Gipfeltreffen in Göteborg, dem Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 Einhalt zu gebieten. Trotz einiger Fortschritte verfehlt die Gemeinschaft der EU-Mitgliedsländer diese Zielsetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit. Daher arbeitet die Generaldirektion (GD) Umwelt der Europäischen Kommission derzeit an einer post-2010 EU-Biodiversitätsstrategie, so Olivier Diana von der GD Landwirtschaft der EU. Inzwischen steht unumstößlich fest, dass der Verlust der Artenvielfalt langfristig die Ernährungssicherheit gefährdet, da davon auch Wildpflanzenarten betroffen sind, die als Ausgangsmaterial für die züchterische Anpassung unserer Kulturarten an den globalen Wandel mehr als je zuvor benötigt werden. „Im AEGRO-Projekt geht es um diese gefährdeten und zugleich unverzichtbaren Ressourcen“, so Lothar Frese. Er betont, dass die im Projekt entwickelten Strategien, die darauf abzielen, die Formenvielfalt in naturbelassenen Lebensräumen (in situ) und in landwirtschaftlichen Nutzungssystemen (on farm) nachhaltig zu sichern und zu nutzen, erfolgversprechend sind.<br /><br />Für die wichtigsten Pflanzenarten sind Schutzoasen in Europa geplant. Zur Erhaltung der innerartlichen Vielfalt könnten genetische Schutzgebiete im Natura 2000 Netzwerk der EU-27 ausgewiesen und bewirtschaftet werden. Das erste dieser genetischen Schutzgebiete entsteht wahrscheinlich&nbsp; auf einer Schäre in unmittelbarer Nähe der Insel Madeira. Nur hier kommt die Wildart Beta patula natürlicherweise vor. Diese extrem seltene und gefährdete Wildart ist für die Zuckerrübenzüchtung als virusresistentes Ausgangsmaterial von Bedeutung. <br />Referenten aus Norwegen und der Schweiz zeigten, wie die Landwirtschaft im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen genetische Ressourcen erhalten kann. Bauern, die man zu Recht als „Ressourcenwirte“ bezeichnen kann, bewirtschaften hier artenreiche Wiesen und Weiden.<br /><br />Andere Referenten stellten Arbeiten mit dem Ziel vor, Anbauorte traditionell genutzter Landsorten zu ermitteln und in einem Informationssystem zu erfassen. Andere Referenten beschrieben, wie neue Landsorten für Landwirte in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Methoden der modernen Pflanzenzüchtung zu entwickeln sind. Wie die moderne Pflanzengenetik und Genomforschung dazu beitragen kann, rationale Entscheidungen im Bereich des Managements pflanzengenetischer Ressourcen zu treffen, war ein weiterer Themenkomplex.<br /><br />Alle Referenten betonten die Bedeutung leistungsfähiger Informationssystemen für pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Diese weisen derzeit in Europa im Vergleich zu den USA starke Defizite auf. „Die Unzulänglichkeit der europäischen Informationssysteme blockiert nicht nur die Umsetzung unserer Fachkonzepte für den Schutz genetischer Ressourcen erheblich, sondern ebenso deren pflanzenzüchterische Nutzung“, merkt Lothar Frese vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> kritisch an. Während wissenschaftlich gut ausgefeilte Konzepte zur Entwicklung dieser Informationssysteme bereits existierten, fehle es bisher an politischem Umsetzungswillen, Koordination und finanzieller Untersetzung zur Realisierung dieser Konzepte in Europa, so ein Resümée des Symposiums.<br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:<br /></strong>Dr. Lothar Frese<br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>)<br />Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen<br />Erwin-Baur-Straße 27, 06484 Quedlinburg<br />Tel.: 03946 / 47 701<br />lothar.frese(at)jki.bund.de<br /><br /></p>
<h3>Weitere Informationen:</h3>

<ul><li>EU-Projekt AEGRO: <a href="http://aegro.bafz.de/" title="Neues Fenster zu http://aegro.bafz.de/" target="_blank" class="external-link" >http://aegro.bafz.de/</a></li><li>Symposium in Funchal/Madeira vom 13. – 16.9.2010:<br />“Towards the establishment of genetic reserves for crop wild relatives and landraces in Europe”: <a href="http://www3.uma.pt/cem/aegro.ecpgr.symp/index.html" title="Neues Fenster zu http://www3.uma.pt/cem/aegro.ecpgr.symp/index.html" target="_blank" class="external-link" >http://www3.uma.pt/cem/aegro.ecpgr.symp/index.html</a></li><li>Förderprogramm und geförderte Projekte der Europäischen Kommission (DG AGRI) im Rahmen der Richtlinie 870/2004: <a href="http://ec.europa.eu/agriculture/genetic-resources/" title="Neues Fenster zu http://ec.europa.eu/agriculture/genetic-resources/" target="_blank" class="external-link" >http://ec.europa.eu/agriculture/genetic-resources/</a></li><li>Natura 2000: ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zum Erhalt der in der EU gefährdeten Lebensräume und Arten. Siehe <abbr title="zum Beispiel">z.B.</abbr>: <a href="http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/20286.php" title="Neues Fenster zu http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/20286.php" target="_blank" class="external-link" >http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/20286.php</a></li></ul><p><strong>EU Umweltpolitik:</strong></p>
<ul><li>Öffentlicher Beratungsprozess zur post-2010 EU Biodiversitätsstrategie:<br /><a href="http://ec.europa.eu/environment/consultations/biodecline.htm" title="Neues Fenster zu http://ec.europa.eu/environment/consultations/biodecline.htm" target="_blank" class="external-link" >http://ec.europa.eu/environment/consultations/biodecline.htm</a></li><li>Europäisches Kooperationsprogram für pflanzengenetische Ressourcen (ECPGR): <a href="http://www.ecpgr.cgiar.org/" title="Neues Fenster zu http://www.ecpgr.cgiar.org/" target="_blank" class="external-link" >http://www.ecpgr.cgiar.org/</a></li></ul><p>Pressemitteilung des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> vom 30.08.2010:<br /><a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/presse/pi-10-detail/Pressemitteilung/lebensgrundlagen-der-zukunft-eu-projekt-schuetzt-selten-gewordene-wildpflanzen-fuer-die-ernaehrung.html" title="Interner Link zur PI vom 30.08.10" target="_blank" class="internal-link" >Lebensgrundlagen der Zukunft: EU-Projekt schützt selten gewordene Wildpflanzen für die Ernährung von morgen</a></p></description><pubDate>Thu, 30 Sep 2010 00:00:00</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/verlust-der-artenvielfalt-gefaehrdet-langfristig-die-ernaehrungssicherheit.html</guid></item><item><title>Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) erster deutscher Präsident des Internationalen Zentrums für Düngemittel (CIEC)</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/wissenschaftler-des-julius-kuehn-instituts-jki-erster-deutscher-praesident-des-internationalen-zen.html</link><description><p>Braunschweig (<strong>27.9.2010</strong>) Auf der Abschlussfeier des 15. Weltdüngerkongresses des CIEC in Bukarest übergab Prof. Dr. Cristian Hera das Amt des Präsidenten weiter an Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h. c. Ewald Schnug vom Julius Kühn-Institut. Schnug leitet das am Standort Braunschweig ansässige Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. Das „Centre International des Engrais Chimiques“ (CIEC), 1933 durch Vertreter von 29 Nationen als NGO in Rom gegründet, ist die weltweit einzige wissenschaftliche Vereinigung, die sich auf Fragestellungen rund um das Thema Dünger und Düngung spezialisiert hat. Eine besondere Herausforderung für den neuen Präsidenten ist die strukturelle Anpassung der Vereinigung an die moderne Wissenschaftsgesellschaft und die inhaltliche Ausrichtung des Portfolios auf Zukunftsentwicklungen in der Düngung. Einen Vorgeschmack lieferte das Generalthema des diesjährigen Weltdüngerkongresses: Zielorientierte Düngung mit Blick auf Klimawandel, nachwachsende Rohstoffe und Umweltbelastungen.<br /><br />Bis heute organisierte das CIEC 34 Düngerkongresse und&nbsp; -symposien in 22 Ländern auf allen Kontinenten und publiziert auch die jeweils vorgestellten Ergebnisse. Die Veranstaltun-gen des CIEC bieten der wissenschaftlichen Gemeinschaft in diesem Arbeitsgebiet den Austausch neuster Forschungsergebnisse und die Diskussion mit ausgewiesenen Experten. Das CIEC ist ein Forum, das Vertretern aus Wissenschaft und Industrie aus dem Bereich der high-tech Landwirtschaft ebenso eine Heimat bietet wie denen des Ökologischen Landbaus oder Vertretern aus Entwicklungsländern. Ausschlaggebend ist der lebendige Diskurs, der immer wieder zur Entwicklung wegweisender Ideen, Umsetzung innovativer Projekte und länderübergreifender Zusammenarbeit führte.<br /><br /><a href="http://www.icpa.ro/ciec/" title="Neues Fenster zu http://www.icpa.ro/ciec/" target="_blank" class="external-link" ><strong>http://www.icpa.ro/ciec/</strong></a> - 15. Weltdüngerkongress der CIEC</p></description><pubDate>Mon, 27 Sep 2010 15:09:01</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/wissenschaftler-des-julius-kuehn-instituts-jki-erster-deutscher-praesident-des-internationalen-zen.html</guid></item><item><title>Prof. Ewald Schnug first German President of the International Centre of Fertilizers (CIEC)</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/wissenschaftler-des-julius-kuehn-instituts-jki-erster-deutscher-praesident-des-internationalen-zen-1.html</link><description><p>Prof. Dr. Cristian Hera handed over the presidency of CIEC during the closing ceremony of the 15th world fertilizer congress in Bucharest to Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h. c. Ewald Schnug, head of the Institute for Crop and Soil Science of the Julius Kühn Institute (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) in Braunschweig (Germany). The „Centre International des Engrais Chimiques“ (CIEC) was founded in 1933 by representatives of 29 nations as a non-governmental organization in Rome. The first president was the Swiss agricultural minister Dr. Feisst. Worldwide CIEC is the only organization specialized on fertilization and adjacent areas. In 1996 Prof. Dr. Cristian Hera (Rumanian) took over presidency after Prof. Montjardino (Italian) and Prof. Jelenic (Yugoslavia). At that time he was coordinator of the FAO/IAEAO Program for nuclear applications in nutritional and agricultural sciences in Wien. Later on he was president of the Rumanian Academy for Agricultural and Forestry Science. Up to now CIEC has organized and published the results of 34 world fertilizer congresses and 22 fertilizer symposia in 22 different countries all over the world.<br /><br />The international meetings of CIEC are an excellent platform for scientist all over the world to discuss their actual scientific results with experts in the field of fertilization. Traditionally CIEC is an excellent forum for scientist from high-tech agriculture as well as from organic farming. Especially the discussions of these very different scientific fields of research, between scientists and representatives from industry as well as researchers from industrialized and developing countries produced new ideas. It has been the basement for innovative new projects and co-operations.<br /><br />A special challenge for the new president of CIEC is to direct the organization to future questions and problems in the field of fertilization. A foretaste for this multilayer problem was the topic of the 15th World Fertilizer Congress in Bucharest: “Meeting the Fertilizer Demand on a changing Globe: Biofuels, Climate Change and Contaminants”.<br /><br /><a href="http://www.icpa.ro/ciec/" title="Neues Fenster zu http://www.icpa.ro/ciec/" target="_blank" class="external-link" ><strong>http://www.icpa.ro/ciec/</strong></a>  &nbsp; -&nbsp; 15th World Fertilizer Congress, Bucharest, 2010</p></description><pubDate>Mon, 27 Sep 2010 15:09:01</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/wissenschaftler-des-julius-kuehn-instituts-jki-erster-deutscher-praesident-des-internationalen-zen-1.html</guid></item><item><title>Neues „Tuning für Rudi Rüssel"</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/neues-tuning-fuer-rudi-ruessel.html</link><description><p>Braunschweig (<strong>27.9.2010</strong>) Getunte Autos oder technische Anlagen sind vielen ein Begriff. Was verbirgt sich jedoch hinter „getunten“ Schweinen? Zumal wenn bei diesem „Tuning“ Gewürz- und Arzneipflanzen zum Einsatz kommen? Unter „Tuning“ werden in der Landwirtschaft Leistungsförderer verstanden, die z. B. bei Ferkeln gewährleisten, dass diese schneller und gesünder wachsen. Unter der Federführung des Institutes für Pflanzenbiologie der Technischen Universität Braunschweig, dem Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius-Kühn Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) und dem Institut für Tierernährung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) wollen Wissenschaftler in den kommenden drei Jahren pflanzliche Leistungsförderer aus Gewürz- und Arzneipflanzen entwickeln und testen.<br /><br />In dem Verbundprojekt werden pflanzliche Leistungsförderer wissenschaftlich untersucht und für die Anwendung in der Tierernährung weiterentwickelt. Die Wissenschaftler wollen mit ihrer Forschung einen Beitrag zu einer artgerechten Tierproduktion leisten, der sowohl für die konventionelle aber auch für die ökologische Tierhaltung von Bedeutung ist. Gefördert wird das aktuell gestartete dreijährige Forschungsvorhaben von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. mit fast einer dreiviertel Million Euro.<br /><br />Thymian, Kapuzinerkresse, Salbei und Knoblauch sind nur einige der erfolgversprechenden Pflanzen. Die Pflanzenbiologen und Agrarwissenschaftler der TU Braunschweig und des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> wollen in den Pflanzen durch induzierten Stress (<abbr title="zum Beispiel">z.B.</abbr> Trockenheit und Salz) hohe Gehalte an für Tiere gesundheitsförderlichen Inhaltstoffen wie Senfölen und ätherischen Ölen erzielen. Anschließend erforschen Wissenschaftler des FLI die Effekte und Wirkungsmechanismen der so erzeugten pflanzlichen Futterzusatzstoffe auf das Wachstum und die Gesundheit von Schweinen.<br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner: <br /></strong>Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h.c. Ewald Schnug<br />Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde<br />Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, <br />Tel.: 0531 596 2101, pb@jki.bund.de <br />Verbundvorhaben: <br />Maßnahmen zur Förderung und Steigerung des Anbaus von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland; Teilvorhaben 1: Stressinduzierte Steigerung der Produktqualität von Arznei- und Gewürzpflanzen (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Förderkennzeichen: 22024007)<br /><a href="http://www.nachwachsenderohstoffe.de/" title="Neues Fenster zu www.nachwachsenderohstoffe.de/" target="_blank" class="external-link" ><strong>www.nachwachsenderohstoffe.de/</strong></a><br /></p></description><pubDate>Mon, 27 Sep 2010 15:03:29</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/neues-tuning-fuer-rudi-ruessel.html</guid></item><item><title>Europäischer Wissenschaftspreis für Arbeit von äthiopischem Forscher zu aggressivem Weizenrosterreger in Afrika</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/europaeischer-wissenschaftspreis-fuer-arbeit-von-aethiopischem-forscher-zu-aggressivem-weizenrosterr.html</link><description><p>Quedlinburg/Zürich (<strong>13.09.2010</strong>) Der Weizenschwarzrost ist eine weltweit gefürchtet Krankheit. In Afrika führt die 1999 in Uganda entdeckte Rasse Ug99 des Pilzes Puccinia graminis bereits zu erheblichen Ertragsverlusten in der Weizenproduktion, da der Erreger eine natürliche Resistenz-Schranke des Weizens überwindet. Der Schaderreger breitet sich rasch über Kenia, Äthiopien, Sudan in den Iran aus. Der äthiopische Wissenschaftler Dr. Belayneh Admassu führte zwischen 2006 und 2010 am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg Untersuchungen zu Ug99 und der Resistenz seiner Wirtspflanze, des Weizens, durch. Seine Arbeiten helfen, ein neues Resistenzgen schneller in afrikanische Weizensorten einzukreuzen. Seine Doktorarbeit wird am 14. September mit dem „Josef G. Knoll European Science Award“ ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Stiftung fiat panis wird zum Tropentag 2010 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich verliehen.<br /><br />Belayneh Admassu, der inzwischen in seiner Heimat am Plant Protection Research Centre des Ethiopian Institute‘s of Agricultural Research in Ambo arbeitet, war für die praktischen Arbeiten seiner Dissertation nach Deutschland ans Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) gekommen. Hier untersuchte er unter Leitung von PD Dr. Frank Ordon die Verbreitung und Virulenz des Erregers und kartierte ein gegen Ug99 wirksames Resistenzgen. Die Doktorarbeit wurde vom Katholischen Akademischen Austauschdienst (KAAD) finanziert und Belayneh Admassu promovierte an der Justus-Liebig-Universität, Giessen bei Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Friedt mit „summa cum laude“.<br /><br />Weizen ist mit ca. 217 Mio. ha Anbaufläche die für die menschliche Ernährung bedeutendste Kulturart. In Äthiopien wird Weizen auf ca. 1,4 Mio ha angebaut. Die Rasse Ug99 des Schwarzrost (<em>Puccinia graminis f. sp. tritici</em>) ist in der Lage, das Resistenzgen Sr31 des Weizens zu überwinden. Dr. Admassu konnte zeigen, dass Ug99 in Äthiopien jetzt bereits weit verbreitet ist. Seine weitergehenden Analysen ergaben, dass die genetische Struktur des Rost-Pilzes einen schnellen Resistenzdurchbruch ermöglicht. Da sich virulente Rassen schnell ausbreiten können, müssen afrikanische Weizensorten künftig mehrere Resistenzgene besitzen, um sowohl gegen Ug99 als auch gegen andere Schwarzrostrassen auf dem Feld zu bestehen.<br /><br />Die Analyse äthiopischer Brot- und Hartweizensorten ergab, dass zwar Resistenzgene vorhanden, jedoch nicht nutzbar sind, da sie entweder gegen Ug99 oder gegenüber anderen in Äthiopien dominierenden Rost-Rassen nicht wirken. Um den äthiopischen Weizenanbau langfristig zu sichern, muss ein neues gegenüber Ug99 wirksames Resistenzgen in den Weizen eingebracht werden. Aussichtsreichster Kandidat ist das Resistenzgen Sr13 auf Chromosom 6A des Weizens. Ein Resistenzgen lässt sich schneller einkreuzen, wenn man so genannte molekulare Marker findet. Mit diesen „Ortsschildern im Pflanzen-Genom“ lässt sich rasch feststellen, ob eine Weizenpflanze nach der Kreuzung die gewünschte Resistenz besitzt. Admassu entwickelte molekulare Marker für das Resistenzgen Sr13. Er ebnet so den Weg für die effektive Einkreuzung des Gens in äthiopische Weizensorten, aber auch in Sorten anderer Länder. Damit wird die Resistenz gegen den Schwarzrost des Weizens auf eine breitere genetische Basis gestellt.<br /><br />Informationen zum Tropentag 2010 und der Preisverleihung unter <a href="http://www.tropentag.de/" title="Neues Fenster zu www.tropentag.de" target="_blank" class="external-link" ><strong>www.tropentag.de</strong></a><br /><br /></p>
<h3>Hintergrundinformation zum Josef G. Knoll-Europäischen Wissenschaftspreis:</h3>
<p>Seit 1986 wird alle zwei Jahre von der Eiselen-Stiftung Ulm der mit 30.000 Euro dotierte und nach dem deutschen Agrarwissenschaftler Josef G. Knoll benannte Europäische Wissenschaftspreis vergeben. 2010 hat erstmals die Stiftung fiat panis den Preis ausgeschrieben, der für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten verliehen wird, die zur Verbesserung der Welternährung beitragen. Damit wird auch dem Wirken Knolls Rechnung getragen, der seit 1954 bei der FAO (Ernährungs- und Landwirtschafts-Organisation der Vereinten Nationen) in Rom arbeitete und wesentlichen Anteil an der Welt-Saatgut-Kampagne hatte, die Entwicklungsländer mit Nahrungsmitteldefiziten, mit ausreichenden Mengen hochwertigen Saatguts versorgte, um so die Bodenerträge zu steigern. 2010 teilen sich drei Preisträger den Preis.<br /><br /></p>
<h3>Wissenschaftliche Publikationen:</h3>
<p><strong>Titel der Doktorarbeit:</strong> „Genetic and virulence diversity of Puccinia graminis f. sp. tritici populations in Ethiopia and stem rust genes in wheat“.<br />Die Ergebnisse von Herrn Dr. Admassu wurden bzw. werden in Kürze in drei begutachteten Beiträgen in <strong>Fachzeitschriften</strong> publiziert:</p><ul><li>Admassu, B., V. Lind, W. Friedt, F. Ordon, 2009. Virulence analysis of <em>Puccinia graminis</em> f.sp. <em>tritici</em> populations in Ethiopia with special consideration of Ug99. Plant Pathology 58, 362-369.</li><li>Admassu, B., W. Friedt, F. Ordon, 2010. Genetic characterization of populations from Ethiopia by SSRs. J. Phytopathology, doi: 10.1111/j.1439-0434.2010.01702.x</li><li>Admassu, B., D. Perovic, W. Friedt, F. Ordon, 2010. Genetic mapping of the stem rust (<em>Puccinia graminis</em> f.sp. <em>tritici</em> Eriks. &amp; E. Henn) resistance gene Sr13 in wheat (<em>Triticum aestivum</em> L.). Theor. Appl. Genet. (im Druck)</li></ul></description><pubDate>Tue, 14 Sep 2010 09:10:39</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/europaeischer-wissenschaftspreis-fuer-arbeit-von-aethiopischem-forscher-zu-aggressivem-weizenrosterr.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG - Was haben gesunde Pflanzen ...</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-8.html</link><description>
<h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<p>Berlin (<strong>09.09.2010</strong>) Ob es um Pflanzen zur Therapie von Kranken, ihre Funktion bei der Vorbeugung von Krankheiten oder die Sicherung der Welternährung geht: Immer wird von gesunden Pflanzen ausgegangen, die selbst frei von Krankheiten und Schädlingen sind. In der öffentlichen Wahrnehmung reduziert sich Pflanzenschutz meist auf die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel. Dass Pflanzenschutz weit mehr ist, zeigt die Geschichte und die heutige Praxis. Aktuellste Forschungen werden derzeit auf der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung an der Humboldt-Universität Berlin mit mehr als 1300 Teilnehmern diskutiert.<br /><br />So wird die Berliner Gassenverordnung in diesem Jahr 350 Jahre alt und ist eines der ältesten Gesetze zum Schutz von Pflanzen. Mit drakonischen Strafen (Hand abhacken) wurde verhindert, dass die 1647 gepflanzten, heute noch berühmten Linden &quot;Unter den Linden&quot; von Tieren verbissen bzw. Äste als Brennholz verwendet wurden. In der Plenarveranstaltung zur Pflanzenschutztagung spannte Prof. Dr. Hartmut Balder von der Beuth Hochschule für Technik, Berlin, den Bogen vom Schutz der Pflanzen früher und heute. Zum Motto der Veranstaltung &quot;Gesunde Pflanzen – gesunder Mensch&quot; gaben drei Experten aus ihren Arbeitsgebieten Statements ab: Dr. Fischer-Colbrie (Österreichische Gartenbaugesellschaft, Wien), Prof. Dr. Watzl (Max-Rubner-Institut, Karlsruhe) und Prof. Dr. Deising (Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg).<br /><br />Dr. Fischer-Colbrie erläuterte eine in Mitteleuropa sehr junge Disziplin, die Gartentherapie, und griff bewusst die positive Wirkung der Natur auf die Genesung von Menschen auf. Untersuchungen belegen zum Beispiel, dass herzkranke Patienten einen nachweislich niedrigeren Puls haben, wenn sie Spaziergänge machen bzw. zu Gartenarbeiten herangezogen werden. Auch bei Kindern mit ADHD-Symptomen ist bekannt, dass die Symptome umso geringer sind, je &quot;grüner&quot; die Umgebung ist. Intensiv beschäftigt sich Fischer-Colbrie mit der Anlage von kleinen grünen Inseln in Asylbewerberheimen. Gartentherapie hatte eindeutig positive Auswirkungen auf die Lebenseinstellung von Asylbewerbern und deren Betreuern. &quot;Der positive Wohlfühlfaktor, den Pflanzen haben, ist eindeutig von enormer Bedeutung für das Gesund-Sein, das Gesund-Werden von Menschen – gerade in der Zukunft&quot;, ist Fischer-Colbrie überzeugt.<br /><br />Prof. Watzl vom Max Rubner-Institut in Karlsruhe betrachtete die Ernährung der Zukunft. Die Forschungen der letzten 20 Jahre beschäftigen sich vor allem damit, welche Pflanzenstoffe uns vor Krankheiten schützen können. Alle Untersuchungen belegen eindeutig, dass Lebensmittel aus Pflanzen eine vorbeugende Wirkung gegen eine Vielzahl von Zivilisationskrankheiten haben&quot;, so Watzl. Dafür sind vor allem die so genannten sekundären Pflanzenstoffen verantwortlich. Mehrere groß angelegte Studien aus verschiedenen Ländern und Kontinenten kommen zum gleichen Ergebnis: Im Körper werden weniger Stoffe gefunden, die Entzündungen hervorrufen können, wenn verstärkt pflanzliche Lebensmittel gegessen werden. Ein gesunder Lebensstil, der u. a. durch eine überwiegend pflanzliche Ernährung charakterisiert ist, reduziert zum Beispiel das Risiko um 93 % an Diabetes zu erkranken oder um 81 %, einen Herzinfarkt zu erleiden. Je mehr Portionen Obst oder Gemüse täglich gegessen werden, desto geringer ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwischen ökologisch und konventionell erzeugten Äpfeln ergaben die Untersuchungen keinen Unterschied, was die vorbeugende Gesundheitswirkung angeht.<br /><br />Pflanzen sind für die Ernährung essenziell, gestalten Lebensräume und können Krankheiten vorbeugen. Dafür müssen sie gesund bleiben. „Ohne Pflanzenschutz würde nur die Hälfte des Getreides geerntet werden“, verdeutlicht Prof. Dr. Deising von der Universität Halle die drastischen Folgen, “ und das bei einer stets wachsenden Unterernährung in vielen Ländern“. Deising sprach sich dafür aus, die Vielzahl an Maßnahmen des Pflanzenschutzes auszuschöpfen und zu nutzen, um die Ernährung von morgen zu sichern. Zukunftsweisend sind für ihn Forschungen an gentechnisch veränderten Pflanzen, die sehr widerstandsfähig gegenüber Krankheiten sind und gleichzeitig helfen, die Menge der ausgebrachten Pflanzenschutzmittel zu reduzieren.</p>

<h3>Wissenschaftliche Ansprechpartner:</h3>
<p>Dr. Fischer-Colbrie<br />Präsident der Österreichischen Gartenbaugesellschaft (ÖGG), Wien<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#112;&#102;&#99;&#64;&#97;&#111;&#110;&#46;&#97;&#116;" title="E-Mail an pfc@aon.at" class="mail" ><strong>pfc@<span style="display:none">we dont want spam</span>aon.at</strong></a><br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#111;&#101;&#103;&#103;&#64;&#111;&#101;&#103;&#103;&#46;&#111;&#114;&#46;&#97;&#116;" title="E-Mail an oegg@oegg.or.at" class="mail" ><strong>oegg@<span style="display:none">we dont want spam</span>oegg.or.at</strong></a><br />&nbsp;<br />Prof. Dr. Watzl<br />Max Rubner-Institut (MRI), Karsruhe<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#98;&#101;&#114;&#110;&#104;&#97;&#114;&#100;&#46;&#119;&#97;&#116;&#122;&#108;&#64;&#109;&#114;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an bernhard.watzl@mri.bund.de" class="mail" ><strong>bernhard.watzl@<span style="display:none">we dont want spam</span>mri.bund.de</strong></a><br />&nbsp;<br />Prof. Dr. Deising<br />Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#104;&#111;&#108;&#103;&#101;&#114;&#46;&#100;&#101;&#105;&#115;&#105;&#110;&#103;&#64;&#108;&#97;&#110;&#100;&#119;&#46;&#117;&#110;&#105;&#45;&#104;&#97;&#108;&#108;&#101;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an holger.deising@landw.uni-halle.de" class="mail" ><strong>holger.deising@<span style="display:none">we dont want spam</span>landw.uni-halle.de</strong>&nbsp;</a></p>
<p>Prof. Dr. Balder<br />Beuth Hochschule für Technik Berlin<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#98;&#97;&#108;&#100;&#101;&#114;&#64;&#98;&#101;&#117;&#116;&#104;&#45;&#104;&#111;&#99;&#104;&#115;&#99;&#104;&#117;&#108;&#101;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an balder@beuth-hochschule.de" class="mail" ><strong>balder@<span style="display:none">we dont want spam</span>beuth-hochschule.de</strong>&nbsp;</a><br /><em></em></p>
<p><em>V.i.S.d.P.:<br />Dr. Gerlinde Nachtigall<br />Pressesprecherin &quot;Pflanzenschutztagung&quot;<br />c/o Julius Kühn-Institut<br />Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig<br />pressestelle@jki.bund.de</em></p></description><pubDate>Thu, 09 Sep 2010 12:01:27</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-8.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-1.html</link><description><h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Die Schwarzfäule kann im ökologischen Weinbau schwere Ertragsverluste verursachen. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, tritt der Pilz seit 2002 vor allem im Steillagenweinbau an Mosel, Mittelrhein, und Nahe regelmäßig auf. Im Rahmen eines Verbundprojektes untersuchten das Julius Kühn-Institut zusammen mit der Forschungsanstalt Geisenheim, dem DLR Rheinpfalz, dem DLR Mosel und dem Anbauverband Ecovin die Lebensweise des Pilzes und entwickelten Strategien zur Prävention und Bekämpfung. Die Ergebnisse, die auf der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin präsentiert werden, zeigen, dass vor allem im Ökoweinbau präventive Kulturmaßnahmen wie das Entfernen befallener Rebblätter oder von Traubenmumien wichtig sind, um den Infektionsdruck zu verringern. <br /><br />Die Lebensweise des erst seit 2002 in Deutschland auftretenden Schwarzfäule-Pilzes (<em>Guignardia bidwellii</em>) ist komplex. Daher befassten sich die Partner des Kooperationsprojektes zunächst mit der Biologie des Pilzes und dessen Eindämmung. Als Ergebnis des vierjährigen Vorhabens kommen sie zu dem Schluss, dass vorbeugende Maßnahmen besonders wichtig sind, um den Infektionsdruck durch die Sporen des Pilzes zu minimieren. Winzer ökologisch bewirtschafteter Rebanlagen sollten solche Maßnahmen konsequent umsetzen. Ihnen wird empfohlen, infiziertes Rebmaterial so weit möglich aus den Weinbergen zu entfernen. Von mit Traubenmumien versetztem Trester geht jedoch keine Infektionsgefahr mehr aus. <br /><br />Die Traubenmumien, in denen der Erreger überwintert, wurden besonders intensiv untersucht. Werden befallene Mumien nicht vom Boden entfernt, schleudern sie mit Beginn des Neuaustriebs der Blätter (Mitte April) vor allem reife Ascosporen (sexuell gebildete Sporen) aus, die sich über größere Entfernungen ausbreiten. Mumien, die am Rebstock hängenbleiben, bilden zunächst hauptsächlich eine zweite Art von Pilzsporen, die so genannten Konidien (ungeschlechtlich gebildete Sporen). Im Gegensatz zu den Ascosporen gelangen Konidien mit Wassertropfen auf das umgebende Reblaub. Erst von Juni bis September entwickeln sich an den Mumien in der Laubwand Ascosporen in größerer Zahl. Mit diesen beiden Strategien ist der Pilz in der Lage, vom Austrieb bis zum Beginn der Reife Erstinfektionen an Blättern und Trauben auszulösen, von denen wiederum weitere Infektionen ausgehen können.<br /><br />In Gewächshaus- und Freilandversuchen wurde die Anfälligkeit verschiedener Rebsorten gegenüber der Schwarzfäule überprüft. Dabei erwiesen sich einige sogenannte pilzwiderstandsfähige Sorten deutlich weniger anfällig als traditionelle Rebsorten.<br /><br />Verschiedene Pflanzenschutzmittel und Versuchspräparate wurden sowohl im Labor und Gewächshaus als auch unter Praxisbedingungen im Freiland getestet.&nbsp; Die beste Wirkung zeigte Netzschwefel. Der Bekämpfungserfolg konnte gesteigert werden, wenn dem Netzschwefel ein Pflanzenstärkungsmittel oder saponinhaltiges Waschnusspulver zugesetzt wurde. Diese Kombinationen können bei geringem Infektionsdruck einen guten Schutz vor Schwarzfäule-Befall bieten. Im Freiland war die Wirkung saponinhaltiger Extrakte eingeschränkt, da sie aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit durch Regen rasch abgewaschen wurden.<br /><br />Derzeit kann die Schwarzfäule im ökologischen Weinbau am besten mit einer Kombination aus Netzschwefel und Kupferhydroxid (mit reduziertem Kupfergehalt von 1,2 kg/ha pro Jahr Reinkupfer) bekämpft werden. Bei geringem Infektionsdruck kann der Kupferanteil durch Gesteinsmehl ersetzt werden. „Eine Weiterentwicklung der saponinhaltigen Präparate könnte künftig den als problematisch angesehenen Kupferanteil ersetzen“, hofft der Koordinator des Projektes, Dr. Michael Maixner vom Julius Kühn-Institut.<br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong><br />Dr. Michael Maixner<br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau<br />Brüningstr. 84<br />54470 Bernhastel-Kues<br />Tel.: 06531 / 9718-0<br />michael.maixner]at]jki.bund.de<br /><br />Projekt „Bundesprogramm Ökologischer Landbau“(FKZ 04OE032)<br />Detaillierte Ergebnisse: siehe Abschlussbericht  oder <a href="http://oekologischerlandbau.jki.bund.de/" title="Neues Fenster zu http://orgprints.org/17072/" target="_blank" class="external-link" >http://oekologischerlandbau.jki.bund.de/</a><a href="http://orgprints.org/17072/" target="_blank" ><strong>http://orgprints.org/17072/</strong></a><strong><a href="http://oekologischerlandbau.jki.bund.de" target="_blank" >oekologischerlandbau.jki.bund.de</a></strong></p>
<h3>Vorträge und Poster zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010):</h3>
<p><strong>Vorträge:</strong> <br />Seite 80, 03-1;&nbsp; Seite 316, 47-2;&nbsp; Seite 317, 47-4<br /><br /><strong>Poster:</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />Seite 375, 050</p>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 12:42:12</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-1.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-2.html</link><description><h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Man könnte annehmen, Kartoffelkäfer trainieren täglich im Fitnessstudio. Auf glatten Oberflächen halten sie in Kraftexperimenten das bis 70fache ihres eigenen Körpergewichtes aus. Spargelhähnchen, eine andere Blattkäferart,&nbsp; könnten zur Klebstoffindustrie wechseln: Der Kleber, mit dem sie ihre Eier auf die ohnehin schwer benetzbaren nadelähnlichen Spargelblätter kleben, hält mehr als das 20.000fache ihres Ei-Gewichts. Forscher des Zoologischen Instituts der Christian-Albrechts-Universität Kiel untersuchen Wechselwirkungen zwischen Pflanzenoberflächen und Insekten. In Kraftmessversuchen ermitteln sie die Haltekräfte auf definierten, unterschiedlich rauen Oberflächen, die Rückschlüsse auf deren Haftung an Pflanzenoberflächen zulassen. Die Ergebnisse zur funktionellen Morphologie und Biomechanik von Insekten helfen, neue biologische oder physikalische Ansätze für den Pflanzenschutz zu gewinnen. Sie werden während der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung vom 6. – 9.9.2010 in Berlin vorgestellt&nbsp; und diskutiert.<br /><br />Was passiert zwischen Insektenfuß und Blattoberfläche, wenn ein Käfer seine Füße aufsetzt und läuft? Treffen Insekten auf ihre Wirtspflanzen wie Kartoffeln oder Weizen, finden äußerst komplizierte Wechselwirkungen statt. Dazu gehört auch das Haften von Insekten auf glatten, klebrigen, schmierigen oder rauen Pflanzenoberflächen. Mit der Fähigkeit des „sich-Festhalten-könnens“ überwinden sie evolutionäre Hürden, erschließen schwer zugängige Lebensräume und behaupten sich als erfolgreichste Tiergruppe der Welt.<br /><br />In der Regel sind die Abläufe an diesen biologischen Oberflächen Vorbild für technische Neuerungen (Bionik). Dr. Dagmar Voigt und Professor Dr. Stanislav N. Gorb von der Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU) möchten jedoch das Wissen um die biomechanischen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Insekten nutzen, um Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Mit neuesten mikroskopischen Methoden und Kraftmesstechniken gewinnen sie Informationen, welche Haftstrukturen von Insektenfüßen wie funktionieren und welche Blattoberflächen besser oder schlechter zum Festhalten und Fortbewegen geeignet sind. Das Gleiche gilt zum Beispiel für die Eiablage. <br /><br />Spargelhähnchen legen ihre Eier mit der schmalsten Seite mit einer Klebkraft von 270 kPa (Kilopascal) auf die Spargel“nadeln“ ab, obwohl die „Nadel“oberfläche mit Wachskristallen bedeckt ist, was die Blätter praktisch unbenetzbar macht. Voigt und Gorb&nbsp;fanden heraus, dass die Eier eine Verbindung mit den Wachskristallen der Blätter eingehen und der proteinhaltige Klebstoff dadurch eine besondere Festigkeit hat. Was ist, wenn die Oberflächenstruktur der Spargelblätter anders wäre? Würden die Eier weniger oder nicht mehr festkleben? <br /><br />Die Möglichkeit, dass Insekten oder deren Eier auf Blättern schlechter haften, führt zu neuen Ansätzen im Pflanzenschutz. Davon gehen Voigt und Gorb aus. Mit dem Wissen über die genannten Wechselwirkungen könnten Sorten gezüchtet oder ausgewählt werden, deren Blattoberflächen zum Beispiel eine anti-adhäsive Wirkung haben. <br /><br /><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:</strong><br />Dr. Dagmar Voigt<br />Christian-Albrechts-Universität zu Kiel<br />Abteilung Funktionelle Morphologie und Biomechanik<br />Zoologisches Institut<br />Am Botanischen Garten 1-9<br />24098 Kiel<br />dvoigt[at]zoologie.uni-kiel.de<br />www.uni-kiel.de/zoologie/gorb/dvoigt.html<br /><br /></p>
<h3>Vortrag zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010) ; Seite 285, 41-7</h3>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 12:34:45</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-2.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-3.html</link><description><h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Unsere Hauptstadt Berlin hat viele repräsentative Innenräume, die gerne mit großen exotischen, oft subtropischen Zierpflanzen begrünt werden. Die Pflanzen werden in der Regel direkt aus den Ursprungsländern importiert und kommen nach kurzer Anpassungszeit in einem Gartenbaubetrieb an ihre neuen Standorte. Unbekannte Schädlinge oder Krankheiten können unerkannt mit eingeführt werden. In den 60 Berliner Gartenbaubetrieben steht der Handel oft im Vordergrund. Auch hier werfen bislang unbekannte Schadorganismen immer wieder neue Probleme auf. Das Berliner Pflanzenschutzamt berichtet als Mitorganisator der vom 6. – 9.9.2010 an der Humboldt-Universität Berlin stattfindenden 57. Deutschen Pflanzenschutztagung über neue Entwicklungen und Strategien.<br /><br />Aktuell wurde an Kampfer-Bäumen eine bisher in Deutschland nicht bekannte Spinnmilbenart (Gattung <em>Oligonychus</em>) festgestellt. Das Berliner Pflanzenschutzamt stellte als weitere Wirtsbäume Eukalyptus, Camelien und Kaffee fest. Die gegen Spinnmilben in der Regel wirksame biologische Bekämpfung mit Raubmilbe <em>Phytoseiulus persimilis</em> zeigte keinen Bekämpfungserfolg. Nachdem die Wissenschaftler eine Ersatzwirtspflanze gefunden hatten, konnte gezielt eine Reihe verschiedener Raubmilben getestet werden. Die beste Fraßleistung wurde im Laborversuch bei den Raubmilbenarten <em>Amblyseius californicus</em> (87 %) und A. swirskii (84 %) ermittelt. An der Pflanze und später in der Innenraumbegrünung war <em>A. californicus</em> der effektivere Nützling. <br /><br />Die ca. 60 Gartenbaubetriebe Berlins konzentrieren sich auf besondere Nischenprodukte wie Spezialkulturen (Wasserpflanzen, Kakteen und Orchideen) oder die Überwinterung von Kübelpflanzen. Auch hier treten immer wieder besondere und zum Teil schwierige Pflanzenschutzprobleme auf wie aggressive und neue Schadorganismen (z. B. der Zünsler Duponchelia fovealis und die Mottenart Glyphipterix equitella) oder gefährliche, unter Quarantäne stehende Arten wie <em>Opogona sacchari</em>, der Bananentriebbohrer.<br /><br />Insgesamt wird deutlich, dass der Kostendruck in den Betrieben und neue Pflanzenschutzprobleme und –fragen eine große Herausforderung für die Pflanzenschutzberatung sind. „In Berlin arbeiten daher das Pflanzenschutzamt und die Berliner Gärtner aktuell an Lösungen, die Elemente des integrierten Pflanzenschutzes mit biologischen Komponenten zu verbinden“, erläutert Birgit Kummer vom Pflanzen-schutzamt Berlin. Da es sich bei den Schaderregern auch um Quarantäneschädlinge handeln kann, sind Pflanzenschutzberatung und amtliche Pflanzengesundheitskontrolle eng miteinander verzahnt. „Ein gutes und zukunftsorientiertes Rezept für eine erfolgreiche Arbeit“, so Kummer. <br /><br /><strong>Ansprechpartnerin:</strong><br />Dr. Barbara Jäckel<br />Pflanzenschutzamt Berlin<br />Mohringer Allee 137<br />12347 Berlin<br />Tel.: 030/ 700006-0<br />barbara.jaeckel[at]senstadt.berlin.de<br /><br /></p>
<h3>Vorträge und Poster zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010):</h3>
<p><strong>Vorträge:</strong><br />S. 151, 15-6 <br />S. 263, 37-6<strong><br />Poster:<br /></strong>S. 352 Nr. 019</p>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p>
</description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 12:27:21</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-3.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-4.html</link><description>
<h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<h2>Pflanzenschutzamt Berlin stellt auf 57. Deutschen Pflanzenschutztagung langjährige Untersuchungen vor</h2>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Seit vielen Jahren untersucht das Berliner Pflanzenschutzamt regelmäßig, welche Schädlinge und Krankheiten sich auf den städtischen Bäumen und Sträuchern tummeln. Auf der vom 6. – 9.9. an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindenden 57. Deutschen Pflanzenschutztagung stellt das Berliner Pflanzenschutzamt wesentliche Resultate vor. <br /><br />Das Langzeitmonitoring zeigt deutliche Veränderungen im Artenspektrum sowie bei der Anzahl der Schädlinge (der so genannten Populationsdichte). Interessant ist zum Beispiel, dass die Zahl gefangener Kleiner Frostspanner (<em>Operophtera brumata</em>) zwischen 1990 und 2009 stark abgenommen hat. Erstmals als Schädlinge aufgefallen sind hingegen seit dem Jahr 2000 unter anderem die Andromeda-Netzwanze, die Lindenminiermotte oder die Thujarindenlaus. Die Wollige Napfschildlaus (<em>Pulvinaria regalis</em>) tritt an vielen Laubbäumen wie Ahorn, Kastanie oder Linde seit 2004 immer stärker auf. Lediglich die letzten beiden kalten Winter reduzierten die Zahlen deutlich. Nicht heimische, Wärme liebende Bodenwanzen wie die Platanenwanze vermehrten sich in den vergangenen drei Jahren so stark, so dass sie von vielen Berlinern als lästig empfunden wurden. Sekundäre Pilzkrankheiten an Gehölzen, die bisher nur wenig Bedeutung hatten, erwiesen sich in den letzten Jahren zunehmend als Pflanzenpathogene.<br /><br />Die Ursachen für diese Veränderungen sind sicher vielfältig. Zum einen wurden viele Grünflächen in Berlin neu gestaltet. Dabei verwendeten die Gärtner eine breite Palette von Pflanzenarten aus den verschiedenen Regionen Deutschlands und Europas. Zum anderen hat sich in Berlin die Durchschnittstemperatur in den letzten 10 Jahren um etwa 1,5 Grad Celsius erhöht, was Wärme liebende Schädlinge und Krankheitserreger begünstigt. Daneben werden im Stadtgebiet heute kaum noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt. <br /><br />„Die Erhebungen sind für uns wichtig, um frühzeitig neue oder stärker auftretende Schädlinge und Krankheiten zu erkennen. Wir haben dann einen zeitlichen Vorlauf, um Prognosen zu erstellen und um angepasste Bekämpfungsmaßnahmen für das Stadtgebiet zu erarbeiten“, erläutert Maria Andrae vom Pflanzenschutzamt Berlin. „So können wir die Bevölkerung frühzeitig beraten und aufklären.“<br /><br /><strong>Ansprechpartnerin:<br /></strong>Dr. Barbara Jäckel<br />Pflanzenschutzamt Berlin<br />Mohringer Allee 137<br />12347 Berlin<br />Tel.: 030/ 700006-0<br />barbara.jaeckel[at]senstadt.berlin.de<br /><br /></p>
<h3><strong>Poster</strong> zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010) ; Seite 433, Nr. 145</h3>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p>
<p><em></em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 12:19:43</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-4.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-5.html</link><description><h3>&nbsp;Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<h2>Julius Kühn-Institut stellt Auswirkungen neuer Nanovirusart vor allem auf ökologisch bewirtschafteten Erbsenfelder auf 57. Deutscher Pflanzenschutztagung in Berlin vor</h2>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Ein bisher unbekanntes Virus wurde 2009 aus Erbsenpflanzen in Sachsen-Anhalt isoliert. Wie das Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) zusammen mit französischen Kollegen vom Institut des Sciences du Végétal (CNRS) nach zahlreichen Tests feststellen konnte, handelt es sich nicht nur um das erste in Zentraleuropa gefundene Nanovirus, sondern darüber hinaus um eine neue Nanovirusart. Daraufhin wurden im Sommer 2010 verdächtige Proben aus Österreich, Serbien und Ungarn gesammelt, um gezielt nach dem neuen Virus zu suchen. Während der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung vom 6. – 9.9.2010 werden die aktuellen Ergebnisse vorgestellt und unter den Fachwissenschaftlern diskutiert.<br /><br />Die virusähnlichen Symptome an Erbsenpflanzen fielen in Deutschland erstmals im Sommer 2009 in der Nähe von Aschersleben (Sachsen-Anhalt) auf. Aus verdächtigen Pflanzen wurde ein Krankheitserreger isoliert, der auffällige Vergilbungs- und Stauchesymptome an Erbsen –und Fababohnensämlingen verursachte. Nachdem alle üblichen Tests keine in Europa bekannten Viren nachwiesen, ging Dr. H. Josef Vetten vom Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) auf weitere Spurensuche. „Es deutete sich an, dass es sich um einen Nanovirus handeln könnte“, so Vetten. Diese Viren sind in Nordafrika und im Nahen Osten zum Beispiel an Kichererbsen und Linsen weit verbreitet. In Europa traten sie bislang nur in Spanien sporadisch auf. Der Verdacht traf ins Schwarze. Damit wurde für Zentraleuropa erstmals ein Nanovirus nachgewiesen. Die molekularen Unterschiede zu bisher bekannten Nanoviren sind so groß, dass das 2009 gefundene Isolat als eine neue Virusart angesehen werden kann. Für sie haben die Wissenschaftler der Fachwelt den Namen <em>Pea necrotic yellow dwarf virus</em> (PNYDV) vorgeschlagen.<br /><br />„Obwohl der Winter 2009/2010 sehr kalt war und wegen des nassen und sehr kühlen Frühlings bzw. Frühsommers die Überträger von Viren, Blattläuse, sich kaum entwickelten und wenig Flugaktivität zeigten, konnte in mehr als der Hälfte der 2010 in Österreich, Serbien und Ungarn gesammelten Erbsenproben Nanoviren nachgewiesen werden“, so Vetten vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. Nanoviren sind demnach wesentlich weiter verbreitet als bisher angenommen. <br /><br />Erbsen werden in Europa meist von Kleinbauern im Umkreis von verarbeitenden Konservenfabriken angebaut. Die gesamte Erbsenanbaufläche für eine Fabrik kann bis zu 12.000 ha betragen. Ökologisch bewirtschaftete Erbsenfelder in Österreich waren vergleichsweise stärker befallen als konventionell bewirtschaftete Flächen. Da im Ökoanbau weder das Saatgut noch die späteren Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, können sich die Virusüberträger – Blattläuse – stärker vermehren und das Virus auf die Erbsen übertragen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass in bestimmten Ländern (in Südosteuropa), unter günstigen klimatischen Bedingungen (milde Winter und warmes Frühjahr) und bestimmten Kulturbedingungen <br />(„Ökoanbau“) das neue Nanovirus in Erbsenbeständen so stark auftreten kann, dass es wirtschaftliche Bedeutung erlangt.<br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:<br /></strong>Dr. Heinrich-Josef Vetten<br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik<br />Messeweg 11-12<br />38104 Braunschweig, Germany<br />Tel.: 0531 299-3720<br />heinrich-josef.vetten[at]jki.bund.de<br /><br /></p>
<h3>Vortrag zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010) - S. 333, 50-2</h3>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 12:05:26</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-5.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-6.html</link><description><h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<h2>HU Berlin präsentiert zusammen mit Projektpartnern Ergebnisse auf der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin</h2>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Immer mehr nachwachsende Rohstoffe werden in Biogasanlagen vergoren. Die Rückstände aus diesen Gärungen, die Gärreste, sind für die Landwirtschaft wertvolle organische Dünger. Die verwendeten Pflanzensubstrate wie Weizen und Mais können mit gefährlichen Viren, Bakterien oder Pilzen infiziert sein. Die Krankheitserreger müssen durch die Gärung abgetötet werden. Sonst besteht das Risiko, dass der Landwirt die Erreger mit den Gärresten wieder auf dem Feld ausbringt und für die neue Aussaat ein hoher Infektionsdruck besteht. Welchen Einfluss die anaerobe Vergärung in Laborbiogasanlagen auf die Abtötung der Schaderreger hat, stellen die Projektpartner (Humboldt-Universität zu Berlin, Julius Kühn-Institut, Universität Rostock, Leibniz-Institut für Agrartechnik und die Bioenergie Beratung Bornim) während der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin vor. &nbsp;</p>
<p>Insgesamt zeigen die Laborergebnisse, dass nicht nur die thermische Stabilität des Krankheitserregers selbst eine Rolle spielt, sondern ebenso das Substrat (ganze Pflanze oder Korn) und die Lagerzeit der Gärreste nach der Vergärung. Vor allem an Mais und Getreide als Substrat wurden verschiedene <em>Fusarium</em>-Arten (Taubährigkeit), <em>Claviceps purpurea</em> (Mutterkorn), <em>Tilletia caries</em> (Weizensteinbrand), <em>Alternaria alternata</em> (an Mais und Roggen) oder <em>Sclerotinia sclerotiorum</em> (Weißstängeligkeit an Raps) getestet.<br /><br />Viele Erreger werden nach einer sechsstündigen Inkubation bei 37 Grad Celsius abgetötet (<em>S. sclerotiorium, R. solani, F. avenaceum</em> (bei Mais),<em> F. verticillioides</em> (bei Mais), <em>T. caries</em>, <em>C. purpurea</em>). Andere getestete pilzliche Erreger benötigten längere Inkubationszeiten und waren erst nach 24 bzw. 138 Stunden komplett abgetötet. Bei den meisten Pathogenen führte die Lagerung der Gärreste zu einer Verringerung der Vermehrungsfähigkeit der Sporen. So wurden nach vierwöchiger Lagerung bei allen getesteten pilzlichen Erregern an Mais und Getreide keine lebensfähigen Schadpilze mehr festgestellt.<br /><br />Auch <em>Clavibacter michiganensis</em> ssp. <em>sepedonicus</em>, die bakterielle Ringfäule an Kartoffel, ein weltweit gefürchteter, unter Quarantäne stehender Pilz, wurde untersucht. Zwar ist die wirtschaftliche Bedeutung der Kartoffel als „Nachwachsender Rohstoff“ gering, aber das Risikopotenzial, das von dieser Krankheit ausgeht, ist extrem hoch. Aus den bisherigen Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass die anaerobe Vergärung eine risikofreie Variante zur Verwertung von Kartoffelpartien ist, die mit der bakteriellen Ringfäule befallen sind. Der Kartoffelkrebs, <em>Synchytrium endobioticum</em>, - ebenfalls unter Quarantäne stehend - wurde selbst nach 138-stündiger Vergärung nicht vollständig inaktiviert. Auch eine anschließende Lagerung der Gärreste brachte keinen 100%igen Erfolg im Labor.<br /><br />Die Überprüfung in Praxisbiogasanlagen steht jetzt an. Werden die Ergebnisse bestätigt, können Anforderungen an den Gärungsprozess formuliert werden, damit Gärreste hygienisch unbedenklich sind und Böden und damit Kulturpflanzen nicht zusätzlich mit Krankheitserregern infiziert werden.<br /><br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartnerin:<br /></strong>Martina Bandte<br />Humboldt-Universität zu Berlin,<br />Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Fachgebiet Phytomedizin<br />Temporär: 14195 Berlin<br />Königin-Luise-Straße 19<br />Tel.: 030 8304-2536<br />martina.bandte[at]agrar.hu-berlin.de<br /><br />Projektförderung durch Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Gülzow, <br />FKZ: 22013207, Laufzeit 01.10.2009 bis 30.04.2011<br /><br /></p>
<h3>Vorträge und Poster zum Thema im Tagungsband zur 57. Deutschen Pflanzenschutztagung (Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 2010):</h3>
<p><strong>Vorträge:<br /></strong>S. 289, 42-4 und 42-5<br /><br /><strong>Poster:<br /></strong>S. 513, 274a <br />S. 514, 275 </p>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 11:44:14</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-6.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-7.html</link><description><h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<p>Berlin (6.9.2010) Während der heutigen Eröffnung der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung an der Humboldt-Universität zu Berlin werden drei Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise dem Schutz unserer Kulturpflanzen verschrieben haben. Dr. Manfred Reschke erhält Otto-Appel-Denkmünze, die höchste Auszeichnung für Verdienste um den Pflanzenschutz. Die Anton de Bary-Medaille für langjährige Verdienste geht an Prof. Dr. Kurt Mendgen und der Julius Kühn-Preis für Nachwuchswissenschaftler an Dr. Patrick Schäfer.</p>
<p>Dr. Patrick Schäfer von der Universität Gießen erhält den Julius-Kühn-Preis 2010. Der Preis wird vom Vorstand der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG), einem der Veranstalter der Pflanzenschutztagung, verliehen und würdigt hervorragende Arbeiten junger Wissenschaftler. <br />Dr. Schäfer spannt im Sinne von Julius Kühn den großen Bogen von der grundlegenden Forschung bis hin zur Praxis. Seine Arbeiten setzen bei den Pflanzenwurzeln an, die Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Sie sind damit für die gesamte Entwicklung der Pflanze und ihrer Gesundheit von zentraler Bedeutung. Die Wurzeln zu stärken, verbessert deren Fitness gegenüber Trockenheit oder Krankheiten. Konkret forscht Schäfer an der Symbiose bzw. den positiven Wechselwirkungen zwischen Pflanzenwurzeln und einem in Indien entdeckten Pilz, <em>Piriformospora indica</em>. Dieser Symbiont macht viele Pflanzenarten widerstandsfähiger gegenüber Stressfaktoren. Um die Wurzeln zu besiedeln, muss er zuvor – so die Forschung – erst die natürliche Abwehr der Wurzeln gezielt hemmen. „Mit seinen Arbeiten trägt Dr. Schäfer entscheidend dazu bei, den Nutzen natürlicherweise vorkommender Symbionten für die landwirtschaftliche Praxis der Zukunft ausschöpfen zu können“, so Dr. Klaus Stenzel, der zweite Vorsitzende der DPG, in seiner Laudatio.<br /><br />Prof. Dr. Kurt Mendgen von der Universität Konstanz wird 2010 die Anton-de-Bary-Medaille verliehen. Mit der Medaille, die nach dem großen Mykologen und Mitbegründer der Phytopathologie, Anton de Bary, benannt ist, ehrt der Vorstand der DPG einen weltweit anerkannten Wissenschaftler. Prof. Mendgen erforschte besonders die Biologie von Rostpilzen, speziell die komplexen Wechselbeziehungen zwischen Wirt (z. B. Weizen, Gerste, Roggen) und Parasit (z. B. dem Getreiderost <em>Puccinia graminis</em>). Anton de Bary selbst entdeckte, dass die Berberitze für viele Rostpilze als Zwischenwirt dient.<br /><br />„Rostpilze können vor allem an Getreide große wirtschaftliche Schäden anrichten. Die langjährigen Arbeiten sind grundlegend wichtig für neue Bekämpfungsansätze in der Praxis“, erläutert Dr. Bernd Holtschulte, der erste Vorsitzende der DPG bei der Preisvergabe. Außerdem wird mit der Verleihung der Medaille das besondere Engagement Mendgens im Bereich der Ausbildung exzellenten Nachwuchses in der Phytomedizin gewürdigt.<br /><br />Dr. Manfred Reschke, langjähriger Leiter des Pflanzenschutzamtes Hannover, wird mit der Otto-Appel-Denkmünze, der höchsten Auszeichnung Deutschlands im Bereich des Pflanzenschutzes, geehrt. Mit der Verleihung an Dr. Reschke würdigt das Kuratorium sein langjähriges Engagement für den Pflanzenschutz in Deutschland in wissenschaftlichen sowie in praktischen und organisatorischen Bereichen. „Herr Dr. Reschke hat sich in über 30 Jahren nachhaltig und mit Erfolg dafür eingesetzt, dass sich ein moderner und an den Erfordernissen orientierter Pflanzenschutz entwickeln konnte“, so der Präsident Dr. Georg Backhaus bei der Preisübergabe.<br /><br /></p>
<h3>Weitere Informationen:</h3>
<p><strong><a href="http://www.pflanzenschutztagung.de/" title="Neues Fenster zu www.pflanzenschutztagung.de" target="_blank" class="external-link" >www.pflanzenschutztagung.de</a><br /></strong><a href="http://www.phytomed.org/" title="Neues Fenster zu www.phytomed.org" target="_blank" class="external-link" ><strong>www.phytomed.org</strong></a> (Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft)<br /><a href="http://phytomedizin.org/auszeichnungen.html" target="_blank" >phytomedizin.org/auszeichnungen.html</a> - Informationen zu den Auszeichnungen und den Preisträgern Bilder der Preisträger können bei der Pressestelle des Julius Kühn-Instituts unter pressestelle@jki.bund.de oder telefonisch unter 0531 299-3205 angefordert werden.</p>
<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 11:35:08</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung-7.html</guid></item><item><title>57. DEUTSCHE PFLANZENSCHUTZTAGUNG</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung.html</link><description><h3>Veranstalter: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. ; Pflanzenschutzdienst der Länder</h3>
<h2>Motto der diesjährigen 57. Deutsche Pflanzenschutztagung vom <strong>6. – 9. September 2010 an der Humboldt-Universität Berlin</strong></h2>
<p>Berlin (<strong>06.09.2010</strong>) Pflanzliche Lebensmittel haben direkte Gesundheitseffekte für den Menschen und werden künftig verstärkt gegessen, so eine Prognose. Gärten und Parkanlagen mit einer Vielzahl an Pflanzen wirken positiv auf die physische und psychische Gesundheit. Der wachsende Anbau von Pflanzen für künftig notwendige Nahrungsmittel erfordert neue Produktionswege. Diese Aussagen und Prognosen gehen selbstverständlich von gesunden Pflanzen aus. Krankheitserreger und Schädlinge, aber auch veränderte Klimabedingungen erfordern ständig neue Strategien und Maßnahmen, damit die Kulturpflanzen von der Aussaat bis zur Blüte bzw. Ernte gesund bleiben. Wie dies nachhaltig und umweltschonend möglich ist, erörtern die mehr als 1.300 Teilnehmer der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung.</p>
<p>Die größte deutschsprachige Fachveranstaltung im Bereich der Phytomedizin und des Pflanzenschutzes tagt vom 6. – 9.9.2010 an der Humboldt-Universität Berlin. Ausrichter sind traditionell das Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), die Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft (DPG) sowie der Deutsche Pflanzenschutzdienst. Erstmals wirken zwei Bundesländer – Berlin und Brandenburg – gemeinsam mit.<br /><br />Die wissenschaftliche Fachtagung, die ihre Themen mit 720 Vorträgen und Postern aus allen Bereichen der Phytomedizin und des Pflanzenschutzes vorstellt, präsentiert sich größer als jemals zuvor. Sie findet im zweijährigen Rhythmus statt. Eröffnet wird die Tagung vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz<br />(<span title="Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz">BMELV</span>). Für die gastgebenden Bundesländer heißt die Senatorin für Stadtentwicklung und Bürgermeisterin für Berlin, Frau Junge-Reyer, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen.<br /><br />Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Gartenbau und dem Weinbau. Neben&nbsp; Wissenschaftlern in- und ausländischer Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie werden Vertreter von Fachverbänden, des öffentlichen Dienstes bei Bund und Ländern sowie Leiter landwirtschaftlicher Unternehmen erwartet.<br /><br />Das komplette Tagungsprogramm mit allen Kurzfassungen der Vorträge und Poster ist im Internet zu finden (siehe: Weitere Informationen). Das Tagungsbüro an der Humboldt-Universität zu Berlin erreichen Sie unter der Rufnummer 030 – 2093-2534. <br /><br />Journalisten haben freien Eintritt zu allen Veranstaltungen und sind vor allem zur Plenarveranstaltung am Dienstag, den 7.9.2010, zum Motto der Tagung von 10:30 – 12:30 Uhr herzlich eingeladen. <br /><br /></p>
<h3>Weitere Informationen:</h3>
<p><strong><a href="http://www.pflanzenschutztagung.de/" title="Neues Fenster zu www.pflanzenschutztagung.de" target="_blank" class="external-link" >www.pflanzenschutztagung.de</a><br /></strong>mit Tagungsband zu 57. Deutsche Pflanzenschutztagung, Julius-Kühn-Archiv, Band 428, 548 Seiten<br /><br /></p>
<h3>Besondere Veranstaltungen:</h3>
<p><strong>6.9.2010<br /></strong>13 – ca. 15.30 Uhr<br />Eröffnungsveranstaltung zur 57. Dtsch. Pflanzenschutztagung<br /><br />Ort: Audimax Humboldt-Universität Berlin, Unter den Linden 6<br /><br /><strong>7.9.2010<br /></strong>10.30 – 12.30 Uhr<br />Plenarveranstaltung mit Diskussion zum Motto der Tagung „Gesunde Pflanze – gesunder Mensch“<br />Moderation: Hellmuth Henneberg, rbb Cottbus<br />Ort: Audimax Humboldt-Universität Berlin, Unter den Linden 6</p>

<p><em>V.i.S.d.P.: Dr. Gerlinde Nachtigall, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig, Tel. 05 31/ 299-3204, pressestelle@jki.bund.de<br />Tagungsbüro (6. – 9.9.2010), Tel. 030/ 2093 2534</em></p></description><pubDate>Mon, 06 Sep 2010 11:18:56</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/57-deutsche-pflanzenschutztagung.html</guid></item><item><title>Lebensgrundlagen der Zukunft: EU-Projekt schützt selten gewordene Wildpflanzen für die Ernährung von morgen</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/lebensgrundlagen-der-zukunft-eu-projekt-schuetzt-selten-gewordene-wildpflanzen-fuer-die-ernaehrung.html</link><description><p>Quedlinburg (<strong>30.8.2010</strong>) Würde morgen die „Schwarze Nana“ der Künstlerin Niki de Saint Phalle verschwinden, wäre dies eine Schlagzeile für viele Medien. Ginge jedoch die <em>Beta nana</em> verloren, eine für die Pflanzenzüchtung interessante sehr seltene Zuckerrüben-Wildart Griechenlands, wäre dies nicht einmal ein Lückenfüller. Europäische Agrarwissenschaftler und Artenschützer engagieren sich im EU-Projekt AEGRO unter der Leitung des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), gefährdete meist unscheinbare Wildpflanzenarten zu erhalten, die mit unseren Kulturpflanzen wie Weizen, Gerste oder Rüben verwandt sind. Dies soll in ihrer natürlichen Umgebung (<em>in situ</em>) geschehen. Als Ergebnis des Verbundprojektes entstand erstmals ein Informationssystem, mit dem sich Vorkommen von Wildarten in bereits bestehenden Natura 2000 Schutzgebieten lokalisieren lassen. „Wir wollen keine neuen Artenschutzkategorien oder -gebiete schaffen. Ziel ist, die bestehenden Instrumente des Artenschutzes langfristig auch für diese unscheinbaren Pflanzen einzusetzen. Damit möchten wir die für die gegenwärtige und zukünftige Ernährung unschätzbar wertvollen Ressourcen gezielt und nachhaltig sichern“,&nbsp; so Dr. Lothar Frese vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>, der Koordinator des Projektes. Vom 13. – 16. September diskutieren 80 Wissenschaftler aus Europa, den USA, China und Syrien diese Themen während eines Symposiums in Funchal auf Madeira.<br /><br />Das AEGRO-Projekt führt u.a. dazu, dass für die Wildart <em>Beta patula</em> auf einer Schäre im Südosten der Insel Madeira ein so genanntes „genetisches Schutzareal“ entstehen wird. In Wildarten finden sich oft Gene, die für die Züchtung vor allem widerstandsfähiger Sorten von enormer Bedeutung sind. Viele dieser Gene sind in den heutigen Sorten nicht vorhanden. „So schädigt ein Vergilbungsvirus die Kulturrüben wesentlich stärker als die Wildart, <em>B. patula</em>, was auf eine Resistenz hindeutet. <em>B. patula</em> kann helfen, die Zuckerrübe auf dem Wege der Züchtung zu verbessern“,&nbsp; hofft Dr. Edgar Schliephake vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. <br /><br />Artenvielfalt zu erhalten ist ein Wunsch vieler Bürger, die sich zunehmend für die Erhaltung selten gewordener Tierrassen oder Obstformen engagieren.&nbsp; Das ´Bunte Bentheimer´ Schwein, den ´Freiherr von Berlepsch´ oder die Kartoffelsorte ´Linda´ kennt man – aber die Wildgerste, <em>H</em><em>ordeum bulbosum</em>? „Das Verschwinden letztgenannter Art würden nur wenige Experten bemerken“, so Frese. Diese mit der Kulturform kreuzbare Wildgerste ist für Züchter sehr wichtig. Sie trägt ein kürzlich gefundenes Gen, das der Kulturgerste eine vollständige Resistenz gegen das Gelbverzwergungsvirus verleiht (Presseinfo des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> vom 31.8.2009). <br /><br />Im Mittelmeerraum ist die Vielfalt an Pflanzen besonders hoch. 85 für unsere Ernährung wichtige Kulturpflanzenarten entstanden hier aus ihren Vorfahren wie Wildgersten oder Wildrüben. Die Wissenschaft beschreibt sie als wildlebende Verwandte unserer Kulturarten (Crop Wild Relatives). Sie werden bisher weder durch den Naturschutz effektiv geschützt noch sind sie in Genbanken in nennenswertem Umfang repräsentiert. <br /><br />„Durch das Projekt AEGRO konnte eine neue, überzeugende, nachhaltige und für Naturschutz und Landwirtschaft synergistische Strategie zur <em>in situ</em> Erhaltung ökonomisch wichtiger Wildpflanzenarten entwickelt werden“, resümiert Frese. „Jetzt gilt es, die Kontinuität dieser Arbeiten zu gewährleisten und sie auf andere schutzwürdige Wildarten zu übertragen.“ Dies ist keine leichte Aufgabe: In vielen EU-Ländern liegt die Verantwortung zur Erhaltung der Artenvielfalt (der so genannten pflanzengenetischen Ressourcen) sowohl im Agrar- als im Naturschutzbereich. Ein Lichtblick ist, dass in dem jetzt gestarteten EU Vorhaben „PGR Secure” (Novel characterization of crop wild relative and landrace resources as a basis for improved crop breeding) die Arbeit konsequent fortgesetzt werden kann.</p>
<h2>Weitere Informationen:</h2>
<p>EU-Projekt AEGRO:<br /><a href="http://aegro.bafz.de/" title="Neues Fenster zu http://aegro.bafz.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>http://aegro.bafz.de/ </strong></a></p>
<p>Symposium in Funchal/Madeira vom 13. – 16.9.2010:<br />“Towards the establishment of genetic reserves for crop wild relatives and landraces in Europe”<br /><strong><a href="http://www3.uma.pt/cem/aegro.ecpgr.symp/index.html" title="Neues Fenster zu http://www3.uma.pt/cem/aegro.ecpgr.symp/index.html" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www3.uma.pt/cem/aegro.ecpgr.symp/index.html</a><br /></strong></p>
<h2>Natura 2000:</h2>
<p>ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zum Erhalt der in der EU gefährdeten Lebensräume und Arten. Siehe z. B.: <a href="http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/20286.php" title="Neues Fenster zu http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/20286.php" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/20286.php</strong></a><br /><br /></p>
<h3>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</h3>
<p>Dr. Lothar Frese<br />Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen<br />am Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>)<br />Erwin-Baur-Straße 27, 06484 Quedlinburg<br />Tel.: 03946 / 47 701<br />E-Mail: lothar.frese(at)jki.bund.de<br /><br /></p></description><pubDate>Mon, 30 Aug 2010 14:17:06</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/lebensgrundlagen-der-zukunft-eu-projekt-schuetzt-selten-gewordene-wildpflanzen-fuer-die-ernaehrung.html</guid></item><item><title>Biologische Vielfalt bei Pflanzen erkennen, nutzen und bewahren</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/biologische-vielfalt-bei-pflanzen-erkennen-nutzen-und-bewahren.html</link><description><p>Quedlinburg <strong>(<strong>28.07.2010</strong>)</strong> Beim Begriff „Biodiversität“, zu deutsch „biologische Vielfalt“, denken viele zunächst nur an exotische Urwälder und vom Aussterben bedrohte Lebensgemeinschaften in fernen Ozeanen. Doch biologische Vielfalt gibt es auch vor unserer Haustür. Durch landwirtschaftliche Nutzung gibt es Wiesen und Weiden, wo sonst nur Laubmischwald wäre. Bei unseren heimischen Obstarten, Kräutern oder Gemüse gibt es Wildarten, alte und neue Sorten, die die biologische Vielfalt im Sortiment ausmachen. In der Genbank Gatersleben werden Samenmuster von wichtigen Kulturpflanzen und ihren Vorfahren gesammelt. Unter der Federführung des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) haben sich fünf Lehr- und Forschungseinrichtungen aus Sachsen-Anhalt zusammengefunden, um am 12. und 13. August ihre Forschung zur biologischen Vielfalt bei Pflanzen für die Bürger greifbar zu machen. Die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung zum „Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt 2010“ hat der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts Prof. Dr. Wolfgang Böhmer übernommen.<br /><br />Allgemeinverständliche Vorträge am 12. August (13.00-18.00 Uhr) geben Einblicke in Forschungen zur Artenvielfalt bei Obst und Wein, die ambivalenten Beziehungen zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Biodiversität, der Bedeutung von Wiesen und Säumen sowie den Nutzen von Kulturpflanzen-Genbanken. Eine Begleitpräsentation bietet Vielfalt zum Kosten, Anfassen und „Mit-nach-Hause-nehmen“.<br /><br />Der 13. August ist als Projekttag „Schüler fragen Wissenschaftler“ geplant. Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und 12 des Quedlinburger GutsMuth-Gymnasiums arbeiten sich ab 9.30 Uhr in das Thema ein. Ab 11.45 Uhr werden sie Wissenschaftlern der fünf Einrichtungen ihre Fragen stellen. „Wir möchten mit unserer Veranstaltung den doch recht abstrakten Begriff der Biodiversität mit Leben füllen“, so der Präsident des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> Dr. Georg F. Backhaus. „Es ist uns ein Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wo sie Artenvielfalt vorfinden und wer sich in Sachsen-Anhalt für die Nutzung und Erhaltung speziell der Vielfalt bei Pflanzen einsetzt. Und das nicht nur im internationalen Jahr der biologischen Vielfalt, sondern dauerhaft“, erklärt Backhaus.<br /><br /><a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/aktuelles/veranstaltungskalender/termine-informationsseite/Termine/biologische-vielfalt-bei-pflanzen-forschung-in-sachsen-anhalt.html" title="Interner Link zur Veranstaltung" target="_blank" class="internal-link" ><strong>weitere Informationen</strong></a><br /><br /><strong>Eckdaten:</strong> Was-Wann-Wo?<br />12. August 13.00 bis 18.00 Uhr Vorträge für jedermann / Begleitausstellung<br />13. August 9.30 bis 13.00 Uhr Schüler fragen Wissenschaftler / Begleitausstellung<br />Ort: Julius Kühn-Institut, Erwin-Baur-Str. 27, 06484 Quedlinburg<br /><br /><strong>Partner:<br /></strong></p><ul><li>Hochschule Anhalt (FH) Bernburg, Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung</li><li>Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG), Zentrum für Gartenbau und Technik Quedlinburg-Ditfurt</li><li>Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), Fakultät III (Landwirtschaft)</li><li>Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben</li></ul></description><pubDate>Wed, 28 Jul 2010 12:08:12</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/biologische-vielfalt-bei-pflanzen-erkennen-nutzen-und-bewahren.html</guid></item><item><title>Praxisflächen mit Winterraps (2010/2011) gesucht</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/praxisflaechen-mit-winterraps-20102011-gesucht.html</link><description><p><strong>Braunschweig (20.07. 2010)</strong> Zum Auszählen von Rapsdurchwuchs suchen Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig für den Herbst 2010 Schläge mit langjährigem Rapsanbau in Nord- und Ostdeutschland (Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen).Während der Rapsaussaat werden auf den Flächen 10 Saatfenster (unbestellte Flächen) angelegt, in denen die Mitarbeiter des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> Rapsdurchwuchs pro m² auszählen wollen. Ein Aufwandsausgleich von 100 Euro ist dafür vorgesehen. Später wird der Einfluss verschiedener Managementgrößen auf Rapsdurchwuchs ausgewertet. Damit soll Durchwuchs noch gezielter kontrolliert werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Wenn Sie als Landwirt am Erkenntnisgewinn der Studie teilhaben möchten, wenden Sie sich bitte an den <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Wissenschaftler </p>
<p><strong>Heinrich Thöle (Institut SG)</strong><br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Messeweg 11/12, 38104 Braunschweig<br />Tel. 0531 / 299-3837<br />E-Mail: heinrich.thoele(at)jki.bund.de</p>
<p><strong>Infos:</strong> Größe eines Säfensters: 3 bis 4 m x Arbeitsbreite der Drillmaschine (in m)</p>
<p><strong>Prinzip:</strong> Unterbrechen des Saatgutstromes der Drillmaschine bei der Rapsaussaat (so weit technisch umsetzbar); Saatbettbereitung wie auf dem Rest des Schlages.</p>
<p>Max. nicht bestellte Fläche bei 10 Säfenstern: 10 x 4 x 6 m = 240 m² (Möglicher Ertragsverlust: ca. 1,2 dt bei 50 dt pro ha)</p></description><pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:47:14</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/praxisflaechen-mit-winterraps-20102011-gesucht.html</guid></item><item><title>Zikaden als Krankheitsüberträger an Reben</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/zikaden-als-krankheitsuebertraeger-an-reben.html</link><description><p><strong>Bernkastel-Kues (15.07.2010)</strong> Zikaden: Sie profitieren vom Klimawandel, wechseln ihre Pflanzenwirte und transportieren so die Erreger der Schwarzholzkrankheit in die Rebstöcke der Mosel-Steillagen. Um Zikaden sicher zu identifizieren, braucht es ein gewisses Know-How. Dieses Wissen eigneten sich Nachwuchsforscher aus 12 Ländern in der vergangenen Woche am Julius Kühn-Institut (ehemals „die Bio“) in Bernkastel an. Vom 5. bis 9. Juli hatten Dr. Michael Maixner und seine Kollegen zum „Workshop über Zikaden als Überträger von Phytoplasmen bei Reben“ geladen.</p>
<p>„Phytoplasme - das sind zellwandlose Krankheitserreger - verursachen immer häufiger Probleme in verschiedenen Kulturen. Deswegen haben wir uns mit Wissenschaftlern aus Europa und den angrenzenden Mittelmeerländern zu einem so genannten COST- Netzwerk zusammengetan, berichtet der <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Wissenschaftler Dr. Michael Maixner. „Da wir über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Zikaden als Überträger der Vergilbungskrankheiten verfügen, haben wir den europäischen Jungwissenschaftlern die notwendigen Arbeitsmethoden am Objekt demonstriert. Nun können sie selber zu Hause die Methoden anwenden.“</p>
<p>Verstärkt durch Kolleginnen und Kollegen der Universitäten von Berlin und Mainz boten die Bernkasteler eine Kombination aus Erfahrungsaustausch, Laborarbeiten und praktischen Arbeiten in den Weinbergen an. Ziel war es, krankheitsübertragende Zikaden sicher zu identifizieren, ihre Verbreitung und Ansprüche an den Lebensraum zu untersuchen und ihre Lebensweise zu studieren. Darüber wurden Kenntnisse über molekularbiologische, verhaltensbiologische und populationsgenetische Arbeitsmethoden vermittelt. Sie sind notwendig, um Lebensweise und Verhalten der Krankheitsüberträger besser kennenzulernen und darauf aufbauend Bekämpfungsstrategien zu entwickeln. Für die meisten Teilnehmer war die Veranstaltung die erste Gelegenheit, die Mosel als größtes Steillagenweinbaugebiet Europas&nbsp; wie auch ihre Weine kennenzulernen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen aus Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Griechenland, Israel, Italien, Libanon, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, der Türkei und Ungarn.<br /><br /></p>
<h3>Hintergrundinfo zur Schwarzholzkrankheit:</h3>
<p>Die Schwarzholzkrankheit und ähnliche Vergilbungskrankheiten der Rebe werden durch so genannte Phytoplasmen verursacht. Diese Krankheitserreger können die Reben nur infizieren, wenn sie durch Zikaden übertragen werden.</p>
<p>Hintergrundinfos zur COST-Action FA0807: Integrated Management of Phytoplasma Epidemics in Different Crop Systems unter <a href="http://www.costphytoplasma.eu/" title="Neues Fenster zu costphytoplasma" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>http://www.costphytoplasma.eu/</strong></a></p>
<p>Die Wissenschaftler des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Instituts für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau sind in der Working-Group 3 an diesem Netzwerk aktiv beteiligt. COST steht für European Cooperation in Science and Technology (<a href="http://www.cost.esf.org/" title="Neues Fenster zu COST" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>http://www.cost.esf.org/</strong></a>). COST ist ein Rahmenprogramm der EU mit dem länderübergreifende Forschung gefördert wird. COST-Actions sind eine der drei Fördersäulen für gemeinsame EU-Forschung.<br /><br /></p></description><pubDate>Wed, 14 Jul 2010 17:24:18</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/zikaden-als-krankheitsuebertraeger-an-reben.html</guid></item><item><title>Staatssekretärin Julia Klöckner eröffnet Deutsche Genbank Reben am Julius Kühn-Institut Geilweilerhof – neue Internetseite freigeschaltet</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/staatssekretaerin-julia-kloeckner-eroeffnet-deutsche-genbank-reben-am-julius-kuehn-institut-geilweil.html</link><description><p><strong>Siebeldingen (09.07.2010)</strong> Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Julia Klöckner, schaltete bei dem ersten Geilweilerhof-Weinforum des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) die Internetseite zur Deutschen Genbank Reben frei. „Die Summe ist mehr als das Einzelne. Mit der Deutschen Genbank Reben (DGR) wird erstmals das Wissen, welche Rebsorten in den Sortimenten der Partner der DGR existieren, zusammengeführt. Bereits jetzt mit dem Start sind in der DGR über 5.000 Rebsorten oder Akzessionen aufgenommen. Damit kann langfristig die Biodiversität, die Vielfalt der Weinreben nachhaltig gesichert werden“, freut sich Julia Klöckner, die mit einem Knopfdruck die Datenbank für jedermann zugänglich machte. „Die Bundesregierung trägt mit der Etablierung dieser und anderer Genbanken dazu bei, dass auch künftigen Generationen die immer wertvoller werdenden pflanzengenetischen Ressourcen zur Verfügung stehen“, so Klöckner weiter. Die DGR hat sieben Kooperationspartnern. Die Koordination liegt in den Händen des Julius Kühn-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen), einer von vier Forschungseinrichtungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums.<br /><br />Die Partner der Genbank Reben haben sich verpflichtet, die Sortenvielfalt der Weinreben in Deutschland zu bewahren. Forscher, Züchter und Interessierte können über die Genbank auf Material der Sammlungen zugreifen. Ein wichtiger Aspekt, wenn es um züchterisch wichtige Ziele wie die Anpassung neuer Rebsorten an veränderte Umwelt- oder Klimabedingungen oder die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten geht. Alle bereits in die Datenbank importierten Rebsortendaten der Kooperationspartner sind ab sofort im Internet zugänglich und frei recherchierbar. Es kann gezielt nach Rebsortennamen oder nach bestimmten Merkmalen wie zum Beispiel Farbe der Beeren, Herkunft, Nutzung und Züchter gesucht werden.<br /><br />Die Arbeit ist mit dem Startschuss aber noch lange nicht beendet. In den kommenden Jahren gilt es, die Genbank Reben mit züchterisch wichtigen und historischen Rebsorten zu ergänzen sowie den Datenbestand zu den einzelnen Akzessionen zu verbessern. Außerdem sollen genetische Fingerabdrücke eingesetzt werden, um die oft schwer zu unterscheidenden Sorten und Akzessionen eindeutig zu bestimmen und zuordnen zu können. Die Datenbank wurde vom Julius Kühn-Institut programmiert. Sie ist an dessen Hauptsitz in Quedlinburg angesiedelt und wird von dort betrieben. Am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof selbst werden für die Genbank derzeit rund 3.900 Rebsorten und Akzessionen gepflegt.<br /><br /><strong>Schirmherrin</strong> des erstem Geilweilerhof-Weinforums, das künftig alle zwei Jahre stattfinden wird, ist Bundesministerin Ilse Aigner.<br /><br /><strong>Deutsche Genbank Reben<br /></strong><a href="http://www.deutsche-genbank-reben.jki.bund.de/" title="Neues Fenster zur Datenbank DGR" target="_blank" class="external-link-new-window" ><strong>www.deutsche-genbank-reben.jki.bund.de</strong></a></p>
<p><strong>Sammlungshaltende Partner der Deutschen Genbank Reben</strong></p><ul><li>Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dieses vertreten durch das Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg (Koordinator)</li><li>Bundessortenamt, Hannover</li><li>Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz - Neustadt a.d.W., Neustadt a.d.W. </li><li>Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim</li><li>Staatliches Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg, Weinsberg</li><li>Forschungsanstalt Geisenheim, Geisenheim/Rhein</li><li>Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, Freiburg</li></ul><p>Weiterer <strong>Partner der Deutschen Genbank</strong> Reben ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, die für die Einbindung in die internationale Zusammenarbeit zuständig ist. <br /><br /><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>:<br /></strong>Dr. Erika Maul<br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Institut für Rebenzüchtung<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#101;&#114;&#105;&#107;&#97;&#46;&#109;&#97;&#117;&#108;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Maila an Erika Maul" class="mail" ><strong>erika.maul@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de </strong></a></p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h2>Hintergrundinformation:</h2>
<p><strong>Programm 1. Geilweilerhof-Weinforum am 9.7.2010 von 15 - 17.00 Uhr</strong></p>
<p><strong></strong>Begrüßung durch Präsidenten des Julius Kühn-Instituts, Dr. Georg F. Backhaus<br />Grußworte:</p><ul><li>Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner</li><li>Präsidenten des Pfälzischen Weinbauverbandes, Edwin Schrank</li><li>Leiter des Informations- und Koordinationszentrums für Biologische Vielfalt der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Dr. Frank Begemann</li></ul><p><strong>Kurzvortrag</strong> „Von der Wildrebe zur Kulturrebe“<br />Vortragender: Leiter des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Dr. Reinhard Töpfer</p>
<p><strong>Eröffnung bzw. Freischaltung</strong> der Deutschen Genbank Reben durch die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner </p>
<p><strong>Weinprobe</strong> Weißer Heunisch, Weißer Elbling, Gelber Orleans, Vinum hunicum (huntscher Wein), Vinum francium (frentscher Wein), Vitis sylvestris, Schwarzelbling, Blauer Gänsfüßer, Blauer Arbst </p>
<p><strong>Führung</strong> durch die Versuchsanlagen durch den Leiter der Arbeitsgruppe Züchtungsforschung des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Dr. Rudolf Eibach</p></description><pubDate>Fri, 09 Jul 2010 15:26:17</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/staatssekretaerin-julia-kloeckner-eroeffnet-deutsche-genbank-reben-am-julius-kuehn-institut-geilweil.html</guid></item><item><title>Der Asiatische Marienkäfer: Nützling, Schädling oder Lästling?</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/der-asiatische-marienkaefer-nuetzling-schaedling-oder-laestling.html</link><description><p><strong>Siebeldingen (08.07.2010)</strong> Im Sommer und Herbst könnte er zum Schrecken mancher Obst- und Weinbauern ebenso wie mancher Anwohner werden: der Asiatische Marienkäfer, <em>Harmonia axyridis</em>. Seit ungefähr 10 Jahren hat er sich in Deutschland fest etabliert. Winzer befürchten, dass der Neuankömmling die typischen Geschmacksnoten des Weins beeinträchtigen kann, wenn zu viele Käfer mit in die Maische geraten; Obstbauern, dass er vor allem weichhäutiges Obst wie Himbeeren anfressen kann. Allerdings gibt es noch viele offene Fragen, denen das Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) in den kommenden Jahren wissenschaftlich auf den Grund gehen will. „Um die aktuelle Verbreitung von <em>Harmonia</em> in den verschiedenen Wein- und Obstanbaugebieten zu erfassen und seine ökologischen Ansprüche besser zu verstehen, haben wir einen Fragebogen entwickelt“, so Susanne Kögel vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau. „Wir bitten Obst- und Weinbauern, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um die Fragen zu beantworten und uns per Mail, Fax oder Post zu senden“. Weiterhin informiert ein neu aufgelegtes Faltblatt des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> über den Käfer.<br /><br />Am 8. und 9. Juni findet am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> außerdem ein erstes Fachgespräch zu <em>H. axyridis</em> statt. Ziel ist, die bisherigen Kenntnisse zur Biologie und Verbreitung des Käfers, zu möglichen gesundheitlichen Risiken oder Problemen bei der Weinbereitung zusammenzufassen und auszutauschen. Es wird ebenfalls darum gehen, welche Schäden er tatsächlich verursachen kann und welcher Nutzen (zum Beispiel als Blattlausräuber) dem gegenüber steht. Diese und weitere Themen werden von rund 40 Wissenschaftlern präsentiert und diskutiert. „Wir gehen davon aus, dass wir nach diesem ersten Zusammentreffen Ansätze für gemeinsame Forschungsprojekte entwickeln, damit rasch Lösungen für die noch offenen Fragen in den Bereichen Pflanzenschutz, aber auch der Schädlingsbekämpfung und des Verbraucherschutzes gefunden werden“, sagte der Präsident des Julius Kühn-Instituts, Dr. Georg F. Backhaus, bei der Eröffnung.<br /><br /></p>
<h3>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</h3>
<p>Dr. Christoph Hoffmann<br />Dr. Jürgen Gross<br />Susanne Kögel <br />Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) - Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau<br />Tel.: 06345 41-137 oder -221<br />Tel.: 06221 86805-21 (Dr. Gross)<br /><br /></p>
<h3>Weitere Links und Informationen:</h3>
<p><a href="en/startseite/institute/pflanzenschutz-obst-und-weinbau/asiatischer-marienkaefer.html" title="Interner Link zur Seite Asiatischer Marienkäfer" target="_blank" class="internal-link" ><strong>www.jki.bund.de/harmonia.html</strong></a></p><ul><li>Fragebogen für Wein- und Obstbauern zu Asiatischem Marienkäfer</li><li>Faltblatt des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> „Asiatischer Marienkäfer“</li><li>Programm des Fachgesprächs „Der Asiatische Marienkäfer Harmonia axyridis – Nützling, Schädling oder Lästling? – Herausforderungen an den Pflanzenschutz und den Verbraucherschutz“ am 8. und 9. Juni 2010 am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>, Siebeldingen</li></ul></description><pubDate>Thu, 08 Jul 2010 12:07:49</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/der-asiatische-marienkaefer-nuetzling-schaedling-oder-laestling.html</guid></item><item><title>Keine Binsenweisheiten, sondern Wissenschaft zum Anfassen</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/keine-binsenweisheiten-sondern-wissenschaft-zum-anfassen-julius-kuehn-institut-in-braunschweig-a-l.html</link><description><p>Braunschweig (<strong>21.06.2010</strong>) Groß und Klein sind herzlich eingeladen zum ersten Tag der offenen Tür des Julius Kühn-Instituts –Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>). Viele Bürger kennen das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> noch unter dem Namen Biologische Bundesanstalt oder kurz BBA. Das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> öffnet am 26. Juni von 10 bis 16 Uhr die Pforten zu seinem Gelände am Messeweg 11 – 12 in Braunschweig-Gliesmarode. <br /><br />Präsentiert wird Wissenswertes zu verschiedenen Pflanzen auf unseren Äckern, im Wald oder im Garten, zu wichtigen Krankheiten und Schädlingen, zu alten und neuen Unkräutern sowie nützlichen Helfern in Feld und Garten. Sie können mit Ihren kranken Pflanzen den Pflanzen- und den Baumdoktor aufsuchen, die Sie bei der Diagnose beraten und Tipps zur Bekämpfung geben. Aktuelle Themen sind die Gefahr durch das Jakobs-Kreuzkraut für unsere Pferde oder die Gefahr durch eingeschleppte Pflanzen, die - wie die Beifuß-Ambrosie – allergene Wirkungen haben. Der neue Schwingungsprüfstand zeigt, wie am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> Fahrten mit Pflanzenschutzgeräten simuliert werden. Auch Sägeräte stehen seit 2008 im Fokus der Untersuchungen. Welche Vorteile für den Landwirt, aber auch für Sie als Verbraucher bieten zum Beispiel neue Sorten, die gegen Krankheiten oder Schädlinge resistent sind. Warum und wann ist Pflanzenschutz nötig? Was leistet die Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>? Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des Programms, wobei die Besucher an vielen Stationen auch selbst aktiv sein können. Eine kleine Ausstellung zeigt die eingesandten Schülerarbeiten zum diesjährigen Fotowettbewerb „Kulturpflanze, Landschaft und Artenvielfalt“.<br /><br />Natürlich kommen Kinder nicht zu kurz. Viele Themen sind speziell für sie. So können sie in unserer Prüfhalle testen, ob sie schon mit einer Rückenspritze umgehen können. An anderen Stationen wird beispielsweise mit Holz gepuzzelt, Viren gebastelt, das Samenkarussell gedreht oder es entsteht mit Schminke ein Insektenlook. Die Hüpfburg lädt zum Toben ein. Beim Insektenquiz der besonderen Art können Kinder und Erwachsene gleichermaßen ihr Wissen testen. Ebenso beim Lebensmittelquiz mit der Frage: Aus welcher Pflanze wird was hergestellt?<br /><br />Als Bundesforschungseinrichtung im Bereich der Landwirtschaft legt das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung. Die Auszubildenden präsentieren sich und beantworten gerne Fragen zu Ihren Ausbildungsgängen.<br /><br />Für das leibliche Wohl ist mit Mittagsimbiss, Gegrilltem, Kuchen und Getränken gesorgt. Als Besonderheit präsentiert der Kellermeister aus Bernkastel-Kues persönlich „seine“ <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-eigenen Mosel-Weine zur Verkostung.<br /><br /><a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/aktuelles/veranstaltungskalender/termine-informationsseite/Termine/tag-der-offenen-tuer-1.html" title="Neues Fenster zum Veranstaltungshinweis ToffT in Braunschweig" target="_blank" class="internal-link" ><strong>&gt;&gt; Weitere Informationen</strong></a><br /><br /></p></description><pubDate>Mon, 21 Jun 2010 14:39:11</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/keine-binsenweisheiten-sondern-wissenschaft-zum-anfassen-julius-kuehn-institut-in-braunschweig-a-l.html</guid></item><item><title>Julius Kühn-Institut schaltet neues Internetportal zum Ökologischen Landbau frei</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-schaltet-neues-internetportal-zum-oekologischen-landbau-frei.html</link><description><p>Kleinmachnow (<strong>11.6.2010</strong>) Das vom Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) eingerichtete Themenportal <a href="http://oekologischerlandbau.jki.bund.de/" title="Neues Fenster zum Themenportal Ökologischer Landbau" target="_blank" class="external-link-new-window" >oekologischerlandbau.jki.bund.de</a> ist für alle Bürger frei zugänglich. „Als erstes haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Forschungsergebnisse des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> zur alternativen Krankheits- und Schädlingsabwehr zu bündeln. Aber auch Ergebnisse vieler anderer Einrichtungen, die Wege suchen, um Pflanzen im Ökolandbau gesund zu erhalten, finden sich im neuen Internetauftritt“, so Dr. Stefan Kühne vom Julius Kühn-Institut. Er betreut das Portal wissenschaftlich und hat dafür gesorgt, dass es mit anderen wichtigen Internetportalen vernetzt ist. <br /><br />Das neue Portal führt die vielfältigen Informationen z. B. zur Biologie von Schadorganismen wie Blattläusen oder Pilzkrankheiten oder der Anwendung von Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmitteln im Ökolandbau zusammen. Seit Jahren arbeiten die Forschungsinstitute des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> an offenen Fragen bzw. Problemen dieser Bewirtschaftungsform - vor allem im Bereich Pflanzenschutz. Auch künftig werden Konzepte für den ökologischen Anbau von Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Getreide oder Gemüse, ihren Schutz und ihre Pflege entwickelt. „Die praxisnahen Ergebnisse aus unseren eigenen Versuchen sind und werden immer im Portal zu finden sein“, verspricht Kühne.<br /><br />In der Agrarpolitik der Bundesregierung Deutschland nimmt der Ökologische Landbau einen hohen Stellenwert ein. Er entspricht in besonderem Maße den Kriterien der Nachhaltigkeit und kann daher in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle für eine nachhaltige Landbewirtschaftung übernehmen. Die ökologisch bewirtschafteten Anbauflächen nehmen besonders in den neuen Bundesländern zu.<br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:<br /></strong>Dr. Stefan Kühne<br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Institut für Strategien und Folgenabschätzung im Pflanzenschutz <br />Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow<br />Tel.: 033203 / 48-312<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#115;&#116;&#101;&#102;&#97;&#110;&#46;&#107;&#117;&#101;&#104;&#110;&#101;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an Stefan Kühne" class="mail" >stefan.kuehne@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a><br /><br /><br /><strong>Weitere Links:</strong><br /><strong><a href="http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de/" title="Neues Fenster zum Bundesprogramm Ökolandbau" target="_blank" class="external-link" >http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de</a><br /></strong><strong><a href="http://www.bvl.bund.de/" title="Neues Fenster zum BVL" target="_blank" class="external-link" >http://www.bvl.bund.de</a><br /></strong><strong><a href="http://www.oekolandbau.de/" title="Neues Fenster zum Portal Ökolandbau" target="_blank" class="external-link" >www.oekolandbau.de</a><br /></strong><strong><a href="http://www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Oekolandbau/oekolandbau_node.html" title="Neues Fenster zum BMELV Bereich Ökolandbau" target="_blank" class="external-link" >http://www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Oekolandbau</a>/oekolandbau_node.html</strong></p></description><pubDate>Fri, 11 Jun 2010 11:03:05</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-schaltet-neues-internetportal-zum-oekologischen-landbau-frei.html</guid></item><item><title>Spielerisch Pflanzenschutzprobleme lösen – Geht das?</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/spielerisch-pflanzenschutzprobleme-loesen-geht-das.html</link><description><p><strong>Braunschweig/Kleinmachnow (09.06.10) Pünktlich zu den DLG-Feldtagen vom 15. bis 17. Juni auf dem Rittergut Bockerode in Springe-Mittelrode (Niedersachsen) stellt das Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) ein Kartenspiel vor, mit dem spielerisch, aber kompetent, geeignete Maßnahmen zur Lösung verschiedenster Pflanzenschutzprobleme aufgezeigt werden.</strong></p>
<p>Berater und Landwirte in Großbritannien nahmen das Kartenspiel im vergangenen Jahr mit großer Begeisterung auf. Entwickelt wurde es im Rahmen des Exzellenznetzwerkes ENDURE im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU von Forschern des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), des Dänischen Agrarberatungsdienstes (DAAS) und der Landwirtschaftsberatung Mecklenburg-Vorpommern (LMS). Die deutsche Version von <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> und LMS berücksichtigt die spezifischen Bedingungen in Deutschland und greift die bekannten allgemeinen Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes auf. Das Spiel kann nach den DLG-Feldtagen als PDF-Datei unter <a href="http://nap.jki.bund.de/" title="Neues Fenster zum Themenportal NAP" target="_blank" class="external-link" ><strong>http://nap.jki.bund.de</strong></a> heruntergeladen oder direkt beim <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> angefordert werden.<br /><br />„Die Stärke des Spiels ist, das Landwirte, Berater und Schüler ihr Wissen zum integrierten Pflanzenschutz auf sichere Füße stellen“, so Dr. Bernd Hommel vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Strategien und Folgenabschätzung. Das Kartenspiel umfasst 10 Karten mit regional spezifischen Pflanzenschutzproblemen und 21 Karten mit verschiedenen Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes. Gespielt wird in Gruppen zu je zwei bis fünf Spielern. Jede Gruppe bekommt eine Karte mit dem gleichen Pflanzenschutzproblem sowie die Karten mit den Lösungsvorschlägen. Nach etwa 20-minütiger Diskussion der Gruppenmitglieder sollte die Auswahl der drei nachhaltigsten Lösungsvorschläge für das Problem gefunden sein. Anschließend stellen die verschiedenen Gruppen ihre Ergebnisse vor und diskutieren die Auswahl gemeinsam. Danach kann das nächste Problem an den Tischen „gespielt“ werden. Ebenso können parallel verschiedene Probleme spielerisch „beackert“ werden.<br /><br />Die aktuelle deutsche Version des Spiels umfasst Pflanzenschutzprobleme wie die Zunahme von Ungräsern und Unkräutern wie Trespe-Arten, Ackerfuchsschwanz, Kamille und Storchschnabel, das Auftreten von Ährenfusariosen und Mykotoxinen in Winterweizen und Mais oder Schädigungen durch Schnecken und Krankheitsbefall von Getreide im Herbst. Die Lösungskarten bieten eine Auswahl von Instrumentarien des integrierten Pflanzenschutzes wie Sortenwahl, Saatbettbereitung, Fruchtfolge, Aussaattermine, Beratung, Entscheidungshilfen, Befallserhebungen, alternative Bekämpfungsmaßnahmen, gezielte chemische Bekämpfung, Mittelwahl und Resistenzvermeidungsstrategien an.<br /><br />„Der Charme des Spieles besteht darin, dass es jederzeit verbessert und erweitert werden kann, wenn zum Beispiel neue Probleme vorliegen oder es neue Erkenntnisse zu bestimmten Pflanzenschutzproblemen gibt“, resümiert Hommel.<br /><br />Weitere Themen, die das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> auf den Feldtagen präsentiert finden sich auf der Seite www.jki.bund.de/dlg-feldtage.html<br /><strong><br />Ihr Ansprechpartner:<br /></strong>Dr. Bernd Hommel<br /><abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Strategien und Folgenabschätzung im Pflanzenschutz Kleinmachnow<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#98;&#101;&#114;&#110;&#100;&#46;&#104;&#111;&#109;&#109;&#101;&#108;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an Bernd Hommel" class="mail" >bernd.hommel@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de </a></p>
<p><strong>Weiter Informationen:</strong><br /><a href="http://nap.jki.bund.de/" title="Neues Fenster zum Themenportal NAP" target="_blank" class="external-link" >http://nap.jki.bund.de</a><br /><a href="http://www.endure-network.eu/" title="Neues Fenster zu ENDURE" target="_blank" class="external-link" >www.endure-network.eu</a><br />www.jki.bund.de/dlg-feldtage.html</p></description><pubDate>Wed, 09 Jun 2010 09:21:47</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/spielerisch-pflanzenschutzprobleme-loesen-geht-das.html</guid></item><item><title>15 Jahre Dauerversuche - Einladung zum Versuchsfeldtag des Julius Kühn-Instituts in Brandenburg</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/15-jahre-dauerversuche-einladung-zum-versuchsfeldtag-des-julius-kuehn-instituts-in-brandenburg.html</link><description><p>Kleinmachnow (7.6. 2010) Am Mittwoch, den 9. Juni (10-13 Uhr) findet der traditionelle Feldversuchstag des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) in Dahnsdorf statt. Dauerfeldversuche, wie sie das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> oder Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen hier seit 15 Jahren durchführt, sind ein gutes Instrument, mit dem sich der Einfluss des Klimawandels auf Schädlinge, die Wirkung der Pflanzenschutzmittel und der Ertrag abschätzen läßt.<br /><br />„So einen nassen und kalten Mai hatten wir selten“, stellt Dr. Jürgen Schwarz, der wissenschaftliche Versuchsfeldleiter, fest. „Im Vergleich zum Vorjahr sind wir mit der Pflanzenentwicklung zurück. Besonders der wärmeliebende Mais ist noch sehr klein. Aber so ist die Landwirtschaft eben, kein Jahr ist wie das andere.“<br /><br />Wegen dieser „Wechsellaunen“ der Natur zeichnen sich wichtige Trends erst nach etlichen Jahren, häufig erst nach Jahrzehnten, ab. Dann lässt sich erkennen, wie sich im Boden lebende Schaderreger entwickeln und welche Unkräuter sich als besonders hartnäckig erweisen. Für beide gilt: sie sollen der Umwelt und dem Geldbeutel des Landwirtes zuliebe nur mit dem notwendigen Maß an Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Dauerfeldversuche liefern die Grundlage für die Erstellung und Überprüfung von Entscheidungs- und Prognosemodellen.<br /><br />Neben dem Anbau von Energiepflanzen, <abbr title="zum Beispiel">z.B.</abbr> Grünschnittroggen und Zuckerhirse, wurde in Dahnsdorf auch die Erbse, als großkörnige Leguminose, in die Fruchtfolge des Dauerversuchs integriert. Es geht darum, ob sich die eiweißhaltige Pflanze einen Platz auf deutschen Äckern zurückerobern kann. Sie könnte die „Eiweißlücke“ bei der Tierernährung schließen, wenn der Import von Sojaschrot zurückgeht. Darüber hinaus bindet sie Stickstoff aus der Luft und senkt so den Bedarf an mineralischen Stickstoffdüngern.<br /><br />Folgende Themenkomplexe werden präsentiert:</p><ul><li>Gute fachliche Praxis und integrierter Pflanzenschutz bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung</li><li>Strategien zur Reduzierung der Intensität der Pflanzenschutzmittelanwendung</li><li>Wirkung von Fruchtfolge, Düngung und Pflanzenschutzmittelanwendung</li><li>Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau</li></ul><p>Nach einer kurzen Einführung werden die Dauerfeldversuche mittels eines Rundgangs besichtigt und umfassend erläutert. Besucher können vor Ort Fragen stellen und mehrere Varianten direkt vergleichen.<br /><br /><strong>Kontakt im Vorfeld:</strong><br />Dr. Jürgen Schwarz / Versuchsfeldleiter<br />Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow<br />E-Mail: juergen.schwarz@jki.bund.de <br />Tel.: 033203 / 48-225<br /><br />Anfahrt: Mit dem Pkw über A 9 Abfahrt Niemegk, auf B 102 in Richtung Belzig fahren. Ca. 1 km nach Ortsausgang Dahnsdorf nach links auf Feldweg abbiegen und bis zur Scheune vorfahren. <a href="en/startseite/ueber-uns/standorte-anfahrtswege/kleinmachnow.html" title="Neues Fenster Anfahrt Kleinmachnow/Dahnsdorf" target="_blank" class="internal-link" ><strong>Karte im Internet</strong></a></p></description><pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:42:18</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/15-jahre-dauerversuche-einladung-zum-versuchsfeldtag-des-julius-kuehn-instituts-in-brandenburg.html</guid></item><item><title>Mit mehr Tempo über den Acker</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/mit-mehr-tempo-ueber-den-acker.html</link><description><p>Kleinmachnow/Braunschweig (<strong>21.05.2010</strong>) Die Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais steht an. In Getreide und Raps werden Pilzkrankheiten bekämpft. Deshalb sieht man jetzt Landwirte mit ihren Spritzgeräten über die Felder fahren. Die Pflanzenschutzmittel werden in vergleichsweise gemächlichem Tempo von maximal 8 bis 10 km/h ausgebracht. Da Zeit sprichwörtlich Geld ist, stellt sich für Betriebe mit großen Flächen die Frage, ob man nicht auch mit höheren Geschwindigkeiten die Mittel ausbringen kann. Das ist auch wichtig, weil der Zeitraum, in dem die Behandlung zum Erfolg führt, für die meisten Krankheitserreger gering bemessen ist. Ob und unter welchen Voraussetzungen Landwirte das Tempo anziehen dürfen, um eben jenes Zeitfenster optimal zu nutzen, wird am Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Kleinmachnow untersucht. Dabei stellten die Ingenieure vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> fest, dass mit so genannten abdriftmindernden Düsen bei höheren Geschwindigkeiten genügend Wirkstoff in der Kultur ankommt. Allerdings kann bei zu hohen Fahrgeschwindigkeiten ein Teil der Pflanzenschutzmittel über die Grenzen der Feldfläche hinaus verweht werden. Dieser so genannten Abdrift gilt es entgegen zu wirken, indem die Fahrgeschwindigkeiten in den Feldrandbereichen weiterhin niedrig bleiben.<br /><br />In den vergangenen drei Jahren wurden Winterweizenflächen mit verschiedenen Aufwandmengen und bei verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten sowohl mit speziellen Testmitteln als auch mit echten Pflanzenschutzmitteln behandelt. Die Fahrgeschwindigkeiten betrugen 8, 16 und 24 km/h. Die Aufwandmengen variierten zwischen 100 und 200 l/ha. Die Pflanzen wurden in verschiedenen Entwicklungsstadien behandelt. Die Geräte waren mit leistungsstarken Pumpen und verschiedenen abdriftmindernden Düsen ausgestattet. „Diese spezielle Düsentechnik ist Grundvoraussetzung dafür, dass man die Geschwindigkeit überhaupt erhöhen kann“, stellt Hans-Jürgen Wygoda vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> klar. Mit den genannten Düsen konnte auch bei höheren Fahrgeschwindigkeiten noch eine gute Durchdringung der Pflanzenbestände erzielt werden. Die unteren Pflanzenteile wurden noch ausreichend benetzt.<br /><br />„Das ist besonders für große Betriebe, wie sie in den neuen Bundesländern vorkommen, ein wichtiges Signal&quot;, sagt Ingenieur Wygoda. Denn es spare Kosten, wenn beispielsweise ein Gerät an einem Tag die doppelte Fläche behandeln könne. Das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> hält aber eine differenzierte Empfehlung zur Fahrgeschwindigkeit für angebracht:</p><ol><li>Im Randbereich eines Schlages sind auch bei Verwendung abdriftmindernder Düsen unbedingt die Bestimmungen einzuhalten, die im Verzeichnis Verlustminderende Geräte genannt sind. Nach guter fachlicher Praxis beträgt die Fahrgeschwindigkeit 6 bis 8 km/h.</li><li>Zum Inneren des Schlages hin, wenn die Gefahr der Abdrift nicht mehr besteht, kann auch mit höheren Fahrgeschwindigkeiten gearbeitet werden.</li></ol><p>„Konkrete Empfehlungen, um wie viel Kilometer pro Stunde schneller gefahren werden darf, können wir erst 2011 geben. Dann liegen mindestens 3-jährige Ergebnisse mit Bonitur des Bekämpfungserfolges und Ertragsermittlung vor“, so Dr. Heinz Ganzelmeier. Der Leiter des Instituts für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> erklärt, dass diese Ergebnisse auch eine wichtige Basis für eine Fortschreibung der Grundsätze für die „Gute fachliche Praxis“ sind. „Mit unserer Versuchsanstellung über einen großen Geschwindigkeitsbereich&nbsp; erwarten wir deutliche Effekte. Sie ermöglichen Aussagen, in welchem Maße die Fahrgeschwindigkeit erhöht werden kann, ohne dass die Qualität der Applikation, d.h. die Verteilungsqualität und das Eindringverhalten darunter leiden.“ <br /><br /><em><strong>Hintergrundinfo:</strong> </em>Abdriftmindernde Düsen sind inzwischen Stand der Technik und dürften heutzutage kaum in einer Feldspritze fehlen. Die Landwirte nutzen diese Technik vorrangig, um die Abdrift auf Nachbarkulturen oder angrenzende Oberflächengewässer und Biotope zu vermeiden. Auch im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel werden die abdriftmindernden Düsen berücksichtigt. Mit abdriftmindernden Düsen kann der Landwirt die Spritzabstände zu gefährdeten Objekten vermindern, ohne das Risiko zu erhöhen. Auch bleiben weniger Flächen unbehandelt, die sonst potenzielle Infektionsquellen darstellen und Ertragsverluste nach sich ziehen.</p>
<h3>Ansprechpartner:</h3><ul><li>Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Wygoda (Standort Kleinmachnow)<br /> Tel.: 033203 / 48-218</li><li>Dr. Heinz Ganzelmeier (Standort Braunschweig)<br /> Tel.: 0531 / 299-3251<br /><br />Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz<br />Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />E-Mail: <a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#97;&#116;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an das Institut für Anwendungstechnik" class="mail" >at@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a></li></ul></description><pubDate>Fri, 21 May 2010 12:31:49</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/mit-mehr-tempo-ueber-den-acker.html</guid></item><item><title>Wo der Wurm die Nase rümpft – Bekämpfung schädlicher Fadenwürmer auf dem Acker mittels Senfpflanzen und Ölrettich</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/wo-der-wurm-die-nase-ruempft-bekaempfung-schaedlicher-fadenwuermer-auf-dem-acker-mittels-senfpfl.html</link><description><p>Münster (<strong>03.05.10</strong>) Senf und Rettich treiben uns beim Verzehr Tränen in die Augen. Schuld sind so genannte Senfölglykoside. Diese Pflanzenstoffe, die für stechenden Geruch und bitteren Geschmack zuständig sind, treiben auch schädliche Fadenwürmer in die Flucht. Dass man Senf- und Ölrettichpflanzen nutzen kann, um mit Fadenwürmern befallene Felder zu sanieren, ist in den vergangenen drei Jahren unter Federführung des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Münster untersucht worden. „Die so genannte Biofumigation ist ein junges Verfahren, das in Südeuropa, Australien und den USA bereits erfolgreich zur Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden eingesetzt wird“, berichtet Dr. Johannes Hallmann vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. „Unser Ziel war herauszufinden, ob das Verfahren auch unter unseren gemäßigten Klimabedingungen und in hiesigen Anbausystemen dem hohen Erwartungsdruck standhält“, so der <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Wissenschaftler.<br /><br />Bei der Biofumigation werden verschiedene Senfarten, Ölrettich und andere Kohlarten mit hohen Glucosinolatgehalten als Zwischenfrucht auf den betroffenen Ackerflächen angebaut. Zur Blüte, wenn die Glucosinolatgehalte am höchsten sind, werden die Pflanzen zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Durch eine enzymgesteuerte Reaktion entstehen im Boden eben jene Stoffe (Isothiocyanate), die die Fadenwürmer, Nematoden genannt, abtöten.<br /><br />Aber welche Pflanzen sind die besten? Zu welchem Zeitpunkt soll man sie aussäen, wann zerkleinern? Welche Temperaturen oder Bodenfeuchte begünstigen die Bildung der „Fadenwurm-Killer-Stoffe“? Welche Arten der Fadenwürmer lassen sich überhaupt damit bekämpfen? Diese Fragen mussten geklärt werden. Dazu hatten sich Wissenschaftler aus dem Julius Kühn-Institut, dem Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren sowie der P. H. Petersen Saatzucht GmbH zusammengefunden. Gemeinsam mit dem Ökoring Niedersachsen und Praxisbetrieben wurden die Untersuchungen durchgeführt. Die Forschungsmittel stammten aus dem Programm zur Innovationsförderung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (<span title="Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz">BMELV</span>). Projektträger war die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die Ergebnisse, die diese Woche am 5. Mai in Bonn vorgestellt werden, interessieren ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe gleichermaßen. Denn gegen Nematoden sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.<br /><br />„Landwirte, die mit Nematoden zu kämpfen haben, sind ohnehin gewöhnt, dass nur ein langfristiges Anbaumanagement zum Erfolg führt“, erklärt Dr. Hallmann. Unter Management versteht man spezielle Fruchtfolgen aus Kulturpflanze, Zwischenfrüchten und Fangpflanzen bzw. Brache. „Die Biofumigation wird nun künftig den Maßnahmenkatalog bereichern“, so der Nematologe aus Münster.<br /><br />Zwei der wirtschaftlich bedeutenden Fadenwürmer, der Wurzelgallennematode <em>Meloidogyne hapla</em> und der Wurzelläsionsnematode <em>Pratylenchus penetrans</em> starben im Labor bei Konzentrationen von 0,01 μmol Allylisothiocyanat (aus Sinigrin, in Sareptasenf enthalten). „Diese Konzentration lassen sich auch auf dem Feld erzielen“, nennt der <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Wissenschaftler ein Ergebnis. Für eine gute Wirkung sind zudem Bodentemperaturen um 20°C und eine hohe Bodenfeuchte optimal. Ersteres lässt sich durch Anbau der Biofumigations-Pflanzenart nach einer früh zu erntenden Vorfrucht (zum Beispiel Frühkohl, Brokkoli, Frühkartoffeln, Erbsen) erreichen, so dass die Pflanzen spätestens Anfang/Mitte September umgebrochen werden können. Die Bodenfeuchte lässt sich durch eine nachfolgende Beregnung regulieren und eine Bedeckung mit Folie kann die Wirkungssicherheit der Biofumigation erhöhen, ist aber nicht zwingend erforderlich und auf großen Flächen zudem wenig praktikabel.<br /><br />In den Jahren 2007 bis 2009 wurde die Wirkung unterschiedlicher Biofumigations-Varianten sowie die Praktikabilität des Verfahrens in vier Praxisbetrieben getestet. Darunter waren zwei Versuche auf ökologisch bewirtschafteten Flächen, die zusammen mit dem Ökoring Niedersachsen betreut wurden. In den Feldversuchen wurden Sorten von Ölrettich, Weißer Senf und Sareptasenf mit hohen Glucosinolatgehalten eingesetzt.<br /><br />Weitere detaillierte Ergebnisse werden die 80 Teilnehmer des Fachgesprächs „Biofumigation als Pflanzenschutzverfahren: Chancen und Grenzen“ austauschen. Es findet am 5. Mai im Tagungsraum der LWK Nordrhein-Westfalen , Siebengebirgsstraße 200 in 53229 Bonn statt.<br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:<br /></strong><em>PD Dr. Johannes Hallmann<br />Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik<br />Toppheideweg 88 ,48161 Münster<br />Tel.: 0251 87106-25<br />E-Mail: <a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#106;&#111;&#104;&#97;&#110;&#110;&#101;&#115;&#46;&#104;&#97;&#108;&#108;&#109;&#97;&#110;&#110;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" >johannes.hallmann@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a> </em></p>

<h3>Hintergrundinfos zu Nematoden:</h3>
<p><em>Pratylenchus penetrans</em> hat mehr als 350 Wirtspflanzen an denen er saugt, darunter Mais, Kartoffeln, Möhren, Erdbeeren, Rosen, Apfel, Kirschen und verschiedene Zierpflanzen. Das Weibchen legt bis zu 300 Eier in Pflanzenwurzeln oder in den Boden. Sowohl ausgewachsene als auch Jungtiere bohren sich in die Pflanzenwurzeln und hemmen so Nährstofftransport und Wachstum.<br /><br />Für <em>Meloidogyne hapla</em> sind über 300 Wirtspflanzen bekannt, darunter Gemüsekulturen wie Möhren, Tomaten, Salat, Zwiebeln, zudem Kartoffeln, Erdbeeren und auch viele Zier-, Arznei- und Gewürzpflanzen. Die winzigen, ca. 0,5 mm langen Jungtiere dringen bei Temperaturen ab 10°C in die Wurzeln ein und bewirken hier die Bildung so genannter Gallen. Für ihre Ernährung entziehen sie der Wirtspflanze wichtige Nährstoffe, die der Pflanze dann zum eigenen Wachstum fehlen. Typisch ist die Bildung von Wurzelgallen und „beinigen“ Möhren.<br /><br /></p></description><pubDate>Mon, 03 May 2010 09:41:32</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/wo-der-wurm-die-nase-ruempft-bekaempfung-schaedlicher-fadenwuermer-auf-dem-acker-mittels-senfpfl.html</guid></item><item><title>Hallesche Universität und Julius Kühn-Institut gedenken Wegbereiter der Agrarwissenschaften</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/hallesche-universitaet-und-julius-kuehn-institut-gedenken-wegbereiter-der-agrarwissenschaften.html</link><description><p>(<strong>Halle, Quedlinburg</strong>) Am 14. April 2010 jährt sich der Todestag des bedeutenden Agrarwissenschaftlers Julius Kühn zum 100. Mal. Fast 50 Jahre lehrte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), an der er die erste landwirtschaftliche Lehr- und Forschungsstätte Deutschlands errichtete. An seinem Todestag gedenkt die MLU ihrem bedeutenden Gelehrten mit einer Kranzniederlegung auf dem halleschen Nordfriedhof und einer Straßenschildereinweihung in der Julius-Kühn-Straße. Gleichzeitig findet am Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Quedlinburg eine Gedenkveranstaltung des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> und des Instituts für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU statt.<br /><br /><strong>Zeit:</strong> 14. April 2010<br /><strong>Ort:</strong> 9 Uhr: Kranzniederlegung am Nordfriedhof, Am Wasserturm, 06114 Halle <br /><strong>10 Uhr:</strong> Straßenschild-Einweihung, Julius-Kühn-Straße, 06112 Halle<br /><strong>13 Uhr:</strong> Gedenkveranstaltung des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> und der MLU, Julius Kühn-Institut, <br />&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erwin-Baur-Str. 27, 06484 Quedlinburg<br /><br />&quot;Julius Kühn war in allen Fragen der Landwirtschaft führender Experte. Mit seiner Berufung an die hallesche Universität begann im Jahr 1862 ein neuer Abschnitt in der Geschichte der universitären Ausbildung&quot;, sagt Prof. Dr. Olaf Christen, Prodekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der MLU. Das von Kühn nach eigenen Plänen errichtete landwirtschaftliche Institut, dem er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1909 treu blieb, wurde das berühmteste Deutschlands. Kühn trieb die landwirtschaftliche Forschung voran, um Lösungen für die Praxis zu etablieren. Unter anderem legte er das „Julius-Kühn-Versuchsfeld“ – eine 115 Hektar große Versuchsfläche – an, auf dem seit 1878 der weltweit einzigartige Dauerdüngungsversuch „Ewiger Roggen“ fortläuft.</p>
<p>Die Gedenkfeierlichkeiten zu Kühns Ehren beginnen am 14. April um 9 Uhr mit einer Kranzniederlegung durch MLU-Rektor und Agrarwissenschaftler Professor Wulf Diepenbrock auf dem halleschen Nordfriedhof. In Kooperation mit der städtischen Initiative „Bildung im Vorübergehen“ wird in der Julius-Kühn-Straße im Anschluss ein Zusatzstraßenschild eingeweiht. Um 13 Uhr beginnt am Hauptsitz des Julius-Kühn-Instituts in Quedlinburg eine Gedenkveranstaltung von <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> und MLU. Grußworte sprechen Minister Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär Dr. Robert Kloos sowie der Vorsitzende der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG), Dr. Bernd Holtschulte. Zwei Festvorträge und musikalische Darbietungen runden das Programm ab.</p>
<p>Das Julius-Kühn-Institut wurde am 1. Januar 2008 als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen neugegründet. Ein großer Teil der Forschungsbereiche Julius Kühns wie auch seine praxisorientierten Ansätze finden sich in den Aufgaben des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> wieder. Im Jahr 1884 verlangte Kühn die Einrichtung phyto(pflanzen)pathologischer Anstalten. Daraus resultierte 1898 die Gründung einer Vorläuferorganisation des heutigen <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>, der Kaiserlich Biologischen Anstalt für Land- und Forstwirtschaft in Berlin, deren Interessen er als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates vertrat. Die Breite seines Wirkens mit zahlreichen bis heute gleichermaßen für das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> aktuellen Forschungsthemen waren bei der Namensgebung für das neue Institut für Präsidenten und Leiter der Vorgängereinrichtungen ausschlaggebend. <br />Für seine außerordentlichen Beiträge zur Landwirtschaftswissenschaft wurde Kühn mit so vielen Orden ausgezeichnet wie kein zweiter Agrarwissenschaftler. An der Universität Halle errichtete er einen botanischen Demonstrationsgarten, eine Versuchsstation und ein Laboratorium für landwirtschaftlich-physiologische Untersuchungen. Mit dem „Haustiergarten“, aus dem das Museum für Haustierkunde der MLU hervorgegangen ist, begründete er eine inzwischen weltberühmte Lehrsammlung. Anlässlich seines Todestages sowie der Geburtstage von Prof. Dr. Joachim Garz und Dr. Hermann Stumpem findet am 25. Mai 2010 am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften ein Ehrenkolloquium statt.<br /><br /><a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/aktuelles/veranstaltungskalender/termine-informationsseite/Termine/gedenkveranstaltung-anlaesslich-des-100-todestages-von-julius-kuehn.html" title="Neues Fenster zum Termin der Gedenkveranstaltung" target="_blank" class="internal-link" >Programm der Gedenkveranstaltung des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> in Quedlinburg</a>:<br /><br /><strong>Weitere Informationen zu Julius Kühn:<br /></strong><a href="http://s4.landw.uni-halle.de/lfak/museum/museum/kuehn.htm" title="Neues Fenster zur Martin Luther-Universität Halle" target="_blank" class="external-link" >http://s4.landw.uni-halle.de/lfak/museum/museum/kuehn.htm</a><br /><br /><a href="en/startseite/ueber-uns/historisches-gruendung-jki/geschichte-des-jki.html" target="_blank" class="internal-link" >Weitere Informationen zur Gründung des Julius Kühn-Instituts</a><br /><br /><br /><strong>Ansprechpartner:<br /></strong>Dr. Renate Schafberg<br />Museum für Haustierkunde „Julius Kühn“<br />Telefon: 0345 55 22326 oder 55 22322<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#114;&#101;&#110;&#97;&#116;&#101;&#46;&#115;&#99;&#104;&#97;&#102;&#98;&#101;&#114;&#103;&#64;&#108;&#97;&#110;&#100;&#119;&#46;&#117;&#110;&#105;&#45;&#104;&#97;&#108;&#108;&#101;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an Renate Schafberg" class="mail" >renate.schafberg@<span style="display:none">we dont want spam</span>landw.uni-halle.de</a><br /><br />Dr. Gerlinde Nachtigall<br />Pressesprecherin des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen<br />Telefon: 0531 299- 3204<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#112;&#114;&#101;&#115;&#115;&#101;&#115;&#116;&#101;&#108;&#108;&#101;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail an die Pressestelle des JKI" class="mail" >pressestelle@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a></p></description><pubDate>Wed, 07 Apr 2010 00:00:00</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/hallesche-universitaet-und-julius-kuehn-institut-gedenken-wegbereiter-der-agrarwissenschaften.html</guid></item><item><title>Getreidequalität verbessern: Julius Kühn-Institut erarbeitet Strategien, um Verunreinigungen mit Pilzgiften zu minimieren</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/getreidequalitaet-verbessern-julius-kuehn-institut-erarbeitet-strategien-um-verunreinigungen-mit-p.html</link><description><p>Berlin/Quedlinburg (<strong>16.03.10</strong>) Gesundheitsschädliche Konzentrationen von Pilzgiften in Getreideprodukten wie Brot, Müsli oder Backwaren muss der Käufer im Supermarkt nicht fürchten. Damit dies so bleibt, arbeiten im Hintergrund Kontrollbehörden und Forschungseinrichtungen Hand in Hand. Sie erarbeiten neue Methoden, um die gefürchteten Stoffwechselprodukte von Schadpilzen, Mykotoxine genannt, im Erntegut verlässlich nachzuweisen und Grenzwerte festzulegen. So wird sichergestellt, dass zu hoch belastetes Getreide nicht weiterverarbeitet wird. Auch Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) tragen mit ihrer Forschung dazu bei, die Belastung der Getreideprodukte mit Mykotoxinen zu minimieren. Ihre Ergebnisse stützen die derzeitigen Bemühungen der Behörden, die für mehr Pilztoxine als bisher gesetzliche Regelungen anstreben. Die <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Arbeiten zur Mykotoxinbelastung von Getreide werden am 22./23. März in Berlin auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsforschung (DGQ) vorgestellt. Qualitätsparameter in der Wertschöpfungskette von Getreide sind ein Schwerpunkt der Tagung, die vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>, konkret dem Fachinstitut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz organisiert wird.<br /><br />Die Übeltäter tragen Namen wie <em>Claviceps</em>, <em>Fusarium</em>, <em>Aspergillus</em> oder <em>Penicillium</em>. Das alles sind Pilze, die auf dem Feld, im Vorratslager oder aber während der Verarbeitung Getreide, Mais, Nüsse aber auch Weintrauben, Rosinen oder Kaffee befallen. Eine Vielzahl der von Pilzen im Laufe ihres Lebens produzierten Stoffwechselprodukte ist für den Menschen giftig. Am längsten bekannt sind Vergiftungen durch den Mutterkornpilz <em>Claviceps purpurea</em>, über die schon Aufzeichnungen aus dem Mittelalter existieren.<br /><br />Da bekanntlich die Dosis das Gift macht, werden die Grenzwerte immer wieder von den zuständigen Behörden kritisch hinterfragt. Ein Beispiel: Bei Verunreinigungen mit dem Mutterkornpilz wird der gesetzliche Grenzwert derzeit in Gewichtsanteilen der so genannten Mutterkörner (0,05 Gewichtsprozent) angeben. Die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts konnten jedoch zeigen, dass kein Zusammenhang zwischen der Menge der Toxine und der Größe der Mutterkörner besteht. „So gibt es große Mutterkörner, die wenig Pilzgifte enthalten, während kleinere sehr hohe Konzentrationen aufweisen können“, berichtet Dr. Frank Ellner vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. In der Praxis werden demnach manche Chargen als mykotoxinbelastet zurückgewiesen, obwohl die eigentliche Konzentration ungefährlich wäre, während andere zwar unter dem vorgeschriebenen Grenzwert bleiben, jedoch durchaus bedenkliche Mykotoxin-Konzentrationen aufweisen können. Als Ausweg aus dem Dilemma ist angedacht, die Proben künftig parallel auf sechs so genannte Leittoxine zu testen, um die Gesamtbelastung zu erfassen. Die Analytiker vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> haben in Proben aus dem gesamten Bundesgebiet alle sechs giftigen Substanzen in verschiedenen Konzentrationen in Mutterkörnern nachgewiesen und bestätigen, dass sie sich als Leitsubstanzen eignen.<br /><br />„Wichtigste Aufgabe im gesamten Anbau-, Lagerungs- und Verarbeitungsprozess ist jedoch auch weiterhin, die Bildung von Mykotoxinen möglichst zu verhindern“, sagt Dr. Ellner. Der Einfluss von Bodenbearbeitung, Vorfrucht, Sortenwahl und Pflanzenschutz ist am Julius Kühn-Institut in Langzeituntersuchungen nachgewiesen und entsprechende Empfehlungen für die Praxis sind abgeleitet worden.<br /><br /><strong>Ihr wissenschaftlicher Ansprechpartner:<br /></strong>Dr. Frank Ellner<br />Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), <br />Fachinstitut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz, <br />Königin-Luise-Straße 19, 14195 Berlin<br />Tel.: 030 / 8304-2390<br />E-Mail: frank.ellner@jki.bund.de<br /><br /><strong>Infos zur DGQ-Tagung:</strong> Die 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsforschung (Pflanzliche Nahrungsmittel) DGQ e.V. findet am 22. und 23. März 2010 am Julius Kühn-Institut in Berlin-Dahlem statt. Schwerpunkt sind die derzeitig für die gesamte Wertschöpfungskette von Getreidearten definierten Qualitätsparameter. Sie sollen hinterfragt und ggf. einer Neubewertung unterzogen werden. Dabei werden auch aktuelle Probleme wie die Mykotoxin- und Schwermetallbelastung sowie die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln thematisiert. In einer eigenen Session geht es um neue Methoden zur schnellen und ggf. auch zerstörungsfreien Analytik von Getreide und Getreideprodukten. Das Tagungsprogramm steht als PDF zum Herunterladen auf der Tagungsseite im Internet bereit unter: <a href="http://www.dgq.bafz.de/tagung.htm" title="Neues Fenster zur Tagungsseite DGQ" target="_blank" class="external-link" ><strong>http://www.dgq.bafz.de/tagung.htm</strong></a><br /><br /><strong>Infos zur Mykotoxinbelastung:</strong> Die Mykotoxin-Verunreinigung unterliegt großen Schwankungen, die auf Witterungseinflüsse während der Getreideblüte zurückzuführen sind. Die hohe chemische Stabilität der Mykotoxine führt dazu, dass sie oft in fast unveränderter Konzentration auch in Getreideprodukten enthalten sind. Studien der EU von 2002/03 ergaben, dass nahezu alle Produktgruppen mit Toxinen belastet sind und es mitunter bei entsprechenden ungünstigen Ernährungsgewohnheiten zur Ausschöpfung bzw. Überschreitung der unbedenklichen Tagesdosis kommen kann.</p></description><pubDate>Tue, 16 Mar 2010 08:34:26</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/getreidequalitaet-verbessern-julius-kuehn-institut-erarbeitet-strategien-um-verunreinigungen-mit-p.html</guid></item><item><title>Peter Morio-Preis 2010 für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Rebenzüchtung zum zehnten Mal verliehen</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/peter-morio-preis-2010-fuer-herausragende-forschungsarbeiten-auf-dem-gebiet-der-rebenzuechtung-zum-z.html</link><description><p>Siebeldingen (<strong>10.3.2010</strong>) Der Peter Morio-Preis 2010 geht an den Wissenschaftler Dr. Ludger Hausmann vom Julius Kühn-Institut Geilweilerhof. Mit dem Preis werden seine Arbeiten gewürdigt, die Wurzelreblaus-Resistenz im Genom der Reben zu analysieren. Die Züchtung von Keltertrauben, die gegen die Wurzelreblaus resistent sind, rückt so wieder in den Blickpunkt. Sie war nach jahrzehntelangen vergeblichen Versuchen vor 40 Jahren aufgegeben worden. „Dadurch, dass genetische Fingerabdrücke bereits an wenigen Wochen alten Rebsämlingen die Diagnose resistent oder nicht resistent möglich machen, erlebt die Rebenzüchtung enormen Auftrieb und kann bis zu 10 Jahre beschleunigt werden. Mit der von Dr. Hausmann entwickelten Diagnostik kann jetzt erstmals begonnen werden, resistente Edelreissorten zu züchten, die nicht den Umweg der Propfung auf eine meist tolerante Unterlage benötigen“, betonte Dr. Reinhard Töpfer, der Geschäftsführer der „Gemeinschaft der Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof“ in seiner Laudatio bei der Preisverleihung am vergangenen Freitag (5.3.). Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre an Praktiker oder Wissenschaftler vergeben.<br /><br />Nachdem 2007 erstmals das Genom einer Weinrebe entschlüsselt wurde, begann für die Rebenzüchter eine neue Ära. Es ist damit möglich, auch in verwandten Wildarten die Abschnitte im Rebengenom aufzuspüren, die für bestimmte Merkmale verantwortlich sind, wie zum Beispiel die Resistenz der Pflanzen gegenüber Krankheiten oder Schädlingen.<br /><br />Hausmann, der seit 1996 am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Rebenzüchtung arbeitet, konnte aufgrund bereits abgeschlossener Vorarbeiten des Instituts in kürzester Zeit die Region auf dem Genom eingrenzen, die für die Reblausresistenz verantwortlich ist. Die von ihm an der resistenten Unterlagssorte ´Börner´ entwickelten Marker (so bezeichnen die Wissenschaftler genetische Signalflaggen, die auf die gesuchte Eigenschaft hindeuten) ermöglichen rasche Aussagen darüber, ob die Eigenschaft ’Wurzelreblaus-Resistenz’ vorhanden ist oder nicht. Es können bereits wenige Wochen alte Rebsämlinge getestet werden. Bisher erforderte ein vergleichbarer Nachweis vier bis fünf Jahre. <br /><br />Mit den Arbeiten Hausmanns sind die Grundlagen vorhanden, auch den Mechanismus der Resistenz aufzuklären - die Arbeit der kommenden Jahre. Es wird sicher noch einige Zeit vergehen, bis resistente Edelreis- oder neue Unterlagssorten in der Weinbaupraxis genutzt werden können. In der Züchtung wird das neue Wissen jedoch bereits jetzt intensiv genutzt.<br /><br />Und der Weg geht weiter: Der neue Test ist bisher für die Unterlagssorte ´Börner` und alle über Kreuzung mit ihr abgeleiteten Zuchtstämme gültig. Hausmann sucht jetzt nach weiteren, unabhängigen Genen, die für die Wurzelreblaus-Resistenz verantwortlich sind. Sind diese identifiziert, lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit Rebsorten züchten, die dauerhaft resistent gegen den gefürchteten Schädling sind.<br /><br />Vor dem Hintergrund, dass die bisher in der Weinbaupraxis verwendeten Unterlagen lediglich Toleranz aufweisen, kommen die neuen Diagnosemöglichkeiten genau zur richtigen Zeit, um die Reblaus auch weiterhin in Schach zu halten.<br /><br /></p>
<h2><strong>Hintergrundinformationen:</strong></h2>
<h3><strong></strong><strong>Reblausproblematik in Europa:</strong></h3>
<p>Die Reblaus erreichte Europa gegen 1863 und wurde 1868 als Großschädling erkannt, der großflächig die Weinbauregionen Europas zerstörte. Schaden verursacht die Reblaus am Wurzelsystem unserer einheimischen Reben, die innerhalb weniger Jahre absterben. Dank des Einsatzes wurzelreblaustoleranter Unterlagen konnte die drohende Katastrophe (die komplette Aufgabe des Weinanbaus) gegen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts abgewendet werden. Seither lebt der Weinbau mit der Reblaus, indem auf eine tolerante Unterlage gepfropfte Reben angebaut werden. Züchter versuchten bis 1970 jahrzehntelang, bei neuen Rebsorten Weinqualität mit Mehltau- und Reblaus-Resistenz zu kombinieren, blieben jedoch aufgrund der Komplexität der Merkmale erfolglos.</p>
<h3>Peter Morio-Preisträger der Vorjahre:</h3>
<p>2008: Jörg Wolf, Weingut und Rebenveredlung, Bad Dürkheim-Ungstein, und Hermann Jäger, Weingut und Rebenveredlung, Ockenheim, für ihr Engagement im Versuchswesen und der Züchtung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten.<br /><br />2006: Dr. Alain Bouquet, wissenschaftlicher Direktor am INRA Forschungszentrum Montpellier, Frankreich, für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Züchtungsforschung bei Reben und seinen Bemühungen zur Verbesserung der Resistenz gegenüber Uncinula necator.<br /><br /></p>
<h3>Gemeinschaft der Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof e.V.:</h3>
<p><a href="en/startseite/institute/rebenzuechtung.html" title="Interner Link zur Institutsseite Rebenzüchtung" target="_blank" class="internal-link" >http://www.jki.bund.de/de/startseite/institute/rebenzuechtung.html</a><br /><br /></p></description><pubDate>Wed, 10 Mar 2010 12:31:16</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/peter-morio-preis-2010-fuer-herausragende-forschungsarbeiten-auf-dem-gebiet-der-rebenzuechtung-zum-z.html</guid></item><item><title>Injektionsdüngung -  ein Düngeverfahren mit Zukunft!</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/injektionsduengung-ein-duengeverfahren-mit-zukunft.html</link><description><p>Braunschweig (<strong>03.03.2010</strong>) Flüssigen Stickstoffdünger in die Nähe der Pflanzenwurzeln zu injizieren, damit er den Pflanzen nach Bedarf als Depot zur Verfügung steht – ein Weg mit Zukunft, wie die Vorträge und Diskussionen während eines Symposiums am Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) Mitte Februar 2010 zeigten. „Im Getreide-, Mais-, Raps-, Kartoffel- und im Gemüseanbau belegen die Versuche verschiedener Forschungseinrichtungen, dass Injektionsdüngeverfahren nahezu immer zu gleichen oder höheren Erträgen führt als herkömmliche Düngestrategien“, so das positive Fazit des Organisators, Dr. Martin Kücke vom <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. Das Interesse der Landwirte an der Injektionsdüngung ist, trotz höherer Maschinenkosten, ungebrochen, und die so gedüngten Flächen nehmen stetig zu. Bei Wasserwerksbetreibern und Umweltverbänden findet diese Strategie aufgrund der reduzierbaren Düngermengen und der geringeren Umweltbelastung verstärkt Beachtung.<br /><br />Bei der Injektionsdüngung handelt es sich um eine Unterfußdüngung mit Flüssigdüngern, die in Deutschland unter dem Begriff CULTAN-Verfahren seit ca. 1970 durch Prof. Karl Sommer aus Bonn populär gemacht wurde. Während nach der reinen CULTAN-Lehre die Düngerlösungen weder Nitrat noch Harnstoff enthalten sollen, werden in der landwirtschaftlichen Praxis aus Gründen der Verfügbarkeit und der Kosten auch andere Stickstofflösungen eingesetzt.<br /><br />Im Vergleich zur oberflächlichen Ausbringung des Düngers zeigen die vorgestellten Daten, dass in verschiedenen ackerbaulichen Kulturen die deutlichsten Ertragseffekte auf leichten Böden, bei Frühjahrstrockenheit und in Trockengebieten zu erzielen sind. Auch für Grünland wurden Ergebnisse vorgestellt. <br /><br />Hinsichtlich des Trinkwasserschutzes belegen Freilandmessungen an unterschiedlichen Standorten, dass die Nitratgehalte im Sickerwasser nach Injektionsdüngung häufig niedriger sind als nach konventioneller Düngung. In dreijährigen Feldversuchen des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> in dem norddeutschen Trinkwasserschutzgebiet Meyenburg konnte mit der CULTAN-Düngung von Wintergetreide (W-Roggen, W-Gerste, Triticale) ca. 25 % der Düngermenge ohne Ertrags- und Qualitätsverluste eingespart werden. Lebhaft diskutiert und speziell von Wasserwirtschaftlern beachtet wurde ein Beitrag aus Großbritannien: Dort konnte in Versuchen mit Gemüse durch Injektionsdüngung die Aufwandmenge an Stickstoff auf die Hälfte reduziert werden. Dabei wurde von gleich hohen oder leicht erhöhten Gemüseerträgen und einer besseren Qualität berichtet. „Speziell in Trinkwasserschutzgebieten bietet sich diese Düngestrategie somit sowohl aus ackerbaulichen als auch aus ökologischen Gesichtspunkten bevorzugt an“, so Kücke. <br /><br />An den Schutz der Atmosphäre werden ebenfalls hohe Erwartungen gestellt. Indem der flüssige Dünger direkt in den Boden ausgebracht wird, können Ammoniakemissionen, wie Labormessungen des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> zeigten, um 99 % reduziert werden. Werden, wie nach der reinen CULTAN-Lehre gefordert, nitratfreie Düngerlösungen eingesetzt, gilt dies nach Lehrmeinung auch für die N2O (Lachgas)-Freisetzung. Erste, sehr aufwändige Messungen durch die Universität Hohenheim lassen diesen Schluss allerdings bisher nicht zu. Jedoch wurden hier nitrathaltige Dünger eingesetzt. Weitere Untersuchungen mit nitratfreien Düngern werden folgen. <br /><br />In Ländern wie Kanada oder Australien hat die Flüssigdüngerinjektionen (fluid injection) bereits eine lange Tradition. So werden in den Prärien Kanadas, die zur Vermeidung von Winderosion und unproduktiver Wasserverdunstung überwiegend mit Minimal- oder ganz ohne Bodenbearbeitung bewirtschaftet werden, nahezu alle Düngemittel - ob fest oder flüssig - direkt in den Boden eingebracht. Dies geschieht entweder während der Aussaat oder nach dem Auflaufen der Pflanzen. Sowohl wegen der geringeren Nährstoffverluste als auch wegen der besseren und schnelleren räumlichen Zugänglichkeit für die Wurzeln werden die Nährstoffe effizienter aufgenommen. Fluid Injection stellt für die Farmer Kanadas heute das effizienteste und kostengünstigste Düngeverfahren dar.<br /><br />Auch in Deutschland zeigt sich eine positive Entwicklung: Wurden 2004 knapp 10.000 Hektar mit 10 Maschinen nach dem CULTAN-Verfahren gedüngt, so sind es zurzeit 70.000 Hektar mit 44 Injektionsmaschinen (Arbeitsbreite &gt;/= 12 Meter). „Diese Zuwachsraten belegen, dass die Injektionsdüngung unter den ackerbaulichen Rahmenbedingungen Deutschlands ökonomisch und ökologisch erfolgreich anwendbar ist“, resümiert Kücke. Mittlerweile ist die vierte Maschinengeneration im Einsatz. Und die Innovationen gehen weiter: Beiträge der TU Braunschweig und aus Holland stellten den Tagungsteilnehmern eindrucksvoll Injektionsverfahren vor, die die Düngerlösung mit hohem Druck in den Boden schießen (high pressure injection).<br /><br />Praktiker unter den Teilnehmern betonten wiederholt, dass mit Flüssigdüngerinjektion gedüngte Bestände oft deutlich gesünder und vitaler aussehen als konventionell gedüngte, besonders dann, wenn die Düngerlösung neben Stickstoff auch Schwefel enthält. Wissenschaftliche Untersuchungen, welche Einflüsse die Injektionsdüngung auf die Gesundheit der Pflanzen und die Ammoniumernährung hat, fehlen jedoch bisher. Hier ist die Forschung gefragt, um dem umweltfreundlichen Verfahren weitere positive Impulse zu geben.<br /><br /><br /><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong><br />Dr. Martin Kücke<br /><abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde<br />Bundesallee 50, 38116 Braunschweig<br />Tel: 0531 596-2417<br /><strong><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#109;&#97;&#114;&#116;&#105;&#110;&#46;&#107;&#117;&#101;&#99;&#107;&#101;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" >martin.kuecke@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a> </strong></p>
<p><a href="en/startseite/aktuelles/koordinierende-taetigkeiten-ergebnisse-fachtagungen/injektionsduengung-cultan.html" title="Interner Link" target="_top" class="internal-link" ><strong>Alle Vorträge</strong></a></p></description><pubDate>Wed, 03 Mar 2010 12:36:24</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/injektionsduengung-ein-duengeverfahren-mit-zukunft.html</guid></item><item><title>Fluid Injection – a fertilization strategy with a future!</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/fluid-injection-a-fertilization-strategy-with-a-future.html</link><description><p>Braunschweig (<strong>03.03.2010</strong>) Fluid N fertilizers injected close to plant roots ensure that the right amount of nitrogen is available to the crops when they need it. Fertilization with a future, as the presentations and discussions during a symposium of the Julius Kühn-Institute showed mid of February 2010. “Field trials with cereals, corn, oil seed rape, potatoes and vegetables of different research organizations have shown that fluid injection fertilization almost always results in equal or better yields and qualities than conventional broadcast fertilizer application”, concludes the organizer, Dr. Martin Kuecke of the <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. The number of farmers who are interested in fluid injection and are using it, despite the higher machinery costs, is growing, and the arable area which is injected is steadily increasing. This fertilization strategy also attracts the interest of public waterworks and environmental organizations due to its potential for further minimization of N amounts and environmental pollution.<br /><br />Fluid injection fertilization is fertilizer placement with fluids, and became popular in Germany as the “CULTAN” method starting around 1970 with the work of Prof. Karl Sommer of the University of Bonn. According to the CULTAN-doctrine, only fluids without any nitrate and urea shall be used for placement, but in the agricultural practice also other fluids (like UAN) are used for reasons of availability and costs. According to the presented results, and in comparison to broadcast fertilization, positive yield responses can be expected for most crops after fluid injection, especially on light soils, in dry seasons and in regions with frequent water deficiency. Data was also presented for grassland production. <br /><br />With regard to drinking water protection, it was shown that nitrate concentrations are frequently lower in seepage waters after fluid injection compared to conventional broadcast fertilization. In three years of field trials in the northern German water protection area Meyenburg, the amount of N fertilization could be reduced by 25 % without grain yield or quality reduction with fluid injection fertilization as compared to commonly broadcast fertilizer application. <br /><br />Intensively discussed and especially regarded by drinking water suppliers was a contribution from Great Britain: There, in trials with vegetables, the amount of N could be lowered by about half, and similar or slightly higher yields were obtained with a better quality. “Especially in drinking water protection areas, this strategy is favourite for agronomical as well as for ecological reasons”, notes Kuecke.<br /><br />Moreover, there is a high interest in the potential of fluid injection for atmospheric protection. As the fluid fertilizer is directly injected into the soil, ammonia emissions could be reduced by 99 % in laboratory studies. If nitrate free fertilizers are used according to the CULTAN-doctrine, this should be true also for the emissions of nitrous dioxide. The first, very elaborate measurements by the University of Hohenheim (Stuttgart) do not support this hypothesis, most likely because of the use of nitrate containing fertilizers. Further measurements with nitrate-free fluids will be carried out.<br /><br />In other countries like Canada or Australia, fertilizer placement and fluid injection has a much longer tradition than in Germany. In the prairies of Canada, where all soils are conservation or zero tilled, almost all fertilizers, solids and fluids, are placed under the soil surface, either together with the seeds or after crop emergence. Consequently the plant nutrients are taken up more efficiently by the crops due to lower nutrient losses, but also due to a better spatial accessibility and chemical availability. Therefore, fluid injection is today the most efficient and economic way of fertilization for Canadian farmers. <br /><br />Also in Germany a positive trend is detectable: While in 2004, almost 10 000 ha were fertilized with 10 spoke-wheel injectors according to the CULTAN-method, currently about 70 000 ha are fertilized with 44 injectors (working width &gt; 12 m). “Such growth rates indicate that under the German cropping and economic conditions fluids can be injected successfully in practice,” observes Kuecke.<br /><br />In the meantime, the fourth machine generation is in the fields. And innovations are going on: Presentations by the Technical University of Braunschweig and from Holland demonstrated impressive injection machinery, by which fluids can be shot below the soil surface at high pressure (high pressure injection).<br /><br />Farmers who participated the symposium pointed out that crops look healthier and more vital after injection of fluids containing sulphur and ammonium. Scientific investigations which confirm these observations and which can explain the influence of ammonium nutrition for plant health and vitality are unfortunately still lacking today. Agronomical science is further requested to launch positive impulses for this environmentally-friendly fertilization strategy.</p>
<p><strong><a href="../?id=1067" title="Interner Link" target="_top" class="internal-link" ><strong>All lectures</strong></a></strong></p>
<p><strong>Scientific contact:</strong><br />Dr. Martin Kücke<br /><abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institute for Crop and Soil Science<br />Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, Germany<br />Tel: (+49) (0)531 596-2417<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#109;&#97;&#114;&#116;&#105;&#110;&#46;&#107;&#117;&#101;&#99;&#107;&#101;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail to Martin Kücke" class="mail" >martin.kuecke@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a></p>
<p><a href="en/startseite/aktuelles/koordinierende-taetigkeiten-ergebnisse-fachtagungen/injektionsduengung-cultan.html" title="Interner Link" target="_top" class="internal-link" ><strong><br /></strong></a></p></description><pubDate>Wed, 03 Mar 2010 12:36:24</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/fluid-injection-a-fertilization-strategy-with-a-future.html</guid></item><item><title>Fluid Injection – a fertilization strategy with a future!</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/fluid-injection-a-fertilization-strategy-with-a-future-1.html</link><description><p>Braunschweig (<strong>03.03.2010</strong>) Fluid N fertilizers injected close to plant roots ensure that the right amount of nitrogen is available to the crops when they need it. Fertilization with a future, as the presentations and discussions during a symposium of the Julius Kühn-Institute showed mid of February 2010. “Field trials with cereals, corn, oil seed rape, potatoes and vegetables of different research organizations have shown that fluid injection fertilization almost always results in equal or better yields and qualities than conventional broadcast fertilizer application”, concludes the organizer, Dr. Martin Kuecke of the <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. The number of farmers who are interested in fluid injection and are using it, despite the higher machinery costs, is growing, and the arable area which is injected is steadily increasing. This fertilization strategy also attracts the interest of public waterworks and environmental organizations due to its potential for further minimization of N amounts and environmental pollution.<br /><br />Fluid injection fertilization is fertilizer placement with fluids, and became popular in Germany as the “CULTAN” method starting around 1970 with the work of Prof. Karl Sommer of the University of Bonn. According to the CULTAN-doctrine, only fluids without any nitrate and urea shall be used for placement, but in the agricultural practice also other fluids (like UAN) are used for reasons of availability and costs. According to the presented results, and in comparison to broadcast fertilization, positive yield responses can be expected for most crops after fluid injection, especially on light soils, in dry seasons and in regions with frequent water deficiency. Data was also presented for grassland production. <br /><br />With regard to drinking water protection, it was shown that nitrate concentrations are frequently lower in seepage waters after fluid injection compared to conventional broadcast fertilization. In three years of field trials in the northern German water protection area Meyenburg, the amount of N fertilization could be reduced by 25 % without grain yield or quality reduction with fluid injection fertilization as compared to commonly broadcast fertilizer application. <br /><br />Intensively discussed and especially regarded by drinking water suppliers was a contribution from Great Britain: There, in trials with vegetables, the amount of N could be lowered by about half, and similar or slightly higher yields were obtained with a better quality. “Especially in drinking water protection areas, this strategy is favourite for agronomical as well as for ecological reasons”, notes Kuecke.<br /><br />Moreover, there is a high interest in the potential of fluid injection for atmospheric protection. As the fluid fertilizer is directly injected into the soil, ammonia emissions could be reduced by 99 % in laboratory studies. If nitrate free fertilizers are used according to the CULTAN-doctrine, this should be true also for the emissions of nitrous dioxide. The first, very elaborate measurements by the University of Hohenheim (Stuttgart) do not support this hypothesis, most likely because of the use of nitrate containing fertilizers. Further measurements with nitrate-free fluids will be carried out.<br /><br />In other countries like Canada or Australia, fertilizer placement and fluid injection has a much longer tradition than in Germany. In the prairies of Canada, where all soils are conservation or zero tilled, almost all fertilizers, solids and fluids, are placed under the soil surface, either together with the seeds or after crop emergence. Consequently the plant nutrients are taken up more efficiently by the crops due to lower nutrient losses, but also due to a better spatial accessibility and chemical availability. Therefore, fluid injection is today the most efficient and economic way of fertilization for Canadian farmers. <br /><br />Also in Germany a positive trend is detectable: While in 2004, almost 10 000 ha were fertilized with 10 spoke-wheel injectors according to the CULTAN-method, currently about 70 000 ha are fertilized with 44 injectors (working width &gt; 12 m). “Such growth rates indicate that under the German cropping and economic conditions fluids can be injected successfully in practice,” observes Kuecke.<br /><br />In the meantime, the fourth machine generation is in the fields. And innovations are going on: Presentations by the Technical University of Braunschweig and from Holland demonstrated impressive injection machinery, by which fluids can be shot below the soil surface at high pressure (high pressure injection).<br /><br />Farmers who participated the symposium pointed out that crops look healthier and more vital after injection of fluids containing sulphur and ammonium. Scientific investigations which confirm these observations and which can explain the influence of ammonium nutrition for plant health and vitality are unfortunately still lacking today. Agronomical science is further requested to launch positive impulses for this environmentally-friendly fertilization strategy.</p>
<p><strong></strong><strong><strong><a href="../?id=1067" title="Interner Link" target="_top" class="internal-link" ><strong>All lectures</strong></a></strong></strong></p>
<p><strong>Scientific contact:</strong><br />Dr. Martin Kücke<br /><abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institute for Crop and Soil Science<br />Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, Germany<br />Tel: (+49) (0)531 596-2417<br /><a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#109;&#97;&#114;&#116;&#105;&#110;&#46;&#107;&#117;&#101;&#99;&#107;&#101;&#64;&#106;&#107;&#105;&#46;&#98;&#117;&#110;&#100;&#46;&#100;&#101;" title="E-Mail to Martin Kücke" class="mail" >martin.kuecke@<span style="display:none">we dont want spam</span>jki.bund.de</a></p>
<p><strong><a href="../?id=1067" title="Interner Link" target="_top" class="internal-link" ><strong><br /></strong></a></strong></p></description><pubDate>Wed, 03 Mar 2010 12:36:24</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/fluid-injection-a-fertilization-strategy-with-a-future-1.html</guid></item><item><title>Goldmedaille für Bio-Riesling des Julius Kühn-Instituts aus Bernkastel-Kues auf BioFach 2010</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/goldmedaille-fuer-bio-riesling-des-julius-kuehn-instituts-aus-bernkastel-kues-auf-biofach-2010.html</link><description><p>Bernkastel-Kues/Nürnberg (<strong>17.02.10</strong>) Pilze, wie der Erreger der Schwarzfäule sind der Feind der Winzer. Besonders in ökologisch bewirtschafteten Weinbergen richtet der Schlauchpilz Guignardia bidwellii seit 2002 Schäden an, weswegen die Forscher des Julius Kühn-Instituts in Bernkastel-Kues an der Mosel Bekämpfungsstrategien entwickeln. Ein anderer Pilz, ein Schimmelpilz aus der Gattung Botrytis, ist dem Winzer zu bestimmten Zeiten jedoch sogar willkommen. Bei einem späten Botrytis-Befall kommt es zur so genannten Edelfäule. Sie trägt dazu bei, wertvolle Inhaltsstoffe in den Trauben zu konzentrieren und eröffnet Kellermeistern die Möglichkeit edelsüße Weine auszubauen. Genau einem solchen Tropfen aus Kues (Mittelmosel) ist heute eine hohe Ehre auf der Messe BioFach 2010 zuteil geworden. Der von Kellermeister Christoph Pfeiffer am Julius Kühn-Institut produzierte 2006er Bio-Riesling wurde im Rahmen des Weinwettbewerbs „Mundus vini BioFach“ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.<br /><br />Der klassisch edelsüße Moselriesling mit betonter Restsüße und fruchtiger Säure gereicht nicht nur dem Kellermeister, sondern auch dem Julius Kühn-Institut zur Ehre. Die Auslese wurde aus der Lage Kueser Kardinalsberg im Jahr 2006 geerntet. Dabei handelt es sich um jene ökologisch bewirtschafteten Steillagen des Bundesforschungsinstituts, die der Erforschung der Bekämpfung des Schwarzfäule verursachenden Schlauchpilzes dienen. Womit die Geschichte von Pilzen, die die Ökowinzer bekämpfen müssen und solchen, die ihnen nützlich sind, zu einem goldenen Abschluss kommt.<br /><br /><strong>Zu den Versuchen des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> an der Mosel:</strong>Das Fachinstitut für Pflanzenschutz im Weinbau unter dem Dach des Julius Kühn-Instituts bewirtschaftet Versuchsflächen in den Gemarkungen Bernkastel, Kues, Graach und Wolf. Zu Pflanzenschutzfragen im Ökologischen Weinbau werden Flächen in der Gemarkung Kues seit 2001 ökologisch bewirtschaftet und sind seit 2004 nach der EU-Öko-VO zertifiziert (bis 2009 ca.2 ha). Untersuchungsschwerpunkte sind Fragen der Bodenpflege, des Begrünungsmanagements und der Regulation von Pilzkrankheiten der Rebe. Außerdem wird die Anfälligkeit pilzwiderstandsfähiger Rebsorten gegenüber neuen Schaderregern wie der Schwarzfäule untersucht. Bei dieser sich ausbreitenden Krankheit zeigen die Blätter große Flecken, die durch einen dunkelbraunen Rand vom gesunden Gewebe abgegrenzt sind. Auf den Sommertrieben bilden sich schwärzliche Nekrosen. Befallene Beeren werden zu Fruchtmumien. Sie färben sich dunkelgrau und trocknen meist völlig ein. Im Öko-Anbau sind vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzkrankheiten besonders wichtig. So müssen von Schwarzfäule befallene Teile der Rebe regelmäßig in Handarbeit entfernt werden. Hinzu kommen bei Infektionsgefahr regelmäßige Gänge durch die Steillagen mit für den Ökoweinbau zugelassenen Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmitteln.<br /><br />Weitere Untersuchungen des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> beschäftigen sich mit der Minimierung des Kupferaufwands bei der Bekämpfung des Falschen Mehltaus und es werden Nebenwirkungen von im ökologischen Weinbau verwendeten Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmitteln auf Raubmilben untersucht. Das Erntegut der Versuchsrebflächen wird, soweit nicht für Versuche benötigt, zu Most- bzw. Wein verarbeitet und vermarktet. <br /><br />Die Versuchsflächen des Instituts liegen an der Mittelmosel, dem Zentrum des mit ca. 9.000 ha fünftgrößten Weinbaugebiets Deutschlands und bedeutenden Steillagenweinbaugebiets. Wichtigste Rebsorte auf den Schiefer-Steillagen ist der Riesling. Aufgrund seiner langen Reifephase bringt er dort besonders fruchtige, mineralische und langlebige Weine hervor. <br /><br /><strong>Das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> auf der BioFach 2010:</strong>Die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) beschäftigen sich nicht nur mit Fragen der Regulation von Rebkrankheiten, sondern züchten auch widerstandsfähige Rebsorten, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen. Sie tragen nicht nur im Weinbau ihr Scherflein dazu bei, dass ökologisch angebaute Kulturen vor und nach der Ernte nicht von Schädlingen vernichtet oder durch Krankheiten zerstört werden. So analysieren sie die Aromen von Biomöhren, damit die robusteren Sorten während des Züchtungsprozess nicht ihren Geschmack einbüßen und entwickeln Strategien im Pflanzen- und Vorratsschutz. Aus der breiten Palette der Forschungsaktivitäten des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen werden exemplarisch noch bis 20. Februar Arbeiten auf dem Stand in Halle 9/9-351 auf der internationalen Leitmesse für Bio-Produkte in Nürnberg präsentiert. (<a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/presse/pressemitteilungen-2010/pi-10-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-auf-der-messe-biofach-2010.html" title="Neues Fenster zu PI 16.2.2010" target="_blank" class="internal-link" >siehe Presseinfo vom 16.2.</a>)<br /><br /></p></description><pubDate>Wed, 17 Feb 2010 15:13:49</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/goldmedaille-fuer-bio-riesling-des-julius-kuehn-instituts-aus-bernkastel-kues-auf-biofach-2010.html</guid></item><item><title>Julius Kühn-Institut auf der Messe BioFach 2010</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-auf-der-messe-biofach-2010.html</link><description><p>Quedlinburg (<strong>16.02.10</strong>) Auf der BioFach-Messe in Nürnberg, die morgen startet, dreht sich alles um ökologische Produkte. Die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) tragen ihr Scherflein dazu bei, dass ökologisch angebautes Gemüse, Obst und Getreide vor und nach der Ernte nicht von Schädlingen vernichtet oder durch Krankheiten zerstört wird. So züchten sie widerstandsfähige Rebsorten, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen, analysieren die Aromen von Biomöhren, damit die robusteren Sorten während des Züchtungsprozesses nicht ihren Geschmack einbüßen und entwickeln Strategien um ökologisch angebaute Pflanzen vor typischen Krankheitserregern oder Vorratsschädlingen zu schützen. Aus der breiten Palette der Forschungsaktivitäten des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen werden exemplarisch vier Aspekte vom 17. bis 20. Februar auf der internationalen Leitmesse für Bio-Produkte in Nürnberg präsentiert. <br /><br />Am Stand des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> in Halle 9/9-351 werden u. a. lebende Vorratsschädlinge wie der gefräßige Kornkäfer gezeigt. Um Biolebensmittel zu schützen ist eine insektendichte Verpackung das A und O. In Lägern wird mit Hitze oder so genannten inerten Gasen gearbeitet, denn bei erhöhten Temperaturen und Sauerstoffmangel bleibt auch Schadinsekten die Luft weg. <br /><br /> Auf dem Feld setzt man neben insektiziden Pflanzenextrakten auf natürliche Gegenspieler, Nützlinge genannt. Eine Auswahl, unter ihnen Schwebfliegen, Schlupfwespen oder Marienkäfer, wird am Stand gezeigt. Außerdem informieren die <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Forscher umfassend über alternative Pflanzenschutzverfahren und zeigen Samen des Neembaums oder Bitterholz, aus denen nicht-synthetische Pflanzenschutzmittel gewonnen werden. <br /><br />Aromen und Duftstoffe machen Pflanzen nicht nur für uns Menschen sondern auch für Insekten attraktiv. Dabei sind die Einzelnoten für sich genommen nicht angenehm. Im Zusammenspiel ergeben sie jedoch ein typisches Aroma. Die <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Arbeiten zur Inhaltsstoffanalytik und Aromaforschung werden für die Besucher mittels einer Duftorgel und Duftstiften erlebbar.<br /><br />Typische Schädlinge im Weinbau sind Pilze wie der Mehltau. Besucher können Weine aus den am <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> gezüchteten Rebsorten Regent (Rotwein) und Felicia (Weißwein) verkosten und sich davon überzeugen, dass auch pilzwiderstandsfähige Sorten zu geschmacklich vortrefflichen Weinen ausgebaut werden können. <br /><br /></p></description><pubDate>Tue, 16 Feb 2010 11:11:27</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-auf-der-messe-biofach-2010.html</guid></item><item><title>Julius Kühn-Institut stellt auf IPM in Essen Forschungsprojekt zur Bekämpfung von Bodenschädlingen in gartenbaulichen Kulturen vor</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-stellt-auf-ipm-in-essen-forschungsprojekt-zur-bekaempfung-von-bodenschaedlinge.html</link><description><p><strong>Braunschweig/Quedlinburg/Essen (26.01.2010)</strong> Um Bodenschädlinge in gartenbaulichen Kulturen zu bekämpfen, stehen oft keine Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Die Hauptschäden verursachen fast immer die Larven. Ein vom Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>) koordiniertes Verbundprojekt soll nun integrierte nichtchemische Pflanzenschutzmaßnahmen voranbringen. Von heute an (26.1.) stellt das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern die Arbeiten zur Bekämpfung von Rüsselkäfern und Drahtwürmern den Besuchern der IPM in Essen vor.</p>
<p>„Bodenrüssler und Drahtwürmer sind wichtige Problemschädlinge im Gartenbau, die aufgrund ihrer versteckten Lebensweise mit herkömmlichen Pflanzenschutzverfahren nur schwer zu bekämpfen sind. Wir wollen den Messebesuchern zeigen, welche Alternativen wir derzeit erproben“, so die Projektkoordinatorin Ruth Schaarschmidt vom Julius Kühn-Institut. So setzen die Forscher bei der Bekämpfung auf natürliche Gegenspieler der Larven wie bestimmte Arten von Fadenwürmern (Nematoden) oder so genannte entomopathogene Pilze.</p>
<p>Um festzustellen, welche Arten in den Kulturen überhaupt auftreten und wie groß der Schaden ist, den diese Käfer und ihre Larven im Hopfen-, Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau verursachen, erfolgt zunächst eine Bestandsaufnahme. Von den sechs Projektpartnern (siehe Hintergrundinfo) werden verschiedene Einzelaspekte des Verbundprojektes bearbeitet, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert wird. So wird z. B. die Biologie und Bekämpfung von Rüsselkäferarten untersucht, die neu nach Deutschland eingeschleppt wurden. Während die Larven des Dickmaulrüsslers (Otiorhynchus sulcatus) erfolgreich mit den besagten Nematoden bekämpft werden können, muss diese Strategie für eingeschleppte Arten (<abbr title="zum Beispiel">z.B.</abbr> O. salicicola und O. armadillo) sowie für O. ligustici - einem wichtigen Schädling an Hopfen- erst überprüft werden. Außerdem wird untersucht, ob auch die erwachsenen Käfer mit Nematoden und Pilzen zu bekämpfen sind. Über die Biologie der Drahtwurmarten - so bezeichnet man die Larven von Schnellkäfern - ist noch relativ wenig bekannt. Diese Lücke versuchen die Forscher nun zu schließen. So wollen sie ein Prognosemodell erstellen, mit dem die Entwicklungszyklen vorhergesagt werden können. Eine wärmeliebende Drahtwurm-Art, Agriotes sordidus, wandert zurzeit vom Süden her nach Deutschland ein und hat sich in einigen Regionen bereits fest etabliert. Aufgrund des schnelleren Entwicklungszykluses dieser Art könnte es sein, dass die vorhandenen Arten verdrängen werden. Auch diese Hypothese ist Gegenstand der Forschung. Neben entomopathogenen Pilzen und Nematoden soll hier auch der Einsatz von Fang- und Feindpflanzen in die Bekämpfungsstrategie einfließ</p>
<h2>Hintergrundinformation:</h2>
<p>Die Internationale Fachmesse für Pflanzen, Technik, Floristik und Verkaufsförderung, kurz IPM, findet vom 26.-29. Januar auf dem Essener Messegelände (Norbertstraße 2) statt. Der Informationsstand des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> steht in Halle 1A Stand 200, auf der Fläche der Fördergesellschaft Gartenbau.</p>
<p><a href="en/startseite/aktuelles/koordinierende-taetigkeiten-ergebnisse-fachtagungen/ble-projekt-bodenschaedlinge.html" title="Verbundprojekt" target="_blank" class="internal-link" ><strong>&gt;&gt; Weitere Informationen zum Verbundprojekt BLE-Förderkennzeichen 2806HS018 </strong></a></p>
<h2>Koordinierung:</h2>
<p>Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig</p>
<h2>Projektpartner:</h2>
<p>Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein<br />Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg Vorpommern<br />ZEPP (Zentralstelle der dt. Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme), Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)<br />Forschungsanstalt Geisenheim/Fachgebiet Phytomedizin<br />Curculio-Institut e.V. </p></description><pubDate>Tue, 26 Jan 2010 09:26:40</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/julius-kuehn-institut-stellt-auf-ipm-in-essen-forschungsprojekt-zur-bekaempfung-von-bodenschaedlinge.html</guid></item><item><title>Staatssekretärin Klöckner zeichnet beste Regent-Weinerzeuger aus</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/staatssekretaerin-kloeckner-zeichnet-beste-regent-weinerzeuger-aus.html</link><description><p>Im Rahmen der Grünen Woche hat <strong>Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz</strong>, die Weinerzeuger ausgezeichnet, die im Jahr 2009 die besten Weine aus der Rotweinrebsorte Regent vorgestellt haben. Damit macht sie auf die Besonderheit dieser pilzwiderstandsfähigen Rebsorte aufmerksam, die am Julius Kühn-Institut Geilweilerhof (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), einer Forschungseinrichtung des Ministeriums, gezüchtet wurde. „Die junge Rebsorte Regent ist derzeit eine der bedeutendsten Rebsorten weltweit, die nicht nur gegen wichtige Pilzkrankheiten der Rebe eine große Toleranz besitzt, sondern auch vorzügliche Rotweine hervorbringt“, erklärte die Staatssekretärin. <br /><br />Seit dem vergangenen Jahr ist der RegentPreis des Julius Kühn-Instituts als Weinwettbewerb anerkannt. Winzer haben zweimal jährlich die Möglichkeit, Qualitätsweine der Rebsorte Regent für den internationalen Wettbewerb einzureichen, um die Qualitätsauszeichnung in Gold, Silber und Bronze zu erhalten. Den Wettbewerb führt das <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> in enger Kooperation mit der DLG TestService GmbH durch. Der RegentPreis in Gold wurde 2009 insgesamt 20mal vergeben. In den drei Kategorien „kleines Weingut“, „großes Weingut“ und „Winzergenossenschaft und Weinkellerei“ erhalten die jeweils besten Erzeuger den Sonderpreis „Bester Regent Erzeuger“.<br /><br />„Wir sind stolz auf das Engagement der Winzer, Regent-Weine von hoher Qualität auszubauen. Winzer, die diese rote Rebsorte anbauen, müssen gegen Pilzkrankheiten in der Regel nur noch die Hälfte oder weniger Pflanzenschutzmittel anwenden. Wir sehen in dieser Entwicklung einen richtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Produktion“, verdeutlicht Klöckner die Besonderheit dieser Rebsorte.<br /><br />Der Regent ist aus einer 1967 durchgeführten Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und Chambourcin entstanden und hat 1995 die deutsche und 1996 die europäische Sortenzulassung erhalten. Mit insgesamt rund 2.200 Hektar Anbaufläche, liegt der Regent inzwischen an der 6. Stelle des Rotweinanbaus in Deutschland. Da die Entwicklung einer neuen Rebsorte bis zur Marktreife mit 20 bis 30 Jahren extrem lange dauert, fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium die Entwicklung und Anwendung innovativer Züchtungsmethoden an dem Institut für Rebenzüchtung des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>.<br /><br /></p>
<h2>Preisträger „Beste-Regent-Erzeuger 2009“:</h2>
<h3>Selbstvermarkter mit einer Betriebsgröße kleiner als 20 Hektar:</h3>
<p>Weingut Bungert-Mauer, Bergstr. 24, 55437 Ockenheim <br />Mit Gold prämierte Weine:<br />Ockenheimer Laberstall 2003 (Barrique), QbA trocken<br />Ockenheimer Laberstall 2008, QbA trocken</p>
<h3>Selbstvermarkter mit einer Betriebsgröße größer als 20 Hektar:</h3>
<p>Weingut Ernst Bretz, Langgasse 35, 55234 Bechtolsheim <br />Mit Gold prämierte Weine:<br />Jahrgang 2005, QbA trocken<br />Jahrgang 2007, QbA trocken</p>
<h3>Winzergenossenschaften und Kellereien:</h3>
<p>Winzergemeinschaft Franken eG (GWF), Alte Reichssstr. 70, 97318 Kitzingen<br />Mit Gold prämierte Weine:<br />Wertheimer Tauberklinge 2007, QbA trocken, Barrique<br />Wertheimer Tauberklinge 2006, QbA trocken<br />Der Weinschmecker Regent 2006, QbA halbtrocken<br /><br /></p>
<h2>Hintergrundinformationen:</h2>
<p><strong><a href="http://www.regent-forum.de/" title="Neues Fenster: Internationaler Regent-Wettbewerb" target="_blank" class="external-link" >www.regent-forum.de</a><br /></strong>Website zum internationalen Regent-Wettbewerb mit allen Informationen zum Regent und zu den Auswahlkriterien sowie bisherigen Medaillen.<br /><br />www.jki.bund.de – Presse</p><ul><li><a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/genom-der-ersten-mehltauresistenten-rebsorte-regent-entschluesselt.html" title="Neues Fenster: Presseinfo vom 17.11.2009" target="_blank" class="external-link" ><strong>Presseinfo des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> vom 17.11.2009: Genom der ersten mehltauresistenten Rebsorte „Regent“ entschlüsselt</strong></a></li><li><a href="http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/gold-silber-und-bronze-fuer-weine-der-rebsorte-regent.html" title="Neues Fenster: Presseinfo vom 26.3.2009" target="_blank" class="external-link" ><strong>Presseinfo des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr> vom 26.3.2009: Gold, Silber und Bronze für Rebsorte Regent</strong></a></li></ul><p><a href="http://ec.europa.eu/agriculture/markets/wine/lists/04_en.pdf" title="Neues Fenster: EU-Liste" target="_blank" class="external-link" ><strong>http://ec.europa.eu/agriculture/markets/wine/lists/04_en.pdf</strong></a><br />EU-Liste der amtlichen oder amtlich anerkannten Stellen, die zur Verleihung von Auszeichnungen für Tafelweine mit geografischer Angabe, Qualitätsweine b.A. und eingeführte Weine mit geografischer Angabe berechtigt sind<br /><br /><strong><a href="http://www.dlgtestservice.com/" title="Neues Fenster: DLG TestService" target="_blank" class="external-link" >www.dlgtestservice.com</a><br /></strong>DLG TestService</p></description><pubDate>Thu, 21 Jan 2010 17:19:22</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/staatssekretaerin-kloeckner-zeichnet-beste-regent-weinerzeuger-aus.html</guid></item><item><title>Neuer Leiter „Biologischer Pflanzenschutz“ im Julius Kühn-Institut in Darmstadt</title><link>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/neuer-leiter-biologischer-pflanzenschutz-im-julius-kuehn-institut-in-darmstadt.html</link><description><p>Darmstadt/Neustadt a. d. Weinstraße (11.01.2010) Seit Beginn des Jahres leitet Dr. Johannes Jehle das in Darmstadt ansässige Institut für Biologischen Pflanzenschutz am Julius Kühn-Institut (<abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>), dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Das Institut ist eines von 15 spezialisierten Instituten an verschiedenen Standorten unter dem Dach des <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>. Das Darmstädter Institut spielt eine Schlüsselrolle bei der Erarbeitung biologischer Pflanzenschutzverfahren. Es ist das einzige Fachinstitut in Deutschland, das sich der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten mit natürlichen und umweltfreundlichen Mitteln verschrieben hat. „Da 2010 ein Flugjahr der Waldmaikäfer in der Region ist, zeigen wir im April (17./18.) eine Ausstellung zur Biologie und Bekämpfung des Maikäfers sowie dessen Bedeutung in der Volkskunst und stellen so exemplarisch unsere Arbeit der Öffentlichkeit vor“, berichtet der neue Institutsleiter.<br /><br />Vor seiner Berufung an das Julius Kühn-Institut hat Dr. Jehle dreizehn Jahre am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz gearbeitet und dort eine international renommierte Forschergruppe zur biotechnologischen Bekämpfung von Schadinsekten und zur gentechnischen Sicherheitsforschung aufgebaut. Es gelang ihm, eine der weltweit größten Sammlungen von Insektenviren am DLR Rheinpfalz zu etablieren. Außerdem war er an der Entdeckung und molekularbiologischen Charakterisierung neuer Viren und der Entwicklung neuer biologischer Bekämpfungsverfahren beim Apfelwickler (<a href="fileadmin/dam_uploads/_presse/pi_2007/07-09-27.pdf" title="07-09-27.pdf (135 KB)" target="_blank" class="internal-link-new-window" ><strong>Presseinfo 27.9.2007</strong></a>) maßgeblich beteiligt. Für seine Arbeiten wurde er 2008 mit dem SIP Founder´s Lecture Award ausgezeichnet (die Rheinpfalz berichtete). <br /><br />Hintergrundinformation zum <abbr title="Julius K&uuml;hn-Institut">JKI</abbr>-Institut für Biologischen Pflanzenschutz<br />Das Institut für Biologischen Pflanzenschutz ist eines von 15 Fachinstituten des Julius Kühn-Instituts. Die Wissenschaftler am Standort Darmstadt erarbeiten alternative Pflanzenschutzstrategien, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf natürlichen Gegenspielern von wichtigen Schaderregern liegt. Damit sind sowohl nützliche Insekten als auch Mikroorganismen wie Viren oder Pilze gemeint. Der Einsatz von Naturstoffen oder Sexualhormonen sowie methodische Arbeiten zur Ausbringung, Diagnose und Screening vervollständigen die Kompetenz des Instituts. Die Methoden des biologischen Pflanzenschutzes sind meist maßgeschneidert für bestimmte Kulturen und genau auf die Schaderreger zugeschnitten. Ihr erfolgreicher Einsatz setzt die genaue Kenntnis der Biologie der Schaderreger sowie ihrer Antagonisten voraus.<br /><br /></p></description><pubDate>Mon, 11 Jan 2010 00:00:00</pubDate><guid>http://www.jki.bund.de/no_cache/en/startseite/presse/pressemitteilungen-2009/pi-09-detail/Pressemitteilung/neuer-leiter-biologischer-pflanzenschutz-im-julius-kuehn-institut-in-darmstadt.html</guid></item></channel></rss>